Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Holzminden/Eckfeld/Schwager_NEU_Eckfeld_01_2023.jpg#joomlaImage://local-images/Holzminden/Eckfeld/Schwager_NEU_Eckfeld_01_2023.jpg?width=295&height=255
Anzeige
Holzminden
Power-Frauen mit Ideen und Umsetzungsstärke: Jasmin Chowhan-Paeßens, Vanessa Koch und Nadine Wöller

Silberborn (awin). Ideen haben viele. Entscheidend ist, was daraus wird. In Silberborn sind es seit knapp einem Jahr Jasmin Chowhan-Paeßens, Nadine Wöller und Vanessa Koch, die aus Ideen Veranstaltungen, aus Veranstaltungen Begegnungen und zunehmend auch neue Projekte für den Ort machen. Gemeinsam haben sie „Silberborn Aktiv“ als „Silberborn Aktiv 2.0“ wiederbelebt. Adventsfenster, Flohmarkt, Busfahrten, Dorfpicknick und ein Frühlingsfestival folgten innerhalb weniger Monate. Inzwischen müssen sich die drei nach eigener Aussage eher bremsen, als nach neuen Einfällen zu suchen.

Neustart nach mehreren Jahren Pause

Ganz neu ist der Gedanke hinter „Silberborn Aktiv“ nicht. Bereits einige Jahre zuvor hatte es eine größere Initiative unter diesem Namen gegeben. Auch der Dorfflohmarkt geht auf diese Zeit zurück. Während der Corona-Pandemie wurden Veranstaltungen abgesagt, nach und nach schlief die Arbeit ein. Nach Einschätzung von Wöller und Chowhan-Paeßens habe es damals zwar viele Ideen gegeben, am Ende aber an Menschen gefehlt, die diese konsequent umsetzten.

Im August 2025 schlossen sich Chowhan-Paeßens, Wöller und Koch zusammen. Für die drei stand fest: Jetzt soll es wieder losgehen. Der erste öffentliche Auftritt folgte im Dezember mit einem Fenster beim lebendigen Adventskalender. Bewusst wählten sie dafür den Grillplatz und damit einen öffentlichen Treffpunkt. „Hallo, wir sind da“, beschreibt Chowhan-Paeßens die Botschaft.

Die Resonanz gab Rückenwind. Noch bei diesem ersten Adventsfenster hätten Besucherinnen und Besucher gefragt, ob es im folgenden Jahr eine Wiederholung gebe.

Gemeinschaft wieder stärker leben

Der Antrieb hinter dem Neustart geht für die drei Frauen über einzelne Veranstaltungen hinaus. Chowhan-Paeßens beschreibt Silberborn als einen tollen Ort, in dem gleichzeitig manches gesellschaftliche Angebot eingeschlafen sei. Mit den Jahren habe sie zudem wahrgenommen, wie viele junge Familien inzwischen im Solling lebten. Ihr habe etwas gefehlt, das auch jüngere Menschen wieder vor die Tür bringe.

„Gemeinschaft ist etwas wert“, sagt sie. Ideen allein reichten dafür jedoch nicht. Sie müssten geteilt werden und andere anstecken. Genau das sei im Trio geschehen.

Wöller bestätigt das. Chowhan-Paeßens habe sie zunächst mit ihrer Begeisterung angesteckt, inzwischen seien alle drei „Feuer und Flamme“. Das Entscheidende sei, dass nicht nur Ideen gesammelt würden: „Es geht so Hand in Hand. Und vor allen Dingen ziehen wir alle an einem Strang. Und jede packt mit an.“

Klare Aufgaben statt langer Diskussionen

Darin sehen die drei einen wesentlichen Grund dafür, dass Silberborn Aktiv 2.0 funktioniert. Die Organisation bleibt bewusst in einem kleinen Kreis. Zum Kern gehören Koch, Chowhan-Paeßens und Wöller, bei größeren Aktionen unterstützt sie inzwischen ein kleines Arbeitsteam.

Das Trio trifft sich regulär einmal pro Woche, vor größeren Terminen bei Bedarf zusätzlich. Aufgaben werden fest verteilt und in einem Protokoll festgehalten. Hat eine der Frauen zu viel übernommen, werde noch während der Sitzung neu verteilt. Alle drei sind berufstätig und Mütter. Umso wichtiger sei, dass sie sich aufeinander verlassen könnten.

Auch Kritik gehört dazu. Wenn eine der drei beispielsweise Werbung entwerfe, schauten die anderen darüber und sagten offen, was ihnen auffalle. Das werde nicht persönlich genommen. Wöller sieht gerade diese Zusammenarbeit als eines der Highlights des vergangenen Jahres: „Nur so funktioniert es. So kommt man zum besten Resultat.“

Auch Skepsis gehört zum Neustart

Nicht jede Idee wurde im Dorf von Beginn an euphorisch aufgenommen. Als Silberborn Aktiv 2.0 im März einen 50-Sitzer-Reisebus für eine Fahrt zur Lasershow am Hermannsdenkmal mietete, habe es durchaus skeptische Blicke gegeben. Auch den Organisatorinnen sei angesichts der finanziellen Größenordnung zunächst etwas mulmig gewesen.

Doch statt die Idee deshalb zu verwerfen, rechneten sie durch, welches Risiko sie tragen könnten. Genau diese Haltung sei ihnen wichtig, erklärt Chowhan-Paeßens: „Wir dürfen auch einmal auf die Nase fallen.“ Nicht jede Aktion müsse sofort hundertprozentig funktionieren. Entscheidend sei, daraus zu lernen und eine Idee gegebenenfalls zu verändern.

Ähnlich betrachten die drei das Dorfpicknick im Kurpark. Die Besucherzahl blieb überschaubar, trotzdem soll es wieder stattfinden – im kommenden Jahr voraussichtlich an einem Sonntag. „Man muss immer bedenken, man fängt klein an“, sagt Wöller.

Frühlingsfestival wird zum bislang größten Erfolg

Wie schnell aus einer Idee etwas Größeres werden kann, zeigte Ende April das Frühlingsfestival. Rund 200 Menschen kamen nach Schätzung der Initiative nach Silberborn. Livemusik, Cocktails und weitere Angebote sollten bewusst mehr Festivalcharakter schaffen als bei einem klassischen Frühlingsfest.

Gerade dieser Tag sei ein Moment gewesen, an dem sich die vorherige Arbeit ausgezahlt habe. In den Tagen zuvor seien die Organisatorinnen immer wieder im Kopf durchgegangen, ob wirklich an alles gedacht worden sei. Als schließlich ein Cocktail nach dem anderen über die Theke ging und Menschen auf sie zukamen, sei der Stress schnell vergessen gewesen. „Das haben wir gemacht“, beschreibt Chowhan-Paeßens dieses Gefühl.

Gewinn zu erwirtschaften sei dabei nicht das Ziel. Veranstaltungen müssten sich zwar tragen, zugleich sollen die Preise möglichst niedrig bleiben. „Uns geht es darum, gemeinsam eine gute Zeit zu haben“, sagt Wöller.

Einnahmen sollen wieder dem Dorf zugutekommen

Bleibt Geld übrig oder kommen Spenden zusammen, soll davon möglichst auch Silberborn profitieren. Das zeigt sich beim nächsten größeren Projekt am 26. September. Unter dem Motto „Unser Dorf trägt Früchte“ richtet die Initiative ein Apfelbaumfest aus.

Auf den Apfelbaumwiesen des Ortes wird nach Angaben von Chowhan-Paeßens seit 2014 für jedes in Silberborn geborene Kind ein Baum gepflanzt. Einige Bäume seien inzwischen kaputtgegangen. Die Initiative möchte deshalb aus ihren Mitteln Ersatz kaufen und die neuen Bäume möglichst gemeinsam mit den Kindern pflanzen. „Das ist von euch und wieder für euch“, fasst Chowhan-Paeßens den Gedanken zusammen.

Am 10. Oktober folgt der nächste Ein-Euro-Flohmarkt, für den bereits alle Stände vergeben sind. Ende Oktober soll ein zwangloses Kreativangebot starten. Ende November steht eine Busfahrt zum Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg auf dem Programm. Im Dezember schließt sich mit einem weiteren Adventsfenster der Kreis zum Beginn von Silberborn Aktiv 2.0.

Vom Veranstalter zum Ansprechpartner

Inzwischen werden die drei Frauen nach eigener Wahrnehmung zunehmend auch als Ansprechpartnerinnen im Ort gesehen. Vor den Sommerferien vermittelte die Jugendherberge den Kontakt zu einem Astro-Camp, das einen öffentlichen Abend anbieten wollte. Silberborn Aktiv 2.0 half bei der Bekanntmachung.

Auch TSV und Feuerwehr haben bereits wegen bevorstehender Jubiläen angefragt, ob die Initiative unterstützen könne. Mal gehe es um einen Cocktailstand, mal um Hilfe beim Kinderprogramm. Umgekehrt habe beispielsweise die Feuerwehr der Initiative bereits ein Zelt zur Verfügung gestellt.

Für Chowhan-Paeßens ist dieses Miteinander entscheidend: „Eine Hand wäscht die andere.“ Dass Vereine inzwischen von sich aus auf das Trio zukämen, sei für die drei ein Zeichen, als Partner ernst genommen zu werden.

Es soll auch etwas Bleibendes entstehen

Koch, Chowhan-Paeßens und Wöller wollen sich langfristig nicht auf Veranstaltungen beschränken. Parallel verfolgen sie Ideen, von denen Silberborn dauerhaft profitieren könnte. Aus einer bereits angebotenen Escape-Tour für Kinder entstand beispielsweise der Gedanke, gemeinsam mit der zuständigen Stelle in Holzminden eine feste Tour zu entwickeln, die später über die Touristik gebucht werden könnte. Die Kontakte dazu bestehen bereits.

Auch weitere Projekte für Kinder und Jugendliche seien ein Thema. Bürgermeister Christian Belke habe bei einem Gespräch Unterstützung angeboten, wenn die Initiative solche Vorhaben angehen wolle.

„Wir machen nicht nur Veranstaltungen und das, was unmittelbar sichtbar ist“, sagt Wöller. Langfristig solle auch etwas Bleibendes für den Ort entstehen.

Beim Frühlingsfestival darf größer geträumt werden

Besonders hoch hinaus wollen die drei mit dem Frühlingsfestival. Die Planungen für die nächste Ausgabe laufen bereits. Statt eines Live-Acts würden die Organisatorinnen gerne drei Schulbands, Garagenbands oder Duos auf die Bühne bringen. Auch das gastronomische Angebot soll erweitert werden. Langfristig soll sich das Festival einen Namen über Silberborn hinaus machen. Das Ziel sei, dass irgendwann auch Menschen aus Holzminden oder Uslar sagen: In Silberborn ist Frühlingsfestival.

Und dann gibt es noch einen deutlich größeren Traum.

Chowhan-Paeßens stammt aus Kapellen bei Geldern, wo auch Johannes Oerding aufgewachsen ist. Sie kennt den Musiker aus dieser Zeit. Seine Schwester sei in ihrer Klasse gewesen, Oerding selbst habe bei den Pfadfindern am Lagerfeuer mit der Gitarre gesessen.

Daraus ist bei Silberborn Aktiv 2.0 eine jener Ideen entstanden, von denen die drei reichlich haben: In vielleicht fünf Jahren wäre es „total cool“, wenn Johannes Oerding einmal in Silberborn für eine Hutspende spielen würde.

Ob es jemals dazu kommt, weiß niemand. Doch die Vorstellung zeigt ziemlich genau, wie Silberborn Aktiv 2.0 arbeitet: klein anfangen, ausprobieren, weiterentwickeln – und sich bei den Zielen ruhig etwas mehr vornehmen.

Foto: Silberborn Aktiv 2.0


Anzeige
Lesedauer: 4 Minuten
Anzeige

Politische Werbung – Video 2 von 3 – Landkreis Holzminden

Ich bin in unserer Region aufgewachsen. Geboren in Uslar, führte mich mein Weg über Ausbildung, Beruf und Verantwortung in viele Teile Niedersachsens – doch meine Heimat ist immer das Weserbergland geblieben.

Zurück im Einsatz heißt für mich zurückzukehren, um für die Menschen im Landkreis Holzminden wieder in den Einsatz zu gehen, dieses Mal nicht als Polizeichef ausschließlich für die Sicherheit und Ordnung, sondern als Landrat ganzheitlich Verantwortung zu übernehmen.

Auf diese Herausforderung bin ich aufgrund meiner vielfältigen Führungsaufgaben im Innenministerium, der Zentralen Polizeidirektion und zurzeit als Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig mit 3.000 Beschäftigten bestens vorbereitet: neben den operativen Tätigkeiten habe ich Erfahrung in den Bereichen IT, Kommunikation und Innovation sowie Logistik und Beschaffung bis hin zu sozialen Servicedienstleistungen. Ich habe gelernt, Menschen zu führen, Krisen zu bewältigen und Veränderungen mit Augenmaß umzusetzen.

Gemeinsam mit meiner Frau Frauke habe ich mich bewusst entschieden, nach Holzminden zurückzukehren. Nicht, weil wir irgendwo anders gescheitert wären, sondern weil wir überzeugt sind: Hier gehört unsere Zukunft hin. Familie, Nachbarschaft und Heimat sind für uns keine Schlagworte, sondern gelebter Alltag.
Stark im Recht bedeutet mein Handeln richtet sich nach unseren rechtsstaatlichen Prinzipien. Ich handele nicht willkürlich, behandele alle Menschen gleich, bin als Landrat keinem Parteienzwang unterlegen und entscheide nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Mit dem Blick desjenigen, der gegangen ist und zurückkehrt, sehe ich die großen Stärken unseres Landkreises – und die Aufgaben, die vor uns liegen.

Nah am Menschen war und bin ich schon immer. Ich mag die Nähe von Menschen, ihre Ideen aufzunehmen und gemeinsam umzusetzen. Mit Herz und Verständnis und echtem Interesse an Anderen.

Ich trete als Uwe Lange an, mit eigenen Ideen und der Erfahrung, sie auch umzusetzen.

Mit vollem Engagement bin ich zurück im Einsatz.

Ihr
Uwe Lange

Politische Werbung. Auftraggeber und finanziert durch: CDU-Kreisverband Holzminden, Kirchstraße 2, 37603 Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Sabine Echzell, stellvertretende Vorsitzende

Anzeige

Lesedauer: 4 Minuten
Bodenwerder-Polle

Bodenwerder (awin). Die Feuerwehr Schoholtensen/Altenhagen ist Landesmeister 2026. Beim 18. Landesentscheid der niedersächsischen Feuerwehren setzte sich die Einheit am Sonntag, 6. September, in Bodenwerder gegen 39 weitere Gruppen durch. Platz zwei belegte die Feuerwehr Kalbe, Rang drei ging an die Feuerwehr Klein Meckelsen.

Rund 3000 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Wettbewerb auf dem Gelände der Saint-Gobain Rigips GmbH. Ab 8 Uhr traten dort die 40 besten Feuerwehreinheiten Niedersachsens gegeneinander an.

Fünf Prüfungen entscheiden über den Titel

Die Gruppen hatten sich zuvor über Leistungsvergleiche auf Gemeinde-, Kreis- und Regionalebene für den Landesentscheid qualifiziert. In Bodenwerder mussten sie fünf Module absolvieren: einen Löschangriff, das Kuppeln einer Saugleitung, eine Fahrübung, eine Belastungsübung unter Atemschutz und eine Funkübung über Digitalfunk.

Insgesamt waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund eineinhalb Stunden mit den Prüfungen beschäftigt. Gefragt waren Schnelligkeit, Präzision, Kondition und Teamarbeit. Die Aufgaben orientieren sich am Feuerwehralltag und sollen zugleich den Ausbildungs- und Übungsdienst unterstützen.

Ein Jahr Planung für den Landesentscheid

Hinter der Veranstaltung stand ein erheblicher organisatorischer Aufwand. Rund ein Jahr liefen die Planungen für den Landesentscheid. Am Veranstaltungswochenende waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus Bodenwerder, Linse, Rühle und Heinsen mit der Organisation beschäftigt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der Ortsfeuerwehr Bodenwerder gemeinsam mit der Münchhausenstadt Bodenwerder.

Regierungsbrandmeister Dascho Wehner hatte sich nach eigenen Angaben auf Landesebene persönlich dafür eingesetzt, den Landesentscheid nach Bodenwerder und damit in den Zuständigkeitsbereich Weser zu holen. Das damit verbundene Vertrauen in die Ortsfeuerwehr Bodenwerder und die Verantwortlichen vor Ort sei mehr als gerechtfertigt gewesen. „Dieses Vertrauen wurde nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen“, bilanzierte Wehner nach der Veranstaltung.

Viel Herzblut hinter den Kulissen

Besonders beeindruckt habe ihn, mit wie viel Herzblut, Zusammenhalt und persönlichem Einsatz der Landesentscheid vorbereitet und durchgeführt worden sei. Viele Beteiligte hätten über Monate zahlreiche Stunden investiert, Verantwortung übernommen und angepackt, erklärte der Regierungsbrandmeister.

Auch abseits der Wettbewerbsflächen wurde den Besucherinnen und Besuchern ein Programm geboten. Dazu gehörten moderne und historische Feuerwehrfahrzeuge, Feuerwehrtechnik sowie Angebote für Familien. Bereits am Samstagabend hatte eine Open-Air-Party im Rathauspark unter dem Motto „Baron on Fire“ den Auftakt des Wochenendes gebildet.

Bodenwerder im Mittelpunkt der Feuerwehrwelt

Mit dem Landesentscheid wurde Bodenwerder für ein Wochenende zum Treffpunkt der niedersächsischen Feuerwehrwelt. Für die 40 teilnehmenden Gruppen ging es um den Landestitel – und zugleich darum zu zeigen, was hinter sicheren Abläufen im Einsatz steckt: Ausbildung, regelmäßiges Training und viel persönlicher Einsatz.

{gallery}2026/Galerie/landesentscheid{/gallery}

Fotos: awin, Feuerwehr

Anzeige