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Grünenplan (red). Das war die wichtigste Nachricht vom diesjährigen Zugspitz-Ultratrail: Das Rennen war nicht nur hart, sondern aufgrund der extremen Temperaturen und der drohenden Unwetter außergewöhnlich anspruchsvoll. Deshalb verkürzten die Veranstalter die beiden Langstrecken des Ultratrails – im Nachhinein eine richtige Entscheidung. Unter diesen Umständen habe es laut Veranstaltern keine Alternative gegeben. Der Start erfolgte in Leutasch, das Ziel lag in Garmisch-Partenkirchen.

Extrembedingungen fordern die Teilnehmenden

Der Ultratrail wurde auf 74,5 Kilometer mit 3.200 Höhenmetern verkürzt. Insgesamt erreichten 770 Läuferinnen und Läufer das Ziel, 136 schieden aus. Das verdeutlicht die hohen Anforderungen des Rennens.

Vom ambitionierten Hobbyläufer bis zum Weltklasse-Trailrunner war das Teilnehmerfeld breit aufgestellt. Der Sieger benötigte 7:07 Stunden für die Strecke, der letzte Finisher erreichte das Ziel nach 19:34 Stunden. Dabei führte die Strecke über harte Anstiege, steile Gefällstrecken, Schneefelder und anspruchsvolle Trails.

Für die Hils-Läufer gingen Annike Wiedemann, Jacqueline Hausmann, Dennis Meyer, Marco Bertram und Jan Thomschke an den Start. Natascha Seyd verzichtete auf das Rennen, da sie sich körperlich noch nicht dazu in der Lage fühlte. Roman Feichtinger musste aufgrund einer Verletzung am Fußgelenk kurzfristig absagen. Beides seien vernünftige und verantwortungsvolle Entscheidungen gewesen.

Starke Leistungen trotz schwieriger Bedingungen

Jan Thomschke war in diesem Jahr der schnellste Grünenplaner. Bis Kilometer 60 machte er Platz um Platz gut und musste erst zum Ende des Rennens den Anstrengungen Tribut zollen. Mit einer Zeit von 11:08 Stunden belegte er Platz 213 im Gesamtfeld der Männer.

Annike Wiedemann ging nicht in Bestform an den Start und kam zunächst nur schwer ins Rennen. Nach dem ersten Gipfel lief es deutlich besser. Dank ihrer Routine überholte sie im weiteren Verlauf noch zahlreiche Läuferinnen und Läufer. Nach 11:51 Stunden erreichte sie als 30. Frau das Ziel und belegte Rang zehn in ihrer Altersklasse.

Jacqueline Hausmann war dadurch gehandicapt, dass sie nachts nur eingeschränkt sehen kann. Die Startzeit um 21:40 Uhr kam ihr daher nicht entgegen. Dennoch hielt sie sich gut und musste lediglich in den Bergabpassagen einige Plätze abgeben. Mit einer Zeit von 13:03 Stunden belegte sie Platz 66 bei den Frauen.

Auch der Grainau Trail verlangt alles ab

Marco Bertram wurde bereits am ersten Steilanstieg von heftigen Knieschmerzen ausgebremst. Vor allem in den Bergabpassagen musste er am Ende gehen. Nach 13:21 Stunden erreichte er auf Platz 439 das Ziel.

Dennis Meyer belegte mit einer Zeit von 14:09 Stunden Rang 514. Unterwegs machten ihm Magenprobleme zu schaffen, die er später wieder in den Griff bekam. Auch er musste sich auf den letzten Kilometern noch einmal durchbeißen.

Nachdem alle Grünenplaner körperlich völlig erschöpft, aber unverletzt das Ziel erreicht hatten, startete um 18 Uhr der 16 Kilometer lange Grainau Trail. Dort ging Eileen Stiehler für den Tuspo an den Start. Sie wurde vom gesamten Team ins Rennen verabschiedet. Die Strecke führte zunächst acht Kilometer steil bergauf und anschließend wieder hinab. Für Stiehler war insbesondere der Anstieg eine große Herausforderung. Bergab konnte sie jedoch zahlreiche Plätze gutmachen. Nach 2:46 Stunden erreichte sie als 209. das Ziel.

Der Zugspitz-Ultratrail gilt ohnehin als eines der härtesten Rennen Deutschlands. Die extremen Wetterbedingungen machten die Herausforderung in diesem Jahr noch größer. Für die Läuferinnen und Läufer aus Grünenplan war es eine außergewöhnliche Erfahrung. Ob alle unter vergleichbaren Bedingungen noch einmal an einem Rennen dieser Kategorie teilnehmen würden, bleibt allerdings offen.

Foto: Hils-Läufer


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Lesedauer: 4 Minuten
Boffzen

Derental (red). Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lädt der Derentaler Löwenblut e. V. am Samstag, 18. Juli 2026, erneut zum Sommerfestival „Solling Sound“ auf den Grillplatz in Derental ein. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf Live-Musik, kühle Getränke und eine besondere Festivalkulisse inmitten der Natur des Sollings freuen. Der idyllisch gelegene Grillplatz bietet mit seiner Lage eine Atmosphäre, die in der Region ihresgleichen sucht.

Nach dem Wegfall des über viele Jahre weit über die Region hinaus bekannten Rockfestivals „Solling Jump“ im benachbarten Fürstenberg veranstaltete der Derentaler Löwenblut e. V. im vergangenen Jahr erstmals den „Solling Sound“. Das Festival knüpft an die langjährige Tradition großer Open-Air-Musikveranstaltungen in der Region an, setzt dabei jedoch bewusst auf ein breiteres musikalisches Konzept und spricht Besucherinnen und Besucher unterschiedlicher Generationen an. Nach der erfolgreichen Premiere geht der „Solling Sound“ nun in seine zweite Auflage.

Zwei Live-Bands sorgen für Stimmung

Musikalisch erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit zwei Live-Bands. Den Auftakt macht das Akustik-Duo „Klangvoll“ aus Paderborn, das mit gefühlvollen Stimmen und handgemachter Musik für den passenden Einstieg in den Abend sorgt. Im Anschluss übernimmt die Partyband „Easy Jam“ die Bühne. Die Musikerinnen und Musiker stammen aus dem Dreiländereck Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen und sorgen mit ihrem vielseitigen Repertoire für Partystimmung bis in die Nacht.

Mit Leberkäse-Burgern, verschiedenen Bratwürsten und Pommes erwartet die Besucherinnen und Besucher zudem ein vielfältiges kulinarisches Angebot sowie eine große Auswahl an Getränken einschließlich Longdrinks und Cocktails.

Vorverkauf läuft bereits

Die Organisatoren hoffen auf sommerliche Temperaturen und zahlreiche Gäste aus Derental sowie der gesamten Solling- und Weserberglandregion.

Der Vorverkauf läuft bereits. Eintrittskarten sind zum Preis von 8 Euro sowohl online als auch im Derentaler Einkaufsladen „Nah & Gut Schäfer“ erhältlich. Für Kurzentschlossene wird zudem eine Abendkasse eingerichtet.

„Mit dem Solling Sound möchten wir eine Veranstaltung in der Region etablieren, bei der Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenkommen, um gemeinsam besondere Momente zu erleben – getragen von Musik, Gefühlen und Erinnerungen, die bleiben.“

Weitere Informationen zum Festival und zum Ticketverkauf gibt es auf den Social-Media-Kanälen des Derentaler Löwenblut e. V. sowie auf den Plakaten und Flyern in der Region.

Fotos: Derentaler Löwenblut e. V.