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Delligsen
Landrat und Bürgermeister bei der IWD Delligsen (v.l.): Landrat Michael Schünemann, Delligsens Bürgermeister Stephan Willudda, Patrick Büchner, Geschäftsführer der IWD GmbH in Delligsen, Mike Büchner, technischer Leiter der IWD GmbH in Delligsen, und Nicolas Westermeier, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Delligsen (red). Was haben Surfbretter in Australien, Spezialwerkzeuge für den Betonbau und Instrumente für die orthopädische Medizintechnik gemeinsam? Die Antwort liegt an der Bundesstraße 3 in Delligsen. Dort fertigt die IWD GmbH individuelle Fräs- und Drehteile, die in zahlreichen Branchen eingesetzt und weltweit exportiert werden.

Landrat Michael Schünemann besuchte den Familienbetrieb gemeinsam mit dem Leiter der Wirtschaftsförderung, Nicolas Westermeier, und Delligsens Bürgermeister Stephan Willudda. Im Mittelpunkt standen die Arbeit des Unternehmens, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für mittelständische Betriebe und die Herausforderungen auf internationalen Märkten.

„Wir haben in unserem Landkreis viele starke, auch international agierende Unternehmen“, sagte Schünemann im Anschluss an den Termin. „Deshalb wollen wir mit ihnen ins Gespräch kommen und uns über Sorgen und Wünsche austauschen.“ Nicht alle Rahmenbedingungen könne der Landkreis selbst beeinflussen. Im direkten Dialog ließen sich jedoch mögliche Stellschrauben erkennen und gemeinsam Lösungen erarbeiten.

Maßanfertigungen für unterschiedliche Branchen

Die Abkürzung IWD steht für Instrumenten-, Werkzeug- und Drehtechnik. Das Unternehmen produziert unterschiedliche, individuell angepasste und teilweise verzahnte Werkzeugtypen für die Schaumstoff- und Kunststoffindustrie, den Betonbau sowie die orthopädische Medizintechnik.

2016 zog der Betrieb von Alfeld nach Delligsen. Heute beschäftigt das Familienunternehmen fünf Mitarbeitende. Der Technische Leiter Mike Büchner und sein Sohn, Geschäftsführer Patrick Büchner, arbeiten selbst in der Fertigung mit. Neben mehreren großen Werkzeugmaschinen spielt dabei weiterhin die Handarbeit eine wichtige Rolle.

Wie aufwendig die Herstellung ist, zeigt die Anfertigung eines Fräswerkzeugs. Nach den Erläuterungen von Mike Büchner benötigt ein erfahrener Mitarbeiter etwa zwei Stunden, um einen Metallaufsatz mit einem Meißel Schlag für Schlag mit zahlreichen kleinen Zähnen zu versehen. Büchner selbst verfügt über fast 30 Jahre Erfahrung bei der Herstellung von Fräswerkzeugen für die Schaumstoffbearbeitung.

Werkzeuge aus Delligsen weltweit im Einsatz

Die in Delligsen produzierten Werkzeuge kommen weit über die Region hinaus zum Einsatz. In Neuseeland und Australien werden Fräswerkzeuge von IWD beispielsweise genutzt, um Surfbretter aus Hartschaum zu modellieren. Für den Betonbau liefert das Unternehmen spezialisierte Werkzeuge unter anderem nach Italien, Dänemark und Kanada.

Auch in der Medizintechnik werden die Produkte aus Delligsen verwendet. Orthopäden setzen die Instrumente beispielsweise bei der Anfertigung von Beckenknochenimplantaten ein. Die individuell hergestellten Fräs- und Drehteile lassen sich damit in sehr unterschiedlichen Bereichen einsetzen.

Beim Austausch mit den Gästen thematisierten Mike und Patrick Büchner unter anderem die gestiegenen Energiekosten sowie die erschwerte Materialbeschaffung angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage. Zudem sprachen die Beteiligten über die Situation mittelständischer Unternehmen, den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Entwicklung des internationalen Marktes.

Trotz der Herausforderungen blickt die Familie Büchner auf einen gut gefüllten Auftragsbestand. Ein Grund dafür ist die Vielseitigkeit der Produkte: Die maßgefertigten Werkzeuge aus Delligsen sind in zahlreichen Branchen gefragt und werden für sehr unterschiedliche Aufgaben benötigt.

Foto: Landkreis Holzminden


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Landkreis Northeim

Einbeck (gs). Mit 220 gestarteten Fahrzeugen, zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sowie einem abwechslungsreichen Programm haben die Einbecker Oldtimer Tage 2026 erneut ihre Bedeutung als eines der größten Oldtimer-Events der Region unter Beweis gestellt. Drei Tage lang drehte sich am PS.SPEICHER und in der Einbecker Innenstadt alles um historische Mobilität, automobile Kultur und gemeinschaftliches Erleben.

Gemischtes Echo zum Auftakt am Freitag

Bereits am Freitag stimmten die geöffneten Sammlungen des PS.SPEICHER sowie der Vortrag „In 20 Kilo nach Rom“ von Thomas Küster und Michael Suermann auf das Veranstaltungswochenende ein. Die Mischung aus Lesung und Livemusik fand beim Publikum ein gemischtes Echo. Im Verlauf des Abends war zu beobachten, dass zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Veranstaltungsort bereits während der Vorstellung verließen.

PS.SPEICHER-Rallye und Partystimmung am Samstag

Der Samstag stand im Zeichen der traditionellen PS.SPEICHER-Rallye. 220 historische Automobile gingen pünktlich um 10 Uhr an den Start und absolvierten die abwechslungsreiche Strecke über Bad Karlshafen. Am Nachmittag kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Einbeck zurück, wo sie auf dem Marktplatz von zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern empfangen und fachkundig vorgestellt wurden.

Ergänzt wurde das Programm durch Attraktionen in der Innenstadt, ein Kinderprogramm und kulinarische Angebote. Den stimmungsvollen Abschluss des Tages bildete nach der Siegerehrung das Abendprogramm mit Livemusik von John Poppyseed und Band.

Traditioneller Korso zieht die Massen an

Der traditionelle Korso am Sonntag setzte den Schlusspunkt unter ein gelungenes Wochenende. Die historischen Fahrzeuge fuhren durch das Stadtgebiet von Einbeck und begeisterten die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecke. Parallel öffnete der PS.SPEICHER seine Sammlungen, während Familienangebote und gastronomische Stände für zusätzliche Anziehungspunkte sorgten.

Erfolgreiches Wochenende für Oldtimerfans

Die positive Resonanz auf Rallye, Korso und das vielfältige Rahmenprogramm zeigte einmal mehr, welchen Stellenwert die Einbecker Oldtimer Tage in der Oldtimer-Szene genießen. Mit 220 gestarteten Fahrzeugen, einer großen Marken- und Modellvielfalt sowie einem attraktiven Programm war die Veranstaltung erneut ein eindrucksvolles Schaufenster automobiler Geschichte und ein gelungenes Wochenende für Oldtimerfreundinnen und Oldtimerfreunde sowie Familien.

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Fotos: Gerd Stahnke