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Eschershausen-Stadtoldendorf

Eschershausen (awin). Fast 90 Mitglieder, mehr als zwei Stunden Diskussionen, der Rückzug von Ehrenvorsitzendem Friedhelm Bandke und am Ende keine neue Vereinsführung: Der MTSV steht nach seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung vor einer ungewissen Zukunft. Die geplante Neuwahl des Vorstands ist gescheitert. Der bisherige Vorstand erklärte, für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Weitere Vorschläge für die zu besetzenden Ämter gab es nach den vorliegenden Informationen nicht.

Damit führt der bisherige Vorstand die Geschäfte zunächst kommissarisch weiter. Nun sollen Nachfolgerinnen und Nachfolger gefunden werden. Sollte dies nicht gelingen, soll nach Angaben aus dem Verein auch über eine Liquidation und Auflösung des MTSV beraten werden. Eine Entscheidung darüber ist bislang nicht gefallen.

Unterschiedliche Sicht auf den Verlauf der Versammlung

Wie angespannt die Situation innerhalb des Vereins ist, zeigen die unterschiedlichen Einschätzungen zum Verlauf des Abends. Bandke schildert, dass die Fußballabteilung mit „gut 50 Mitgliedern“ erschienen ist. Dass diese an der Versammlung teilnahmen, bezeichnet Bandke ausdrücklich als deren gutes Recht - sorgte seiner Meinung nach aber auch für eine aufgeladene Stimmung.

„Die Art und Weise, wie diese Versammlung gelaufen ist, war nicht gut. Sie war eines Vereins, so wie ich ihn kenne, einfach nicht würdig“, sagte er. Der Vorsitzende Sören Schway bat zu Beginn nach Bandkes Schilderung darum, persönliche Angriffe zu vermeiden und auf einen angemessenen Umgang miteinander zu achten. Nach Bandkes Wahrnehmung blieb davon im weiteren Verlauf wenig übrig: „Diese Worte waren wie Schall und Rauch. Daran hat sich keiner gehalten.“

Für Bandke geht die Bedeutung des Abends über seine eigene Person hinaus. „An diesem Abend habe nicht ich verloren, sondern unser Verein“, sagte er. „Es ist eine gewisse Kultur zerbrochen.“

Bandke schildert Rücktritt als eigenen Entschluss

Auch bei den Umständen seines Rücktritts gibt es unterschiedliche Bewertungen. Niklas Gutacker, Mitglied des Gesamtvorstands und Abteilungsleiter Fußball, stellt nach der mehr als zweistündigen Versammlung und den dort vorgetragenen Vorwürfen die Freiwilligkeit von Bandkes Rücktritt zumindest infrage.

Bandke selbst beschreibt seinen Schritt dagegen als bewussten Versuch, die Situation zu entschärfen. Er und Schway hatten bereits vor der Versammlung miteinander gesprochen und vereinbart, dass ihr persönliches Verhältnis unabhängig vom Ausgang des Abends nicht unter den Auseinandersetzungen leiden soll.

Als Schway während der Versammlung erklärte, nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen, versuchte Bandke nach eigener Schilderung, ihn umzustimmen. Dabei bot er an, selbst sein Amt als Ehrenvorsitzender niederzulegen, um Schway den Verbleib im Amt zu erleichtern.

„Ich habe meinen Rückzug angeboten, um die Luft aus der Situation zu nehmen. Zumindest hatte ich gehofft, dass das gelingt. Und diesen Schritt habe ich dann auch gemacht“, erklärte Bandke. Schway ließ sich nach Bandkes Darstellung dennoch nicht mehr überzeugen. Daraufhin gab Bandke sein Amt als Ehrenvorsitzender zurück.

Gutacker hält Rücktritt für verspätet

Gutacker bewertet den Zeitpunkt dieser Entscheidung anders. „Dieser Rücktritt kam zu spät und man hätte dem Verein die Situation ersparen können, in der er jetzt steckt“, erklärte er.

Damit stehen sich in einem zentralen Punkt unterschiedliche Sichtweisen gegenüber: Während Bandke seinen Rückzug als eigenen Entschluss und als Versuch beschreibt, die Situation zu beruhigen, bewertet Gutacker den Schritt vor dem Hintergrund der vorausgegangenen Auseinandersetzungen als verspätet.

Nach dem Ende der Versammlung bleibt für den MTSV damit nicht nur die Suche nach einer neuen Vereinsführung offen. Auch die Frage, wie die unterschiedlichen Positionen innerhalb des Vereins künftig zusammengeführt werden können, dürfte in den kommenden Wochen eine Rolle spielen.

Gutacker beschreibt die derzeitige Stimmung deutlich: „Zurzeit ist Ratlosigkeit das vorherrschende Gefühl.“ Nun stehen zahlreiche Gespräche an. „Wir werden sehr viele Gespräche führen müssen, um den MTSV in ruhige Gewässer zurückzubringen. Ob das in der aktuellen Form überhaupt noch möglich ist, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen“, erklärte er.

Fußballabteilung will Spielbetrieb sichern

Unabhängig von den vereinsinternen Auseinandersetzungen richtet die Fußballabteilung ihren Blick auf den sportlichen Alltag. „Unsere oberste Priorität ist die Aufrechterhaltung und langfristige Sicherstellung eines Spielbetriebs“, erklärte Gutacker.

In welchem organisatorischen Rahmen dies künftig am besten gewährleistet werden kann, soll in den kommenden Wochen gemeinsam innerhalb der Fußballabteilung erarbeitet werden. Parallel dazu steht der Gesamtverein vor der Aufgabe, eine neue Führung zu finden. Die kommenden Wochen und Monate dürften damit zeigen, in welcher Form der MTSV künftig weiterarbeiten kann.

Fotomontage: Privat, Red.


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Moringen-Hardegsen-Uslar

Uslar (red). Wenn der Herbst Einzug hält, beginnt die Zeit der Kartoffelernte. Dann sind die Landwirte in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wieder auf ihren Feldern unterwegs, um die beliebten Knollen aus der Erde zu holen. Einst war eine reiche Kartoffelernte für viele Familien überlebenswichtig und sicherte die Versorgung für die kalte Jahreszeit. Die Stadt Uslar erinnert mit dem traditionellen Pekermarkt an diese besondere Bedeutung der Kartoffel. Am Sonntag, 13. September, lädt Uslar von 11 bis 18 Uhr zum beliebten Fest ein, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gefeiert wird.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Innenstadt verwandelt sich an diesem Tag in eine lebendige Festmeile. Rund 100 Händler haben ihr Kommen angekündigt und präsentieren ein buntes Angebot aus Kunsthandwerk, regionalen Produkten und Dienstleistungen. Lokale Akteure zeigen, was die Region zu bieten hat.

Für Kinder gibt es im Forstgarten zahlreiche Mitmachangebote. Eine mobile Kletterwand sorgt für Abenteuerlust bei den älteren Kindern und der Young Corner bietet Kinderschminken sowie spezielle Angebote für Jugendliche und jüngere Besucherinnen und Besucher. Bei den Schattenspringern klettern die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung.

Musik auf zwei Bühnen

Das musikalische Programm verteilt sich auf zwei Bühnen, die sich am Alten Rathaus und in der „Kurzen Straße“ befinden. Die Solling-Blaskapelle Schönhagen, das Solling Swing Orchestra, die Young Sprouts, Alex im Westerland (Die Ärzte und Toten Hosen Tribute), Miss Who, Flo und Tommi sowie Dan und Ron sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Traditionelles Pekeressen und Fassbieranstich

Um 11.15 Uhr wird das Fest offiziell mit dem Fassbieranstich der Brauerei Bergbräu durch Bürgermeister Torsten Bauer eröffnet. Redner Bode begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um das gesamte Programm.

Ein kulinarisches Highlight ist das Pekeressen. Dabei handelt es sich um ein Kartoffelgericht, das mit gewürztem Mett, Zwiebeln und Gurken serviert wird. Früher wurden die Kartoffeln an den Ofen geklebt, was im Plattdeutschen „peken“ heißt. Heute sorgt ein spezielles Garverfahren für den typischen Geschmack. Neben dem klassischen Pekeressen gibt es weitere Kartoffelspezialitäten zu entdecken.

Verkaufsoffener Sonntag und Maskottchen Onkel Pelle

Auch die Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Onkel Pelle, das Maskottchen der Stadt, ist ebenfalls auf dem Pekermarkt unterwegs.

Weitere Informationen sind bei der Stadt Uslar unter www.uslar.de und unter Telefon 05571/307-108 (Leah Bunke) erhältlich.

Foto: Touristik-Information Uslar/L. Bunke