Bürgermeister Stefan Wiegand kandidiert in Lenne nicht erneut und setzt neue politische Schwerpunkte
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Lenne (red). Bürgermeister Stefan Wiegand wird bei der Kommunalwahl 2026 nicht erneut für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Lenne kandidieren. Stattdessen möchte er seinen politischen Schwerpunkt künftig auf die Arbeit im Samtgemeinderat Eschershausen-Stadtoldendorf sowie im Kreistag des Landkreises Holzminden legen.
Schwerpunkt künftig auf Samtgemeinde und Landkreis
„Das Amt des Bürgermeisters unserer Gemeinde ausüben zu dürfen, war für mich stets eine große Ehre und zugleich eine besondere Verantwortung. In den vergangenen Jahren konnten wir gemeinsam mit dem Rat, den Vereinen, der Feuerwehr, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie vielen weiteren Beteiligten wichtige Themen voranbringen und unsere Gemeinde weiterentwickeln. Für das entgegengebrachte Vertrauen bin ich sehr dankbar“, erklärt Wiegand.
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Gleichzeitig betont Wiegand, dass diese Entscheidung ausdrücklich keinen Rückzug aus der Kommunalpolitik bedeute. „Viele Herausforderungen unserer Zeit machen nicht an Ortsgrenzen halt. Fragen der Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Bildung, Sicherheit, des Ehrenamtes oder der Entwicklung des ländlichen Raumes betreffen unsere gesamte Region. Deshalb möchte ich meine kommunalpolitische Erfahrung künftig verstärkt auf Samtgemeinde- und Kreisebene einbringen und dort weiterhin Verantwortung übernehmen. Bei der kommenden Kommunalwahl bewerbe ich mich deshalb um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger für den Samtgemeinderat Eschershausen-Stadtoldendorf sowie den Kreistag des Landkreises Holzminden.“
Lenne bleibe eine Herzensangelegenheit
Wiegand unterstreicht, dass seine Entscheidung keine Abkehr von der Gemeinde Lenne bedeute. „Lenne bleibt für mich Heimat und Herzensangelegenheit. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir kommunale Verantwortung heute stärker im regionalen Zusammenhang denken müssen. Viele wichtige Entscheidungen werden auf Samtgemeinde- und Kreisebene vorbereitet oder getroffen. Dort möchte ich meine Erfahrungen aus der kommunalen Praxis weiterhin konstruktiv einbringen und mich mit voller Überzeugung für die Interessen der Menschen in unserer Heimat einsetzen.“
Bis zum Ende der laufenden Amtszeit werde Wiegand seine Aufgaben als Bürgermeister nach eigenen Angaben weiterhin mit voller Verlässlichkeit und Engagement wahrnehmen. „Mir war wichtig, diese Entscheidung frühzeitig und offen zu kommunizieren und damit Klarheit zu schaffen. Für Lenne wünsche ich mir auch künftig eine starke, engagierte und verantwortungsvolle politische Führung, die die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger mit Augenmaß, Verlässlichkeit und Weitblick vertritt.“
Dank an Wegbegleiter und Ehrenamtliche
Abschließend bedankt sich Wiegand bei den Ratsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, den Vereinen, der Feuerwehr, allen ehrenamtlich Engagierten sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Lenne für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.
„Politisches Engagement endet nicht mit einem Amt. Es lebt von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Genau das werde ich auch künftig mit voller Überzeugung für unsere Heimat tun. Ich bin überzeugt, dass unsere Gemeinde und unsere Region gute Perspektiven haben, und ich freue mich darauf, diesen Weg auch in Zukunft aktiv mitzugestalten.“
Foto: Stefan Wiegand
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Verantwortung für unsere Samtgemeinde Bevern
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Rat entscheidet über zwei Abberufungen: Fischer verliert Amt, Bandke bleibt Bürgermeister
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.
Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.
Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.
Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt
Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.
Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.
Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht
Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.
Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.
Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers
Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.
Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.
Fotos: awin
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