Holzminden (red). Wie viel Einfluss hat ein Landrat eigentlich auf das, was an Schulen passiert? Und wie könnten Orte im Landkreis Holzminden für junge Menschen attraktiver gestaltet werden? Diese und weitere Fragen hatten Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen des Campe Gymnasiums für ein Gespräch mit Landrat Michael Schünemann vorbereitet. Im Austausch beantwortete der Landrat nicht nur zahlreiche Fragen, sondern warb auch für ein Engagement in der Kreispolitik. Darüber hinaus erklärte er, wie die Kreisverwaltung funktioniert.
Politik und Mitgestaltung im Fokus
„Es ist wichtig, mit jungen Menschen ins Gespräch zu gehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Wünsche mitzuteilen. Genau für einen kritischen Austausch wie diesen sind solche Gesprächsrunden gemacht“, betonte Schünemann. Es brauche dabei aber nicht nur solche Gesprächsforen, sondern auch engagierte Kinder und Jugendliche, die bereit seien, sich einzubringen.
Zwei zentrale Themen der Gesprächsrunde waren das politische Engagement auf Kreisebene sowie ein Blick auf Schünemanns Amtszeit. Der Landrat merkte an, dass es insbesondere junge Menschen in der Kreispolitik brauche. Diese sei keineswegs alt und verstaubt, vielmehr biete sie die Möglichkeit, den eigenen Wohnort und das unmittelbare Umfeld aktiv mitzugestalten. Daran anschließend kamen auch die Freizeitmöglichkeiten junger Menschen im ländlichen Raum zur Sprache. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit und brachten Ideen für mögliche Treffpunkte in Holzminden ein.
Aufgaben des Landkreises erklärt
Die Kinder und Jugendlichen wollten darüber hinaus wissen, an wen sie sich mit Fragen rund um schulische Themen wenden können. Der Landrat erklärte, dass der Landkreis als Träger aller weiterführenden Schulen im Kreisgebiet unter anderem für die Gebäude und deren Ausstattung zuständig sei. Auch die Mittagsverpflegung sowie die Bereitstellung von Reinigungskräften, Hausmeisterdiensten und Schulsekretariaten gehörten zu den Aufgaben des Landkreises. Alles, was beispielsweise den Stundenplan oder die Lehrkräfte betreffe, falle hingegen in die Zuständigkeit des Landes beziehungsweise des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung.
Rückkehr an einen vertrauten Ort
Für Schünemann führte das Gespräch an einen Ort, den er gut kennt. Den Umbau des Campe Gymnasiums habe er während seiner Zeit in der Gebäudewirtschaft begleitet, berichtete der Landrat auf Nachfrage. Dies nutzte er zugleich als Beispiel, um den Schülerinnen und Schülern zu erläutern, welche Schritte von einer Idee über politische Entscheidungen bis hin zur Umsetzung innerhalb einer Behörde und im Zusammenspiel mit dem Kreistag notwendig sind.
Foto: Landkreis Holzminden