Jugendzentrum feiert heute „Tag der Jugend“ und Einweihung des 2. Jugendplatzes der Stadt Holzminden
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HolzmindenThomas Weßler vom Team des Jugendzentrums im Unterstand mit Sitzgelegenheiten – einem Überseecontainer – auf dem neu gestalteten Vorplatz.
Holzminden (red). Der 12. August ist der Internationale Tag der Jugend. Dieser Tag wurde vor 41 Jahren von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit auf die Belange junger Menschen weltweit zu lenken.
Das Jugendzentrum Holzminden lädt aus diesem Anlass alle Jugendlichen und Interessierten heute auf das Gelände des Jugendzentrums ein. Ab 16 Uhr startet hier ein aufregendes und abwechslungsreiches Programm.
Musik, Outdoorspiele und Graffiti-Kreativaktion
Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, sich zu entspannen und Spaß zu haben. Musik sorgt für die richtige Stimmung und lädt zum Tanzen ein. Verschiedene Outdoorspiele wie Fußball-Dart und Fußball-Billard bieten die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen und neue Kontakte zu knüpfen. Zusätzlich kann bei einer Graffiti-Kreativaktion die eigene Kreativität ausgelebt und vielleicht das ein oder andere neue Talent entdeckt werden.
Neu gestalteter Vorplatz wird eingeweiht
Das große Highlight des Tages wird die Einweihung des neu gestalteten Vorplatzes des Jugendzentrums als zweiter Jugendplatz Holzmindens sein. Bereits 2022/23 wurde im Stadtgebiet Holzminden – genauer in der „Uferstraße“ – ein Platz für Jugendliche im Alter von 14 bis 27 Jahren geschaffen.
„Nach der Einweihung des 1. Jugendplatzes wurden schnell Stimmen nach weiteren ‚so coolen Plätzen‘ laut“, so Julia Rentziehausen.
Jugendliche in Holzminden wünschten sich einen zweiten Jugendplatz und sehr direkt die Umgestaltung des Vorplatzes des Jugendzentrums, da dieser in die Jahre gekommen und wenig jugendgerecht war.
Jugendliche beteiligten sich an der Gestaltung
Wie auch beim ersten Platz entstand aus diesem Wunsch bald der Beteiligungsprozess für einen zweiten Jugendplatz – den Vorplatz des Jugendzentrums. Dieser sollte auch direkt aus der Umgestaltungsperspektive der Jugendlichen entstehen, damit sie noch einmal einen Teil ihres Sozialraums selbst gestalten und so selbstwirksam werden konnten.
Dank großzügiger Spenden vom Lions Club und den Heinser Fittschen sowie einer anteiligen Förderung der Kreisjugendpflege des Landkreises auf Basis der Vereinbarung Jugendarbeit konnten auch ein zweites Mal Wünsche von Jugendlichen – in enger Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt und dem städtischen Bauamt – in die Realität umgesetzt werden.
Grillen, Softgetränke und Cocktails
Für das leibliche Wohl wird heute ebenfalls bestens gesorgt sein: Beim Grillen können die Besucherinnen und Besucher leckere Speisen, kühle Softgetränke und Cocktails genießen.
Das Team freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Foto: Stadt Holzminden
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Nicht sichtbare Gefahr bei Niedrigwasser: DLRG Holzminden warnt vor dem Betreten und Durchqueren der Weser
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Holzminden
Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.
Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.
Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko
„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.
„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.
Ausgespülte Bereiche werden sichtbar
Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.
Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.
„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.
Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.
Durchquerungen können schnell gefährlich werden
„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.
DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig
Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.
„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.
Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.
Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen
Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.
„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.
Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.
Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.
Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.
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