Landkreis Holzminden zieht Bilanz nach einem Jahr Frauenhaus und mahnt zum Schutz des Standortes
Lesedauer: 7 Minuten
HolzmindenSeit einem Jahr bietet das Frauenhaus im Landkreis Holzminden Schutz und gerade die Anonymität des Standortes spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Landkreis Holzminden (red). Seit einem Jahr bietet das Frauenhaus im Landkreis Holzminden Frauen und Kindern einen geschützten Ort. Dass dieser Ort nicht öffentlich bekannt ist, ist kein Zufall, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Schutzkonzeptes. Am 19. August vergangenen Jahres wurde das Frauenhaus offiziell eingeweiht und der Schlüssel übergeben. Doch für die Mitarbeiterinnen hatte die Arbeit schon lange vorher begonnen.
Bereits ein paar Monate vor der Eröffnung und dem Einzug der ersten Frauen und Kinder wurden die Räumlichkeiten eingerichtet, vorbereitet und mit Leben gefüllt. Gleichzeitig entstand aus den Mitarbeiterinnen ein Team, das sich gemeinsam auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitete.
Plätze seit der Eröffnung durchgehend belegt
Am 3. September zogen schließlich die ersten Frauen und Kinder ein. Seitdem ist das Frauenhaus ein wichtiger Bestandteil des Hilfesystems im Landkreis Holzminden. Die vorhandenen Plätze sind seit der Eröffnung durchgehend belegt. Diese hohe Auslastung zeigt eindrücklich, wie notwendig ein sicherer Zufluchtsort für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder ist.
Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses haben in einem Jahr ein großes Netzwerk von unterstützenden Hilfesystemen und Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern aufbauen können. Behörden, Ämter, Arztpraxen, Schulen, Kindergärten, die Holzmindener Tafel, der Psychosoziale Dienst, Sportvereine, das Ameos Klinikum, Sprachkurslehrende, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit, Anwältinnen und Anwälte und viele weitere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner wirken mit.
Mitarbeiterinnen erfahren große Hilfsbereitschaft
Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses erleben immer wieder eine große Hilfsbereitschaft im Unterstützungssystem des Landkreises Holzminden und bedanken sich an dieser Stelle, auch wenn nicht alle namentlich genannt wurden, ganz herzlich beim unterstützenden Umfeld, ohne das eine gute Begleitung der Frauen und Kinder nicht möglich wäre.
Ein Frauenhaus ist kein gewöhnliches Gebäude. Es ist ein Zufluchtsort für Frauen und Kinder, die Gewalt erlebt haben oder von Gewalt bedroht sind. Sie kommen dorthin, um Abstand zu einer gefährlichen Situation zu gewinnen und Sicherheit zu finden.
Anonyme Adresse ist Teil des Schutzkonzeptes
Ein zentraler Bestandteil des Schutzes ist die Anonymität. Die Adresse eines Frauenhauses wird bewusst nicht öffentlich gemacht. Das ist keine Formalität und kein überholtes Konzept, sondern eine konkrete Sicherheitsmaßnahme.
Denn für manche Bewohnerinnen besteht die Gefahr, dass ein gewalttätiger Mensch versucht, ihren Aufenthaltsort herauszufinden. Eine unbekannte Adresse ist Teil des Schutzes.
„Eine unbekannte Adresse kann deshalb ein entscheidender Bestandteil des Schutzes sein. Was für Außenstehende wie eine harmlose Information erscheinen mag, kann für eine Bewohnerin und ihre Kinder eine reale Gefährdung darstellen“, klärt Carina Stegemann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Holzminden, auf. „Schutz geht uns alle an, deshalb ist es wichtig, dass auch die Öffentlichkeit sensibel mit Informationen über das Frauenhaus umgeht.“
Keine Hinweise auf den Standort veröffentlichen
Fotos des Gebäudes, Hinweise auf den Standort, Standortmarkierungen in sozialen Medien oder andere Angaben, durch die sich die Adresse ableiten lässt, sollten deshalb unbedingt vermieden werden. Als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises möchte Carina Stegemann anlässlich des ersten Jahrestages aus diesem Grund besonders für einen Aspekt sensibilisieren, der leicht übersehen wird: „Anonymität ist kein Nebenaspekt! Anonymität ist Schutz!“
Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Der Schutz von Frauen und Kindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein Frauenhaus kann seine Arbeit nicht allein leisten. Neben den hauptamtlich engagierten Mitarbeiterinnen braucht es ein unterstützendes Umfeld und auch finanzielle Möglichkeiten, um Frauen und Kindern über den reinen Schutz hinaus Unterstützung und neue Perspektiven zu ermöglichen.
Unterstützung soll auch weiterhin notwendig sein
Die große Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung und von Unternehmen, Vereinen und Institutionen im vergangenen Jahr sei ein starkes Zeichen der Solidarität, so Stegemann. Im Namen des Landkreises und des Vereins für Sozialpädagogik e. V. bedankt sie sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich. Die Unterstützung bleibe allerdings auch weiterhin notwendig. Wer die Arbeit des Frauenhauses fördern und dazu beitragen möchte, dass Frauen und Kinder in Sicherheit neue Perspektiven entwickeln können, könne dies auch weiterhin durch eine finanzielle Spende tun.
Spenden mit dem Betreff „Frauenhaus“ können auf das Konto des Vereins für Sozialpädagogik e. V. Holenberg bei der Braunschweigischen Landessparkasse, IBAN DE96 2505 0000 0027 1030 76, überwiesen werden.
Förderverein für das Frauenhaus geplant
Zudem initiiert die kommunale Gleichstellungsbeauftragte in naher Zukunft einen Förderverein für das Frauenhaus. Weitere Informationen dazu sollen noch folgen. Wer konkrete Unterstützung braucht, kann Informationen dazu auf der Website des Landkreises finden.
Foto: VfS BISS Flyer
Anzeige
„Haben wir geil gemacht“: Bauherr zeigt sich von der Umsetzung seines Dachprojekts durch die Firma Mairose begeistert
Lesedauer: 3 Minuten
Anzeige
Holzminden. „Haben wir geil gemacht“, freut sich der Bauherr, nachdem die Firma Mairose ein ganz besonderes Dachprojekt abgeschlossen hat. Wie der Bauherr erklärt, hatte er schon durch Empfehlungen anderer von der guten Qualität der Firma Mairose gehört. Nach getaner Arbeit kann er dies nur bestätigen. „Eins A“, lautet seine Bewertung.
Dem Bauherrn war beim Eindecken seines Daches einerseits wichtig, dass die Ziegel farblich zu den Fenstern passen und das Dach vom Farbton her auf das übrige Haus abgestimmt ist. Er entschied sich für glatte Ziegel, damit diese sich später nicht durch Bewuchs zusetzen oder stumpf werden, sondern möglichst schön glänzend bleiben. Wichtig waren dem Bauherrn neben der Farbgebung, dass eine Systemlösung für die Montage der Solaranlage verwendet und Ausklinkungen an den neuen Dachziegeln vorgenommen werden, sodass sich die ganze Anlage besser ins Bild einfügt.
„Wenn es während der Bauphase Probleme oder Fragen von anderen beteiligten Bauleuten gab, konnte Mairose sofort helfen, damit der Bauprozess nicht ins Stocken kam. Und wenn zwischendurch etwas war, war immer schnell jemand da. So wünscht man sich das für das ganze Gewerk – klappt aber leider nicht immer.“
Obendrein entschied sich der Bauherr für Solarzellen, die ebenfalls von der Firma Mairose direkt mit angeboten und installiert worden sind. In Zusammenarbeit mit der Firma Mairose ist es weiterhin gelungen, den gewünschten smarten und cleanen Look auf dem Dach umzusetzen.
„Es sollten keine Linien und keine Schienen sichtbar sein, sodass die Anlage möglichst wie aus einem Guss wirkt.“
Und dies ist mehr als gelungen, wie ihm auch von Bekannten und Freunden bereits bestätigt worden ist. Ein rundum erfolgreiches Projekt mit einem sehr zufriedenen Kunden, der sich von der Qualität der Firma Mairose überzeugen konnte.
Wenn Einsatzkräfte Hand in Hand arbeiten: PS.Speicher lädt zum dritten „BlaulichtTag“ ein
Lesedauer: 5 Minuten
Einbeck
Einbeck (red). Wie arbeiten Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und andere Organisationen zusammen? Auf welche Technik setzen sie bei einem Einsatz? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt der dritte „BlaulichtTag“ des PS.Speicher im Otto-Hahn-Park Einbeck.
Besucherinnen und Besucher können die teilnehmenden Organisationen an ihren Ständen kennenlernen, mit den Einsatzkräften ins Gespräch kommen und einen Blick hinter die Kulissen ihrer täglichen Arbeit werfen. Die Beteiligten zeigen auf ihren Standflächen unterschiedliche Einsatztechniken und berichten aus ihrem Arbeitsalltag.
Einsatzkräfte demonstrieren gemeinsam eine realistische Bergungsszene
Um 13 Uhr stellen die Einsatzkräfte gemeinsam eine realistische Bergungsszene nach. Anhand eines Unfallfahrzeugs demonstrieren sie, wie verschiedene Organisationen bei einem Einsatz Hand in Hand arbeiten und welche Rettungs- und Bergungstechniken zum Einsatz kommen. Die Werkstatt Marco Ewert Automobile GmbH unterstützt die Vorführung mit zwei Unfallfahrzeugen.
Auch für die jüngsten Gäste gibt es viel zu entdecken. Kinderschminken, ein Glücksrad, Hüpfburgen und Bastelaktionen sorgen für Unterhaltung.
Präventionspuppenbühne vermittelt Kindern Wissen über den Straßenverkehr
Ein weiteres Angebot richtet sich speziell an Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter sowie an Schülerinnen und Schüler der Grundschule. Die Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Göttingen präsentiert mit „Pepe GEHT! zur Schule“ ein spielerisches Programm zur Verkehrsunfallprävention. Dabei lernen die Kinder altersgerecht und mit Musik und Moderation, worauf es im Straßenverkehr ankommt.
Der PS.Speicher reserviert auf dem Veranstaltungsgelände einen begrenzten Bereich für Besucherinnen und Besucher, die mit einem Blaulicht-Oldtimer anreisen. Denn auch historische Einsatzfahrzeuge passen perfekt zum BlaulichtTag. Eine Reservierung ist nicht möglich. Solange Plätze verfügbar sind, erhält die fahrende Person freien Zutritt zum Veranstaltungsgelände.
Das Programm des dritten BlaulichtTags im Überblick
Programm (ohne Gewehr):
11 Uhr: „Pyrotechnik & Festnahme Gewalttäter“ der Landes- und Bundespolizei
11:30 Uhr: Präventionspuppenbühne „Pepe GEHT! zur Schule“, Polizei Göttingen
12:15 Uhr: THW „Rettung von Personen aus Trümmern“
13 Uhr: Gemeinsame Vorführung „Unfallszene mit Bergung“
14:30 Uhr: Präventionspuppenbühne „Pepe GEHT! zur Schule“, Polizei Göttingen
15 Uhr: „Pyrotechnik & Festnahme Gewalttäter“ der Landes- und Bundespolizei
15:30 Uhr: THW OV Einbeck „Rettung von Personen aus Trümmern“
Am BlaulichtTag beteiligen sich unter anderem die Polizei Einbeck, die Feuerwehr Einbeck, die Werksfeuerwehr der KWS, der THW-Ortsverband Einbeck, die Johanniter Einbeck, der DRK-Ortsverein Einbeck, die Bundespolizei Duderstadt, der Zoll Göttingen und die Bundeswehr.
Eintritt kostet drei Euro – Kinder unter sechs Jahren sind kostenfrei dabei
Der Eintritt auf das Außengelände beträgt drei Euro pro Person. Wer bereits vorab online oder vor Ort ein Ticket für die Sammlung LKW + BUS, ein Ein-Tagesticket oder ein Zwei-Tagesticket gekauft hat, erhält freien Eintritt auf das Veranstaltungsgelände. Wer zunächst nur den BlaulichtTag besucht und sich anschließend für einen Besuch der Sammlung LKW + BUS entscheidet, bekommt die bereits gezahlten drei Euro auf den Ticketpreis angerechnet. Kinder unter sechs Jahren besuchen den BlaulichtTag kostenfrei.
Foto: Stiftung PS.Speicher/Magdalena Formanek
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Cookie-Einstellungen
Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Diese Cookies sind für den Betrieb der Seite unbedingt notwendig und ermöglichen beispielsweise sicherheitsrelevante Funktionalitäten.
Statistik
Um unser Angebot und unsere Webseite weiter zu verbessern, erfassen wir anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen. Mithilfe dieser Cookies können wir beispielsweise die Besucherzahlen und den Effekt bestimmter Seiten unseres Web-Auftritts ermitteln und unsere Inhalte optimieren.
Komfort
Wir nutzen diese Cookies, um Ihnen die Bedienung der Seite zu erleichtern.