Bürgermeister Stefan Wiegand kandidiert in Lenne nicht erneut und setzt neue politische Schwerpunkte
Lesedauer: 4 Minuten
Eschershausen-Stadtoldendorf
Lenne (red). Bürgermeister Stefan Wiegand wird bei der Kommunalwahl 2026 nicht erneut für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Lenne kandidieren. Stattdessen möchte er seinen politischen Schwerpunkt künftig auf die Arbeit im Samtgemeinderat Eschershausen-Stadtoldendorf sowie im Kreistag des Landkreises Holzminden legen.
Schwerpunkt künftig auf Samtgemeinde und Landkreis
„Das Amt des Bürgermeisters unserer Gemeinde ausüben zu dürfen, war für mich stets eine große Ehre und zugleich eine besondere Verantwortung. In den vergangenen Jahren konnten wir gemeinsam mit dem Rat, den Vereinen, der Feuerwehr, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie vielen weiteren Beteiligten wichtige Themen voranbringen und unsere Gemeinde weiterentwickeln. Für das entgegengebrachte Vertrauen bin ich sehr dankbar“, erklärt Wiegand.
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Gleichzeitig betont Wiegand, dass diese Entscheidung ausdrücklich keinen Rückzug aus der Kommunalpolitik bedeute. „Viele Herausforderungen unserer Zeit machen nicht an Ortsgrenzen halt. Fragen der Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Bildung, Sicherheit, des Ehrenamtes oder der Entwicklung des ländlichen Raumes betreffen unsere gesamte Region. Deshalb möchte ich meine kommunalpolitische Erfahrung künftig verstärkt auf Samtgemeinde- und Kreisebene einbringen und dort weiterhin Verantwortung übernehmen. Bei der kommenden Kommunalwahl bewerbe ich mich deshalb um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger für den Samtgemeinderat Eschershausen-Stadtoldendorf sowie den Kreistag des Landkreises Holzminden.“
Lenne bleibe eine Herzensangelegenheit
Wiegand unterstreicht, dass seine Entscheidung keine Abkehr von der Gemeinde Lenne bedeute. „Lenne bleibt für mich Heimat und Herzensangelegenheit. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir kommunale Verantwortung heute stärker im regionalen Zusammenhang denken müssen. Viele wichtige Entscheidungen werden auf Samtgemeinde- und Kreisebene vorbereitet oder getroffen. Dort möchte ich meine Erfahrungen aus der kommunalen Praxis weiterhin konstruktiv einbringen und mich mit voller Überzeugung für die Interessen der Menschen in unserer Heimat einsetzen.“
Bis zum Ende der laufenden Amtszeit werde Wiegand seine Aufgaben als Bürgermeister nach eigenen Angaben weiterhin mit voller Verlässlichkeit und Engagement wahrnehmen. „Mir war wichtig, diese Entscheidung frühzeitig und offen zu kommunizieren und damit Klarheit zu schaffen. Für Lenne wünsche ich mir auch künftig eine starke, engagierte und verantwortungsvolle politische Führung, die die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger mit Augenmaß, Verlässlichkeit und Weitblick vertritt.“
Dank an Wegbegleiter und Ehrenamtliche
Abschließend bedankt sich Wiegand bei den Ratsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, den Vereinen, der Feuerwehr, allen ehrenamtlich Engagierten sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Lenne für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.
„Politisches Engagement endet nicht mit einem Amt. Es lebt von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Genau das werde ich auch künftig mit voller Überzeugung für unsere Heimat tun. Ich bin überzeugt, dass unsere Gemeinde und unsere Region gute Perspektiven haben, und ich freue mich darauf, diesen Weg auch in Zukunft aktiv mitzugestalten.“
Foto: Stefan Wiegand
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Mittelaltermarkt „Anno 1250“ bringt Ritter, Drachen und Gaukler in den Archäologiepark Höxter
Lesedauer: 7 Minuten
Kreis Höxter
Höxter (red). Drachenfeuer, Ritterturniere, Gaukler, Musik und mittelalterliches Markttreiben: Vom 10. bis 12. Juli verwandelt sich der Archäologiepark Höxter in Corvey erneut in die Welt von „Anno 1250“. Mehr als 400 Aktive bauen auf dem rund drei Hektar großen Gelände eine große Zeltstadt auf. Ritter, Spielleute, Händler, Komödianten, Handwerker, Heerlager, Stelzenwesen und ein Drache sollen den Mittelaltermarkt zu einem der großen Sommerereignisse in Höxter machen.
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Drache „Fangdorn“ kommt nach Höxter
Besonders viel Aufmerksamkeit dürfte „Fangdorn“ auf sich ziehen. Der zehn Meter lange und drei Meter hohe Drache wird von zwei Personen gesteuert und kann sich nach Angaben der Veranstalter natürlich bewegen. Mit Gebrüll, schlagendem Schweif, aufgestellten Flügeln, Rauch aus den Nüstern und Feueratem wird er mehrmals täglich im Archäologiepark zu sehen sein. „Wir freuen uns, in Höxter den Drachen Fangdorn präsentieren zu können, für den am Wall der Platz nicht ausgereicht hat“, sagt Nobby Morkes von Anno Events aus Gütersloh.
Zu sehen ist „Fangdorn“ am Freitag um 17 Uhr und 21.30 Uhr, am Samstag um 13.30 Uhr, 17.30 Uhr und 21 Uhr sowie am Sonntag um 12 Uhr und 17 Uhr. Tagsüber zeigt das Drachentheater das Märchen vom Elfenschatz. Am Freitag- und Samstagabend folgt die Feuershow „Von Drachen und Sternen“.
Ritterturniere, Feuerreiter und Musik von Fabula
Auch die Ritterturniere von Mandshur Tengri gehören wieder zum Programm. Unter dem Titel „Die vier Elemente“ zeigen die Ritter hoch zu Ross neue Stunts. Dabei sollen Lanzen splittern, Schwerter krachen und Ringe im vollen Galopp aufgespießt werden. In der Dämmerung sind zudem die Feuerreiter unterwegs. Die Turniere finden am Freitag um 19 Uhr und 21 Uhr, am Samstag um 15.30 Uhr, 18.30 Uhr und 21.30 Uhr sowie am Sonntag um 14.30 Uhr und 18.30 Uhr statt. „Es ist etwas ganz Besonderes, dass wir zwei unterschiedlichen Feuershows am Abend bieten können“, freut sich Madita Alberding vom Huxarium Gartenpark.
Musikalisch setzt „Anno 1250“ auf die Mittelalterband Fabula. Die Band blickt auf 30 Jahre Bühnenerfahrung und mehr als 800 Auftritte bei Mittelalter-Spektakeln, Konzerten und Folkfestivals in Europa zurück. In Höxter tritt Fabula am Freitag um 18.30 Uhr und 20.30 Uhr, am Samstag um 14 Uhr, 16 Uhr, 19 Uhr und 20.30 Uhr sowie am Sonntag um 13.30 Uhr, 15 Uhr und 17.30 Uhr auf. „Fabula bringt mit rhythmischer Sackpfeifenmusik aus allen vier Winden gute Laune, die Tanzbeine zum Wirbeln, die Herzen zum Lachen und das Blut in Wallung“, verspricht Morkes.
Schabernack, Gaukler und Handwerk im Archäologiepark
Für humorvolle Momente sorgen die Komödianten von Zeter und Mordio. Eva Medusa Gühne und Wolfgang Gundacker sind seit 1992 als Straßenclowns unterwegs und bringen mittelalterliches Possenspiel nach Höxter. Ihre Auftritte sind am Freitag um 20 Uhr, am Samstag um 16 Uhr und 19.30 Uhr sowie am Sonntag um 15.30 Uhr geplant. Zusätzlich sind sie als Walking-Acts auf dem Markt unterwegs. Gaukler Max jongliert mit Bällen, Fackeln und Keulen. Er tritt am Freitag um 17 Uhr und 20 Uhr, am Samstag um 13.30 Uhr, 15.30 Uhr, 17 Uhr und 20 Uhr sowie am Sonntag um 12 Uhr, 14 Uhr und 18 Uhr auf. Auch die Stelzenwesen des Federgeisttheaters ziehen über das Gelände.
Für die Veranstalter hat der Markt in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. „Erstmals in der Geschichte von Anno veranstalten wir einen Markt auf wirklich historischem Grund und lassen die untergegangene Stadt Corvey für ein Wochenende wieder auferstehen“, sagt Morkes. Das Welterbe in Sichtweite sei für Aussteller und Besucher ein zusätzlicher Reiz. Die Standplätze seien seit Monaten ausgebucht.
Erwartet werden mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher. Sie können über den Markt schlendern, in den Tavernen unter anderem Flammlachs, Schwein am Spieß oder Knobi-Brot kosten und Handwerkerinnen und Handwerkern beim Drechseln, Schmieden, Spinnen, Töpfern, Weben, Seiledrehen oder Ledernähen zuschauen.
Öffnungszeiten, Eintritt und Anreise
„Anno 1250“ öffnet am Freitag von 16 bis 22 Uhr, am Samstag von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es vorab online beim Huxarium Gartenpark sowie in der Tourist-Info Höxter. Reguläre Tickets kosten 16 Euro ab 14 Jahren, ermäßigte Karten 13 Euro. Kinder ab 1,20 Meter Körpergröße zahlen 9 Euro. An der Tageskasse werden außerdem vergünstigte Mehrtageskarten für zwei Tage oder das komplette Wochenende angeboten.
Kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Besucherparkplatz vor Schloss Corvey sowie entlang der Straße „Am Hafen“. Vom Bahnhaltepunkt Höxter ist der Archäologiepark rund zwei Kilometer entfernt. Am Samstag und Sonntag pendelt ab 11 Uhr stündlich die Bimmelbahn zwischen der Innenstadt und Corvey.
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