Holzminden (red). Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und der SPD-Landratskandidat Bjarne Allruth haben gemeinsam mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Holzminden ihre Sommerreise durch den Landkreis Holzminden fortgesetzt. Nach Angaben der SPD standen dabei die wirtschaftliche Stärke, die Innovationskraft und die Zukunftsperspektiven des Standorts Holzminden im Mittelpunkt. Auf dem Programm standen Besuche bei der Müller + Müller-Joh. GmbH + Co. KG sowie im create:hub.
Einblicke in Produktion und Unternehmensentwicklung
Der Tag begann bei dem Holzmindener Traditionsunternehmen Müller + Müller-Joh. GmbH + Co. KG. Das Unternehmen ist ein international tätiger Hersteller von Primärpackmitteln aus Röhrenglas für die pharmazeutische Industrie. Geschäftsführer Florian Müller-Stauch empfing die Gäste und gab Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens sowie in die moderne Produktion.
Mit rund 150 Mitarbeitenden fertigt Müller + Müller auf hochmodernen Produktionslinien jährlich etwa 300 Millionen Vials (Fläschchen). Die Exportquote liegt bei rund 50 Prozent, die durchschnittliche Investitionsquote bei acht Prozent. Wie Müller-Stauch während des Rundgangs erläuterte, sei die Positionierung als Qualitätsführer und Partner für kundenindividuelle Innovationen ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Künftig sollen am Standort verstärkt Prozesse für vorgewaschene bis hin zu vorsterilisierten Fläschchen sowie für DWK-Laborglasflaschen ausgebaut werden. Die hervorragende Wasserqualität in Holzminden biete dafür ideale Voraussetzungen.
Auszeichnung und moderne Produktion
Das Unternehmen wurde 1924 in Thüringen gegründet und 1949 in Holzminden neu aufgebaut. Im Jahr 2004 erhielt es den bundesweiten Wirtschaftspreis „OSKAR für den Mittelstand“. Für diesen Preis ist Müller + Müller nach Unternehmensangaben auch in diesem Jahr erneut nominiert. Heute gehört das Unternehmen zur DWK Life Sciences Gruppe.
Bei der anschließenden Werksführung konnten die Gäste den Fertigungsprozess aus nächster Nähe verfolgen. Glasröhren durchlaufen mehrere computergesteuerte Verarbeitungsschritte, bevor daraus kleine Glasbehältnisse für die Pharmaindustrie entstehen. Dabei kommen auch moderne Robotik-Systeme zum Einsatz. Präzise Sensoren überwachen parallel jeden einzelnen Produktionsschritt und gewährleisten eine lückenlose Qualitätskontrolle.
Möglich werde diese hohe Präzision durch moderne Anlagen, die im Zuge einer Betriebserweiterung in den Jahren 2022 und 2023 unter anderem mithilfe von Fördermitteln der NBank installiert worden seien.
„Müller + Müller zeigt eindrucksvoll, wie sich ein Unternehmen mit langer Tradition zu einem weltweit gefragten Partner der Pharmaindustrie entwickeln kann, ohne seine Wurzeln in Holzminden zu verlieren“, erklärte Bjarne Allruth nach dem Rundgang.
Sabine Tippelt ergänzte: „Solche Betriebe sind das Rückgrat unserer Region. Sie schaffen sichere Arbeitsplätze und bieten jungen Menschen gute Ausbildungs- und Zukunftsperspektiven direkt vor Ort.“
Zukunftsprojekt create:hub besucht
Zum Abschluss des Tages besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den create:hub. Das Zentrum wurde im Juni 2023 im Beisein des damaligen Wirtschaftsministers Olaf Lies eröffnet und durch das Niedersächsische Wirtschaftsministerium gefördert. Auf einer Fläche von 2.600 Quadratmetern bietet der create:hub Raum für Coworking, Konferenzen, Besprechungen und Veranstaltungen. Ergänzt wird das Angebot durch ein Bistro mit Frühstück, Mittagessen und einer Salatbar mit wechselnden Tagesangeboten.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher nach Angaben der SPD vom digitalen Beratungsangebot der „Bildschirmdocs“. Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat stehen junge Beraterinnen und Berater von 10 bis 12 Uhr für Fragen rund um Smartphones, Laptops und die sichere Nutzung des Internets zur Verfügung.
„Der create:hub ist ein echtes Zukunftsprojekt für unsere Region“, betonte Sabine Tippelt. „Hier entstehen moderne Arbeitsmöglichkeiten und neue Räume für Begegnung. Mit den Bildschirmdocs gibt es zudem ein niedrigschwelliges Angebot, das Menschen jeden Alters den Zugang zur digitalen Welt erleichtert. Genau solche Investitionen brauchen wir, um das Weserbergland zukunftsfähig aufzustellen.“
SPD zieht positives Fazit der Sommerreise
Bjarne Allruth zog am Ende des Tages ein positives Fazit: „Vom traditionsreichen Industriebetrieb mit internationaler Ausrichtung bis zum modernen Arbeits- und Konferenzzentrum hat der heutige Tag gezeigt, wie vielfältig und lebendig die Wirtschaftslandschaft im Landkreis Holzminden ist. Dafür müssen wir uns weiter einsetzen: für eine Region, die ihre Traditionen bewahrt und zugleich Innovationen und neue Ideen gezielt fördert.“
Foto: Büro Tippelt
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Mehr Termine, mehr Kompetenz: Physiotherapiepraxis Schöning hilft auch in der Urlaubszeit schnell weiter
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Holzminden. Ganzheitliche Gesundheitslösungen stehen im Mittelpunkt der Arbeit in der Physiotherapiepraxis Schöning. Wer sich wieder schmerzfrei bewegen und den Alltag aktiv gestalten möchte, findet hier einen verlässlichen Ansprechpartner. In der Praxis steht die individuelle Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparats im Fokus. Praxisinhaber Florian Schöning ist ausgebildeter Physiotherapeut und zusätzlich Heilpraktiker. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, hat er das Team der Praxis zuletzt erweitert und damit spürbar mehr Behandlungstermine geschaffen.
Dein Therapeut ist im Sommerurlaub? Schnelle Hilfe bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen
Gerade in den Sommermonaten stehen viele Patientinnen und Patienten vor dem Problem, dass die gewohnte Praxis oder der eigene Therapeut im Urlaub ist. Doch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen machen keine Ferien. In der Physiotherapiepraxis Schöning werden Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen ebenso nahtlos begleitet wie Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder nach operativen Eingriffen. Ziel ist es, Beschwerden nachhaltig zu lindern, Beweglichkeit zurückzugewinnen und Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück in einen aktiven Alltag zu unterstützen.
Zum Behandlungsspektrum zählen unter anderem Kopf-, Kiefer-, Nacken-, Schulter-, Rücken-, Hüft-, Knie- und Fußschmerzen sowie Nacht-, Ruhe- und Bewegungsschmerzen. Auch Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit, Schulterimpingements, Kalkschulter, Meniskus- und Knorpelschäden oder Bandverletzungen werden in der Praxis behandelt. Darüber hinaus begleitet das Team Patientinnen und Patienten nach Operationen, etwa nach Bandscheibenvorfällen, Knie- oder Hüftprothesen, Meniskusoperationen, Knochenbrüchen oder Sehnenverletzungen.
Jede Therapie wird individuell auf die persönlichen Beschwerden und Ziele abgestimmt. Einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik folgt eine gezielte Therapieplanung, die auf nachhaltige Verbesserung und langfristiges Wohlbefinden ausgerichtet ist.
Mehr Personal, mehr Termine für Patientinnen und Patienten
Um dem anhaltend großen Zuspruch gerecht zu werden und Engpässe während der Urlaubszeit zu vermeiden, hat Florian Schöning das Team gezielt verstärkt. Zuletzt wurden drei staatlich anerkannte Physiotherapeutinnen eingestellt. Dadurch kann die Praxis künftig mehr Termine anbieten und Wartezeiten reduzieren. Patientinnen und Patienten profitieren so von einer zeitnahen Behandlung und einer kontinuierlichen Betreuung, auch mitten im Sommer.
„Ich habe im November 2025 drei neue Kolleginnen einstellen dürfen. Dementsprechend haben wir nun die Möglichkeit, sehr kurzfristig Termine für Krankengymnastik, Lymphdrainage und Manuelle Therapie zu vergeben“, erklärte Florian Schöning.
„Unser Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder. Jede und jeder bringt seine ganz eigene Expertise mit. Das Ergebnis ist ein breites Spektrum an Wissen und Kompetenzen, das es uns erlaubt, Menschen genau so zu behandeln, wie sie es für ihre Gesundheitsziele brauchen“, ergänzte Schöning.
Moderne Therapieformen in persönlicher Atmosphäre
Neben klassischer Krankengymnastik kommen in der Praxis auch weiterführende Therapieformen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Sportphysiotherapie, Krankengymnastik am Gerät, Kinesiotaping, Kiefergelenksbehandlung, Triggerpunkt- und Faszienbehandlung, Lymphdrainage, Nervenmobilisation, Manuelle Therapie sowie Orthopädisch Manipulative Therapie. Die Behandlungen erfolgen durch qualifiziertes Fachpersonal in modernen und freundlich gestalteten Praxisräumen.
Die Physiotherapiepraxis Schöning befindet sich in der „Nordstraße 8“ in Holzminden. Termine sind telefonisch unter +49 55 311 274 660 buchbar. Weitere Informationen stehen online unter www.praxis-schöning.de zur Verfügung.
Foto: Schöning
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Traditionsbrauerei Allersheim beantragt Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung und setzt auf Neuausrichtung
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Holzminden
Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.
Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.
Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.
Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck
Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.
Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.
Restrukturierung soll Zukunft sichern
Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.
Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.
Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.
Mehr als 170 Jahre Brautradition
Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.
Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.
Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.
Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft
„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.
Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.
Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.
Foto: TKu
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