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Delligsen
Die „Haunted Fields“ sind zurück: Im Maisfeld bei Ammensen wartet im September die geheimnisvolle „AREA 31“.

Ammensen (red). Seltsame Himmelsphänomene, verschwundene Einwohner und geheimnisvolle Geräusche aus einem abgesperrten Maisfeld: Im September öffnet die „AREA 31“ an der B3 bei Ammensen ihre Tore. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, die an sämtlichen Veranstaltungstagen ausverkauft war, geht die Grusel-Maze „Haunted Fields“ in die zweite Runde. Gespielt wird am 4., 5., 11. und 12. September 2026.

Neue Geschichte führt in die „AREA 31“

Die Familie Kornfeld, die im vergangenen Jahr im Mittelpunkt der Geschichte stand, ist inzwischen weitergezogen. Auf dem benachbarten Feld scheint jedoch etwas Neues geschehen zu sein. Unter dem Titel „AREA 31“ greift die diesjährige Handlung augenzwinkernd die Mythen um die amerikanische AREA 51 auf. Die Zahl 31 verweist zugleich auf die Postleitzahl der Region. Was genau im Feld entdeckt wurde, soll allerdings erst während des Besuchs enthüllt werden.

Dabei geht es den Organisatoren Andreas Gundelach und Sebastian Reeß, die auch die Idee zu „Haunted Fields“ hatten, ausdrücklich nicht nur um unvermittelte Schreckmomente. Eine durchgängige Geschichte führt die Besucherinnen und Besucher durch mehrere aufwendig ausgestattete Szenen.

Mehr als 15 Darstellende und Erschrecker im Einsatz

Schauspiel, Kulissen, Projektionen, Licht, Sound, Nebel und weitere Effekte sollen eine Welt entstehen lassen, mit der man mitten in einem Maisfeld kaum rechnet. Mehr als 15 Darstellende und Erschrecker sind an den Spielabenden im Einsatz. Gegenüber dem ersten Jahr wurden auch Technik, Stromversorgung und vieles mehr professionalisiert.

Angeboten werden erneut unterschiedliche Versionen. Die frühere „Sunset“-Variante richtet sich an Besucherinnen und Besucher ab etwa zehn bis zwölf Jahren. Die Szenen werden dabei behutsamer gespielt, und zwischen den einzelnen Stationen gibt es keine zusätzlichen Erschrecker. Ab etwa 20.30 Uhr folgt die deutlich intensivere „Dark“-Version, die ab 16 Jahren empfohlen wird. Dann können erschreckende Begegnungen nicht nur in den Szenen, sondern auf dem gesamten Weg durch das Feld stattfinden.

„Magic Fields“ richten sich an Familien

Am Sonntag, 6. September, gehört das Labyrinth hingegen ganz den Familien. Bei den „Magic Fields“ werden die Gruselszenen zurückgebaut. An ihrer Stelle warten dann bunte Mitmachaktionen und verschiedene Walk-Acts auf kleine und große Besucherinnen und Besucher.

Möglich wird die Veranstaltung nur durch eine außergewöhnlich breite ehrenamtliche Zusammenarbeit. Hinter den „Haunted Fields“ stehen neben Gundelach und Reeß auch Dirk Nienstedt, Benedikt Funke und Horst Otto, die tatkräftig von der Ammenser Feuerwehr, dem Ammenser Sportverein und dem Theaterverein Alfeld unterstützt werden.

Mehr als 2.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden

Gemeinsam übernehmen sie Planung, Aufbau, Verkehrssicherung, Parkplatzeinweisung, Catering, Kulissenbau und natürlich den Betrieb im Feld. Bereits im vergangenen Jahr kamen dabei nach Angaben des Organisationsteams weit über 2.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammen. Niemand erhält eine Gage; die Eintrittsgelder dienen zunächst zur Deckung der vielfältigen Kosten. Überschüsse kommen den beteiligten Vereinen zugute.

Auch die Feuerwehr Ammensen ist dieses Jahr längst wieder im Einsatz. Noch bevor die ersten Besucherinnen und Besucher das Feld betreten, stellt sie Bauzäune und Veranstaltungsbanner auf, organisiert Teile der Logistik und sorgt später dafür, dass Gäste sicher zu den Parkplätzen und zum Eingang gelangen. „Ein Projekt dieser Größe kann nur gemeinsam funktionieren“, lautet die zentrale Botschaft der Beteiligten.

Tickets für feste Zeitfenster erhältlich

Tickets und feste Check-in-Zeitfenster für alle Veranstaltungstage können über die Internetseite der Haunted Fields gebucht werden. Da die Premierenwochenenden im vergangenen Jahr bereits Wochen vor Veranstaltungsbeginn ausverkauft waren, empfehlen die Organisatoren besonders für die Abendveranstaltungen eine frühzeitige Reservierung.

Wer sich nicht ins Maisfeld traut, kann dennoch zum gemeinsamen Essen und Beisammensein vorbeikommen. Grillgerichte, Pommes, Getränke, Sitzgelegenheiten und Toiletten stehen vor Ort bereit.

Fotos: „AREA 31“


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Holzminden

Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.

Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.

Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.

Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen

Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er auf dem Trailer im Weserbergland ankommen wird.

Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg

Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.

Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.

Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern

Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.

Vom VW 411 zum VW 412

Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.

Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.

Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.

Wer mehr über den Verein und die Historie des VW Typ 4 erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite der „VW411-412 Friends e. V.“.

Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.

Fotos: VW411-412 Friends e. V.