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Landkreis Holzminden
Finanzierung, Pflegeausbildung und Rettungsdienst standen beim Besuch von Landratskandidat Uwe Lange im Hospiz Christine Amalia im Mittelpunkt.

Stadtoldendorf (red). Empfangen wurde Landratskandidat Uwe Lange im Hospiz Christine Amalia in Stadtoldendorf von den Geschäftsführern Michael Pfeil und Rita Harre. Im Mittelpunkt des Austausches standen die aktuellen wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen der stationären Hospizarbeit. An dem Treffen nahmen auch der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann sowie die örtlichen CDU-Politiker Cornelia Ostermann-Löhr, Lucian Kubas und Helmut Affelt teil.

Die Geschäftsführung nutzte die Gelegenheit, um auf besondere Herausforderungen aufmerksam zu machen. So berücksichtige die Investitionskostenpauschale die erheblichen Mehraufwendungen für energetisches Bauen nicht ausreichend. Ein weiteres Problem stelle die gesetzliche Pflicht dar, wonach Hospize zehn Prozent ihrer Kosten dauerhaft über Spenden finanzieren müssen.

Finanzierung stellt Hospiz vor Herausforderungen

Was als Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements gedacht gewesen sei, entpuppe sich nach Einschätzung der Geschäftsführung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als strukturelle Überforderung. Trotz hoher Spendenbereitschaft könne eine sechsstellige Summe nicht jedes Jahr eingeworben werden.

Neben der finanziellen Absicherung wurde auch die operative Vernetzung vor Ort thematisiert. An den künftigen Landrat wurde der konkrete Wunsch nach einer besseren Einbindung des Hospizes in den regionalen Rettungsdienst herangetragen. Eine engere Verzahnung und optimierte Kommunikationswege könnten die Notfallversorgung schwerkranker Menschen verbessern und Übergänge reibungsloser gestalten.

Kritik an generalisierter Pflegeausbildung

Mit Skepsis betrachten sowohl Michael Pfeil als auch Rita Harre die im Rahmen des Pflegeberufegesetzes eingeführte generalistische Pflegeausbildung. Die Reform, die die Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem Einheitsberuf zusammenfasst, werde nach ihrer Einschätzung den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Berufsfelder nicht gerecht.

Uwe Lange zeigte sich beeindruckt sowohl von den Räumlichkeiten als auch von der familiären Atmosphäre der vor zwei Jahren eröffneten Einrichtung. „Die herausfordernde Arbeit wird hier mit großer Empathie geleistet“, so der Landratskandidat. Er betonte die aus seiner Sicht unverzichtbare Rolle, die das Hospiz Christine Amalia für die würdevolle Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase im Landkreis einnehme.

Lange will Schnittstellen zum Rettungsdienst prüfen

Lange versprach, als Landrat die Schnittstellen zum Rettungsdienst intensiv zu prüfen. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann werde er sich für eine bedarfsgerechte Finanzierung einsetzen.

Abschließend dankte Uwe Lange dem zum Ende des Jahres ausscheidenden Geschäftsführer Michael Pfeil für sein enormes Engagement beim Aufbau des Hospizes. „Sie haben für die Menschen in der Region Großartiges geleistet.“

Foto: Uwe Lange

 

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Holzminden. Was hinter der Durchführung kosmetischer Studien steckt, können Interessierte diesen Freitag, 4. September, bei den Normec Schrader Instituten erfahren. Die Institute veranstalten erstmals einen Tag der offenen Tür. Von 12 bis 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher einen Blick in die Räumlichkeiten werfen und sich über die Arbeit des Instituts informieren.

Einblicke in die moderne Kosmetikforschung

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moderne Kosmetikforschung funktioniert. Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen erläutern, wie Studien ablaufen, welche technischen Geräte dabei eingesetzt werden und mit welchen Methoden die Wirksamkeit von Produkten untersucht wird. Besucherinnen und Besucher können dabei auch Fragen zu den einzelnen Arbeitsbereichen stellen.

Wer sich für eine Tätigkeit als Probandin oder Proband interessiert, kann sich über den Ablauf entsprechender Studien und die Möglichkeiten einer Teilnahme informieren. Neue Probandinnen und Probanden sind jederzeit herzlich willkommen.

Angebote für die ganze Familie

Der Tag der offenen Tür richtet sich auch an Familien. Für Kinder bietet das Tantenwerk Kinderschminken an. Für die Verpflegung der Besucherinnen und Besucher sorgt Glänzer’s Imbiss mit einem Foodtruck.

Mit dem Tag der offenen Tür setzen die Normec Schrader Institute ein klares Zeichen: Forschung soll nahbar, transparent und für alle zugänglich sein. Sie laden alle Interessierten ein, Teil dieser Entwicklung zu werden – als Besucherin oder Besucher, als Testerin oder Tester oder einfach als neugieriger Gast, der einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte.

Tag der offenen Tür am Freitag

Der Tag der offenen Tür findet am Freitag, 4. September, von 12 bis 16 Uhr bei den Normec Schrader Instituten in Holzminden, „Max-Planck-Straße 6“, statt.

Weitere Informationen gibt es unter normecgroup.com/de-de/schrader-hol-2026.

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Moringen-Hardegsen-Uslar

Uslar (red). Wenn der Herbst Einzug hält, beginnt die Zeit der Kartoffelernte. Dann sind die Landwirte in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wieder auf ihren Feldern unterwegs, um die beliebten Knollen aus der Erde zu holen. Einst war eine reiche Kartoffelernte für viele Familien überlebenswichtig und sicherte die Versorgung für die kalte Jahreszeit. Die Stadt Uslar erinnert mit dem traditionellen Pekermarkt an diese besondere Bedeutung der Kartoffel. Am Sonntag, 13. September, lädt Uslar von 11 bis 18 Uhr zum beliebten Fest ein, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gefeiert wird.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Innenstadt verwandelt sich an diesem Tag in eine lebendige Festmeile. Rund 100 Händler haben ihr Kommen angekündigt und präsentieren ein buntes Angebot aus Kunsthandwerk, regionalen Produkten und Dienstleistungen. Lokale Akteure zeigen, was die Region zu bieten hat.

Für Kinder gibt es im Forstgarten zahlreiche Mitmachangebote. Eine mobile Kletterwand sorgt für Abenteuerlust bei den älteren Kindern und der Young Corner bietet Kinderschminken sowie spezielle Angebote für Jugendliche und jüngere Besucherinnen und Besucher. Bei den Schattenspringern klettern die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung.

Musik auf zwei Bühnen

Das musikalische Programm verteilt sich auf zwei Bühnen, die sich am Alten Rathaus und in der „Kurzen Straße“ befinden. Die Solling-Blaskapelle Schönhagen, das Solling Swing Orchestra, die Young Sprouts, Alex im Westerland (Die Ärzte und Toten Hosen Tribute), Miss Who, Flo und Tommi sowie Dan und Ron sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Traditionelles Pekeressen und Fassbieranstich

Um 11.15 Uhr wird das Fest offiziell mit dem Fassbieranstich der Brauerei Bergbräu durch Bürgermeister Torsten Bauer eröffnet. Redner Bode begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um das gesamte Programm.

Ein kulinarisches Highlight ist das Pekeressen. Dabei handelt es sich um ein Kartoffelgericht, das mit gewürztem Mett, Zwiebeln und Gurken serviert wird. Früher wurden die Kartoffeln an den Ofen geklebt, was im Plattdeutschen „peken“ heißt. Heute sorgt ein spezielles Garverfahren für den typischen Geschmack. Neben dem klassischen Pekeressen gibt es weitere Kartoffelspezialitäten zu entdecken.

Verkaufsoffener Sonntag und Maskottchen Onkel Pelle

Auch die Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Onkel Pelle, das Maskottchen der Stadt, ist ebenfalls auf dem Pekermarkt unterwegs.

Weitere Informationen sind bei der Stadt Uslar unter www.uslar.de und unter Telefon 05571/307-108 (Leah Bunke) erhältlich.

Foto: Touristik-Information Uslar/L. Bunke