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Eschershausen-Stadtoldendorf
Offroadtour, Jagd und Wildunfälle: Der Hegering Stadtoldendorf war mit Landratskandidat Uwe Lange im Mammut-Park unterwegs.

Stadtoldendorf (red). Der Hegering Stadtoldendorf führte seine diesjährige Sommerveranstaltung im Mammut Offroad-Park durch, der direkt im Hegeringgebiet auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Stadtoldendorf liegt. Die Veranstaltung bot den Mitgliedern eine Mischung aus Natur, Technik, regionaler Geschichte und persönlichem Austausch.

Zu Beginn gab Eigentümer Jeroen Jansen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Mammut Offroad-Parks. Die Betreiberfamilie Jansen hatte seinerzeit in ganz Deutschland nach geeigneten ehemaligen Bundeswehrstandorten gesucht, um dort ein entsprechendes Offroad-Konzept zu verwirklichen.

Betreiberfamilie entschied sich für Stadtoldendorf

Letztlich fiel die Entscheidung auf Stadtoldendorf – nicht zuletzt aufgrund der besonderen landschaftlichen Gegebenheiten. Das Gelände habe sich als besonders reizvoll erwiesen und ideale Voraussetzungen für die Entwicklung des heutigen Mammut Offroad-Parks geboten.

Nach Angaben des Hegerings sei der Mammut-Park heute ein großer Gewinn für die Region. Aus einem ehemaligen militärisch genutzten Gelände sei ein überregional bekanntes Freizeit- und Veranstaltungsangebot entstanden, das Besucherinnen und Besucher aus ganz Europa nach Stadtoldendorf und in den Landkreis Holzminden bringe. Damit trage der Park auch dazu bei, die Region über ihre Grenzen hinaus bekannter zu machen und die touristische und wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zu stärken.

Landkreis unterstützte Entwicklung des Projektes

Bei der Entwicklung des Projektes konnte die Familie Jansen zudem auf die Unterstützung des Landkreises Holzminden bauen. Der Landkreis habe das Vorhaben von Beginn an tatkräftig unterstützt und damit seinen Teil dazu beigetragen, dass sich aus der ehemaligen Kaserne eine solche Erfolgsgeschichte habe entwickeln können. Für die Region sei der Mammut Offroad-Park heute ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer früheren militärischen Nutzung durch Engagement, unternehmerischen Mut und regionale Unterstützung etwas Neues und Zukunftsfähiges entstehen könne.

Nach der Einführung ging es für die Mitglieder des Hegerings direkt ins unwegsame Gelände. Einen besonderen Höhepunkt bildete dabei die Fahrt mit einem historischen amerikanischen REO-Truck.

Mit historischem REO-Truck durchs Gelände

Eigentümer Jeroen Jansen ließ es sich nicht nehmen, das Fahrzeug persönlich zu fahren und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst durch das weitläufige Gelände zu führen. Die Fahrt durch die anspruchsvollen Passagen des Offroad-Parks vermittelte einen Eindruck von den Möglichkeiten und der Beschaffenheit des Geländes.

Im Anschluss kamen die Mitglieder des Hegerings mit dem Landratskandidaten Uwe Lange zu einem persönlichen Austausch zusammen. Lange verbindet seit vielen Jahren eine persönliche Beziehung zur Jagd und zur Forstwirtschaft. Über seinen ehemaligen Schwiegervater Eberhard Rüschel, der als Förster in der Försterei Buchenberg des Forstamtes Neuhaus tätig war, hatte er bereits früh Berührungspunkte mit der Forst- und Jagdpraxis.

Austausch über Wildunfälle und Verkehrssicherheit

Auch in seiner heutigen beruflichen Tätigkeit als Vizepräsident der Polizei Braunschweig steht Uwe Lange regelmäßig mit Jägerinnen und Jägern in Kontakt. Ein gemeinsames Thema seien insbesondere Wildunfälle, die auch im Landkreis Holzminden eine erhebliche Rolle im Unfallgeschehen spielten. Im Gespräch wurden Erfahrungen ausgetauscht und verschiedene Fragen rund um Jagd, Verkehrssicherheit, den Schutz von Wild und die Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Polizei angesprochen.

Nach Einschätzung des Hegerings sei der regelmäßige Austausch zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren vor Ort von großer Bedeutung. Gerade bei Themen wie Wildunfällen, der Verkehrssicherheit und dem Umgang mit den heimischen Wildbeständen könnten Erfahrungen aus der Praxis wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit geben.

Sommerveranstaltung klingt bei gemeinsamem Essen aus

Bei einem gemeinsamen Essen in der Gastronomie des Mammut-Parks klang die traditionelle Sommerveranstaltung schließlich in geselliger Runde aus. Die beiden Vorsitzenden des Hegerings, Roland Adam und Cornelia Ostermann-Löhr, zeigten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung und dem Austausch sehr zufrieden.

Nach Angaben des Hegerings habe die Sommerveranstaltung Gemeinschaft, Natur und regionale Entwicklung miteinander verbunden. Der Besuch habe zugleich die Bedeutung gezeigt, die der Mammut Offroad-Park inzwischen für Stadtoldendorf und den gesamten Landkreis Holzminden habe. Aus einem ehemaligen Bundeswehrstandort sei durch das Engagement der Familie Jansen, die Unterstützung des Landkreises und die besondere landschaftliche Lage ein attraktiver Anziehungspunkt für die Region entstanden.

Foto: Cornelia Ostermann-Löhr


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Mit großen Schritten rückt die Kommunalwahl am 13.09.2026 näher – schon jetzt habt ihr die Möglichkeit, eure Stimme per Briefwahl auf den Weg zu bringen.

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Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Achim Timmermann, Stellvertretender Vorsitzender

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Holzminden

Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.

Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.

Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.

Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen

Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.

Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg

Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.

Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.

Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern

Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.

Vom VW 411 zum VW 412

Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.

Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.

Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.

Wer mehr über den Verein und die Historie des VW Typ 4 erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite der „VW411-412 Friends e. V.“.

Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.

Fotos: Laurenz Blanck