Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Holzminden/Eckfeld/Schwager_NEU_Eckfeld_01_2023.jpg#joomlaImage://local-images/Holzminden/Eckfeld/Schwager_NEU_Eckfeld_01_2023.jpg?width=295&height=255
Anzeige
Holzminden
Ortsfeuerwehr Holzminden legt 400 Meter Wasserversorgung zu brennender Gartenlaube

Holzminden (TKu). Ein Feuer in der „Bleiche“ hat am Samstagabend die Ortsfeuerwehr Holzminden gefordert. Gegen 21:15 Uhr wurde der Brand einer Gartenlaube bemerkt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Hütte bereits in Vollbrand. Auch ein unmittelbar davor abgestellter Pkw war von den Flammen erfasst worden und brannte ebenfalls. Flammen und Brandrauch waren bereits von Weitem sichtbar.

Lange Wasserversorgung zur Einsatzstelle

Eine besondere Herausforderung für die Feuerwehr war die Lage der Einsatzstelle. Direkt am Brandort stand keine ausreichende Wasserversorgung zur Verfügung. Deshalb musste das Löschwasser über eine rund 400 Meter lange Wegstrecke von der Straße „Bleiche“ zur Einsatzstelle gefördert werden. Der Weg unmittelbar an der Gartenlaube war zudem für große Einsatzfahrzeuge nicht befahrbar. Die Feuerwehr musste daher sowohl die Einsatzstelle als auch den langen Weg für die Wasserversorgung entsprechend ausleuchten.

Mehrere Trupps unter Atemschutz im Einsatz

Nach Angaben von Ortsbrandmeister Michael Nolte befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehr keine Personen mehr in der Hütte. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl von außen als auch im Innenangriff. Dabei mussten die Einsatzkräfte besonders auf die baulichen Gegebenheiten der Gartenlaube achten.

Das Feuer hatte sich bereits durch das Dach gefressen, das teilweise beziehungsweise vollständig durchgebrannt war. Zudem konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Dachkonstruktion asbesthaltige Materialien befanden. Entsprechend war bei den Löscharbeiten besondere Vorsicht erforderlich. Auch Maßnahmen zur Einsatzstellenhygiene wurden eingerichtet.

Brand nach rund 45 Minuten unter Kontrolle

Die umfangreichen Maßnahmen zeigten schnell Wirkung: Bereits etwa eine Dreiviertelstunde nach der Alarmierung war der Brand unter Kontrolle. Anschließend folgten weitere Nachlöscharbeiten und Kontrollen, um mögliche Glutnester aufzuspüren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Im Einsatz war die gesamte Ortsfeuerwehr Holzminden mit insgesamt zwölf Fahrzeugen und rund 60 Einsatzkräften. Unterstützt wurden die Feuerwehrleute durch den Rettungsdienst Holzminden sowie die Polizei.

Polizei ermittelt zur Brandursache

Zur Brandursache konnten vor Ort keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch zur genauen Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine abschließenden Informationen vor. Neben der stark beschädigten beziehungsweise zerstörten Gartenlaube wurde auch der davor abgestellte Pkw durch das Feuer erheblich beschädigt. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden.

Fotos und Video: Thomas Kube


Anzeige
Lesedauer: 2 Minuten
Anzeige

-Politische Werbung-

Dringender Bedarf für neue Kindergärten in Stadtoldendorf und Holzen

Die Schaffung moderner, zeitgemäßer Kindertagesstätten, wie sie in Stadtoldendorf und Holzen geplant sind, steht ganz oben auf der Prioritätenliste der FDP. In der Kita „Pusteblume“ in Stadtoldendorf konnten wir uns von der hervorragenden Arbeit des Betreuungsteams ein Bild machen. Es wird aber dringend Zeit für neue, zeitgemäße Räumlichkeiten. Außerdem werden dringend zusätzliche Plätze gebraucht, um allen Kindern einen Platz anbieten zu können. Das gilt ebenso für die geplante neue Kita in Holzen für den Raum Eschershausen.

Unser Ziel ist eine familienfreundliche Samtgemeinde. Deshalb müssen die Neubaupläne für die Kitas ohne Verzögerung umgesetzt werden.

Politische Werbung.

Auftraggeber und finanziert durch: FDP Kreisverband Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Hermann Grupe, Vorsitzender

Anzeige

Lesedauer: 8 Minuten
Höxter-Beverungen

Holzminden (awin). 15 Monate wurde gebaut, geplant, nachgebessert und immer wieder angepackt – der eigentliche Umzug war dann nach kaum eineinhalb Stunden geschafft. Seit dem 29. August leben die ersten Tiere im neuen Tierheim des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter am Allernbusch. Damit endet für den Verein eine lange Bauphase, die nicht immer nach Plan verlief.

Der Transport vom bisherigen Standort am „Ziegeleiweg“ verlief laut Tierheimleiter Julian Kusak ganz entspannt. Tierärzte begleiteten den Umzug. Inzwischen haben vier Hunde und 66 Katzen ihr neues Zuhause auf Zeit bezogen. Und sie treffen dort auf Bedingungen, die mit denen des bisherigen Tierheims kaum noch vergleichbar sind.

Mehr Platz und neue Möglichkeiten für die Tiere

Allein das Hundehaus umfasst rund 400 Quadratmeter. Insgesamt stehen 17 Zwinger zur Verfügung, vier davon als Quarantänebereiche. Die 13 regulären Zwinger verfügen über angeschlossene Ausläufe. Zudem ist am neuen Standort eine artgerechte Gruppenhaltung möglich.

Für die Katzen wurden auf rund 250 Quadratmetern unter anderem Vermittlungsräume mit Außengehegen geschaffen. Insgesamt ist der Bereich für etwa 80 bis 90 Katzen ausgelegt. Neu ist außerdem eine eigene Katzenquarantäne, die es am alten Standort nicht gab.

„Wir haben einen der höchsten Standards gebaut, die man aktuell bauen kann. Allein der Hygienestandard ist um ein Vielfaches höher im Vergleich zum alten Tierheim“, betont Jens-Uwe Müller, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter.

Erstrahlen auf dem Gelände im neuen Glanz: Das Hundehaus (l.) und das Katzenhaus (r.)
Auch technisch auf einem neuen Stand

Zum Konzept gehören unter anderem säure- und urinbeständige Oberflächen, die Reinigung und Hygiene erleichtern sollen. Zwei Wärmepumpen versorgen Hunde- und Katzenhaus, hinzu kommen eine Fußbodenheizung und eine 40-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ein Brunnen dient der Wasserversorgung, zusätzlich steht ein Frischwasserreservoir zur Absicherung bereit.

Von den Veränderungen profitieren jedoch nicht nur die Tiere. „Besonders freut es mich für unsere Mitarbeiter, dass wir ihnen einen vernünftigen Arbeitsplatz schaffen konnten“, sagt Müller. Im ehemaligen Wohnhaus stehen dem Team nun unter anderem Aufenthaltsräume, Umkleidemöglichkeiten, Bad und Küche zur Verfügung.

Der neue Aufenthaltsraum soll zugleich eine Begegnungsstätte für die mehr als 220 Vereinsmitglieder werden. Damit verbindet der Tierschutzverein auch die Hoffnung, weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Arbeit im Tierheim zu gewinnen.

Der geplante Umzug im Juni musste warten

Eigentlich sollten Tiere und Beschäftigte bereits im Juni an den Allernbusch wechseln. Weil die vorgesehenen Hundeausläufe zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt waren, wurde der Umzug in Abstimmung mit dem Veterinäramt verschoben. Der Verein entschied sich, zunächst nachzurüsten, damit die Anlage anschließend ohne Mängel abgenommen werden konnte.

Für die zusätzlichen Arbeiten an den Hundeausläufen wurden noch einmal rund 30.000 Euro benötigt. Die Förderung stellte der Deutsche Tierschutzbund e. V. bereit. Auf die Situation aufmerksam geworden war der Verband auf Initiative der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte.

1,5 Millionen Euro für den neuen Standort

Insgesamt kostete das neue Tierheim rund 1,5 Millionen Euro. Die Summe brachte der Verein unter anderem über Förderanträge und Spendensammlungen auf. Hinzu kamen Sachspenden und Arbeitsleistungen von Unternehmen und Handwerksbetrieben aus der Region. Auch die Photovoltaikanlage wurde dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Auch personell musste der Verein während der Bauphase einen unerwarteten Umbruch bewältigen. Nachdem der damalige Tierheimleiter und seine Stellvertreterin am selben Tag gekündigt hatten, wurden innerhalb kurzer Zeit Julian Kusak als neuer Leiter und Jana Pruhs als stellvertretende Tierheimleiterin gewonnen. Kusak bringt langjährige Erfahrung als Tierpfleger und Gehegeleiter mit, Pruhs Erfahrungen aus Tierarztpraxen und der Arbeit in einem Tierheim.

Julian Kusak wird als "Glücksgriff" für das Tierheim Holzminden bezeichnet
Nach 15 Monaten ist der Kraftakt geschafft

Mit dem Einzug endet für den Tierschutzverein damit eine intensive Zeit. Verzögerungen, zusätzliche Arbeiten und der Personalwechsel mussten parallel zum laufenden Tierheimbetrieb bewältigt werden. Für Jens-Uwe Müller hat sich der Aufwand aber auf allen Ebenen gelohnt – schließlich gilt es einen hohen Maßstab zu erfüllen: „Wir wollen für den Landkreis ein gutes Tierheim sein.“

Damit sich die Tiere zunächst in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen können, bleibt das Tierheim in dieser Woche noch für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Für spätere Tiervermittlungen bittet das Team grundsätzlich um eine vorherige telefonische Anmeldung. So könnten Termine besser mit dem laufenden Tagesgeschäft abgestimmt und ausreichend Zeit für die jeweiligen Tiere und Interessierten eingeplant werden. Die aktuellen Öffnungszeiten und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Tierheims Holzminden zu finden.

Die aktuell jüngsten Bewohner des neuen Tierheims: Katzen-Babys, die erst wenige Wochen alt sind.

Fotos: awin

Anzeige