Campe-Gymnasium begrüßt 183 neue Fünftklässler – erstmals startet auch eine Bläserklasse
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HolzmindenDie Smilin' Faces vor voll besetzten Aula.
Holzminden (red). Mit einem Gottesdienst in der benachbarten Michaeliskirche und einer anschließenden Feier in der Aula hat das Campe-Gymnasium am Freitag seine neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler begrüßt. Insgesamt 183 Schülerinnen und Schüler starten in diesem Schuljahr am Campe. Sie verteilen sich auf sechs neue Klassen. Eine Besonderheit gibt es dabei erstmals: Unter ihnen befindet sich auch eine Bläserklasse, in der das gemeinsame Musizieren zu einem festen Bestandteil des Klassenlebens werden soll.
Netz als Symbol für Gemeinschaft
Den Auftakt des Einschulungstages bildete der Gottesdienst in der Michaeliskirche. Pastorin Andrea Maiwald und Pfarrer David Bleckmann führten durch die Feier, die von musikalischen und schauspielerischen Beiträgen von Schülerinnen und Schülern des sechsten Jahrgangs des Campe-Gymnasiums begleitet wurde. Im Mittelpunkt stand dabei das Bild eines Netzes, das als Symbol für Sicherheit, Zusammenhalt und Gemeinschaft aufgegriffen wurde. Auch das Motiv auf dem Programmheft fügte sich darin ein: Viele kleine Fische bildeten gemeinsam einen großen Fisch. Für die Neuankömmlinge verband Maiwald dieses Bild mit einer beruhigenden Zusage für die ersten Tage an der neuen Schule: „Raubfische gibt es am Campe nicht.“
Der Regenbogenfisch als Vorbild
Der Gedanke der Gemeinschaft zog sich auch durch die anschließende Einschulungsfeier in der Aula des Gymnasiums. Verschiedene musikalische Beiträge sorgten dort für den festlichen Rahmen. Mit dabei waren unter anderem die seit Jahren bei schulischen Veranstaltungen bewährten Blechbläser sowie der Schulchor „Smilin’ Faces“. Schulleiterin Inez Schroth griff in ihrer Begrüßung das Fisch-Motiv des Gottesdienstes noch einmal auf und schlug zugleich eine Brücke zum Kinderbuch „Der Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister. Selbstbewusstsein bedeute nicht, so Schroth, „dass man der größte Hecht im Karpfenteich“ sein müsse. Besonders gut komme man am Campe vielmehr zurecht, wenn man bereit sei, wie der Regenbogenfisch die eigenen Fähigkeiten auch zum Vorteil der Gemeinschaft einzusetzen.
Ansprechpersonen für den Schulstart
Auch die Schülersprecherinnen und Schülersprecher hießen die neuen Campianerinnen und Campianer willkommen. Sie machten deutlich, dass sie für die Fünftklässler bei Fragen und Problemen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen. Damit die neuen Schülerinnen und Schüler gleich zu Beginn wissen, an wen sie sich im Schulalltag wenden können, wurden außerdem zentrale Ansprechpersonen vorgestellt: Neben der erweiterten Schulleitung gehörten dazu die Mitarbeiterinnen des Sekretariats, das Mensapersonal, die Hausmeister sowie das Beratungsteam der Schule.
Erstmals startet eine Bläserklasse
Eine Neuerung erwartet einen Teil des Jahrgangs mit der erstmals eingerichteten Bläserklasse. In Kooperation mit der Musikschule Holzminden gehört dort auch das Erlernen eines Blechblasinstruments zum gemeinsamen Schulalltag. Das Musizieren soll dabei nicht allein musikalische Fähigkeiten vermitteln, sondern zugleich zur Entwicklung einer eigenen Klassenidentität und zu einem starken Gemeinschaftsgefühl beitragen.
Sechs Klassen beziehen ihre neuen Räume
Nach dem offiziellen Teil kam schließlich der Moment, auf den viele der neuen Schülerinnen und Schüler besonders gespannt gewartet hatten: Gemeinsam mit ihren Klassenleitungsteams gingen die sechs Klassen erstmals in ihre neuen Klassenräume. Während die Kinder dort ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und ihre neue schulische Umgebung näher kennenlernen konnten, hatten die Eltern Gelegenheit, die Mensa zu erproben. Zugleich erhielten sie alle wichtigen Informationen rund um die organisatorischen Fragen beim Schulstart.
Für die 183 neuen Campianerinnen und Campianer begann damit ein neuer Abschnitt ihrer Schulzeit – als Teil des „Netzes“ Campe-Gymnasium, in das sie nun herzlich aufgenommen wurden.
Schulleiterin Inez Schroth mit dem Kinderbuch „Der Regenbogenfisch“.Auch die traditionsreiche Blechbläser-AG begrüßte die neuen Campianer.
Fotos: Campe
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16 Länder, sechs Kontinente und viele Hürden: „Hurdle the World“ kommt mit bewegender Geschichte nach Einbeck
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Landkreis Northeim
Einbeck (red). Eine Weltreise ist für die meisten Menschen ein einmaliges Erlebnis. Für Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz wurde sie außerdem zu einer Geschichte über Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen. Ein Jahr lang bereisten die beiden als interabled Duo „Hurdle the World“ 16 Länder auf sechs Kontinenten. Aus ihren Erfahrungen entstanden das Buch „Die Reise unseres Lebens“, eine große Community in den sozialen Medien sowie Vorträge, mit denen sie inzwischen deutschlandweit unterwegs sind. Am Freitag, 21. August, kommen sie auf Einladung von Pro Inklusion Northeim e. V. nach Einbeck.
Weltreise als interabled Duo
Alexander und Lovis kennen sich seit vielen Jahren. Alexander lebt mit der angeborenen Muskel- und Gelenkerkrankung Arthrogryposis multiplex congenita (AMC), Lovis mit ADHS. Gemeinsam planten sie ihre Reise rund um den Globus und stellten sich dabei immer wieder neuen Situationen: nicht barrierefreie Verkehrsmittel, spontane Planänderungen und ungewohnte Wege, aber auch große Hilfsbereitschaft sowie Begegnungen mit Menschen, die ihre Reise auf ganz unterschiedliche Weise bereicherten.
Ihre Erfahrungen haben sie in ihrem Buch „Die Reise unseres Lebens“ veröffentlicht und teilen diese in Lesungen und Vorträgen. Mit ihrer sympathischen Art konnten sie unter anderem bereits auf der Leipziger Buchmesse und in der NDR-Sendung „DAS! – Das Rote Sofa“ das Publikum begeistern.
Vortrag im PS.SPEICHER
Unter dem Titel „Von der Welt lernen. Vor Ort gestalten. – Impulse für gelingende Inklusion vor Ort“ kommen Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz nun in den Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs/FREIgeist in Einbeck. Dort berichten sie von Erlebnissen, die nicht in jedem Reiseführer stehen: von Momenten, in denen Improvisation gefragt war, von Begegnungen, die in Erinnerung geblieben sind, und von einer Freundschaft, die auf Reisen immer wieder auf die Probe gestellt wurde.
Gleichzeitig geben sie Einblicke in ihren Alltag als interabled Duo und sprechen darüber, wie Barrieren Reisen beeinflussen können – und welche Rolle Offenheit, gegenseitige Unterstützung und kreative Lösungen dabei spielen.
Abschluss eines Projekts
Für Pro Inklusion Northeim e. V. ist die Veranstaltung mehr als ein Reisevortrag. Sie bildet den Abschluss des fünfjährigen Projekts „Netzwerk Inklusion und Teilhabe in Freizeit, Sport und Kultur“ und fällt in das zehnjährige Bestehen des Vereins.
„Mit Alexander und Lovis haben wir Gäste eingeladen, die auf authentische Weise zeigen, dass Inklusion nicht bei theoretischen Diskussionen beginnt, sondern im gemeinsamen Erleben“, erklärt der Verein. „Wir möchten den Abend nutzen, um Menschen zusammenzubringen und neue Perspektiven für ein inklusives Miteinander in unserer Region zu eröffnen.“
Kostenfreie Teilnahme nach Anmeldung
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 21. August 2026, um 17:30 Uhr im Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs in Einbeck. Im Anschluss an Vortrag und Lesung lädt Pro Inklusion Northeim e. V. bei Live-Musik und einem kleinen Imbiss zum Austausch ein.
Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 14. August 2026 telefonisch unter 05551 9103995, per E-Mail an info@proinklusion-northeim.de oder online unter https://eveeno.com/proinklusion möglich. Unterstützungsbedarfe können bei der Anmeldung angegeben werden. Gebärdensprachdolmetschende begleiten die Veranstaltung.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit NORTkultur und der BBS Einbeck statt. Ermöglicht wird sie durch die Förderung der Bürgerstiftung Einbeck, Aktion Mensch und der AKB Stiftung.
Foto: Hurdle The World
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