Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif#joomlaImage://local-images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif?width=295&height=255
Anzeige
Boffzen
Von links: die beiden Vorsitzenden Malte Jantzen und Peter Schmidtmann sowie Geschäftsführer Ralf Nattebrede.

Lauenförde (red). Der Wasser- und Bodenverband Lauenförde startet mit Unterstützung des Landkreises Holzminden ein Pilotprojekt zum dezentralen Wasserrückhalt. Ziel ist es, mit einfachen Maßnahmen Wasser bereits in der Landschaft zu bremsen, bei Starkregen Abflussspitzen zu verzögern und zugleich Versickerung und Grundwasserneubildung zu fördern.

Wie wichtig Vorsorge sein kann, zeigen mehrere Ereignisse in unmittelbarer Nähe: 2018 verwandelte ein nur etwa 15 bis 20 Minuten dauernder Wolkenbruch in Ottbergen innerhalb kürzester Zeit Straßen in Wasserläufe und setzte erhebliche Wasser- und Schlammmassen in Bewegung. 2019 traf es Brakel-Erkeln, 2022 sorgten Starkregen und eine Schlammlawine in Boffzen für erhebliche Schäden und im August 2024 folgte die Katastrophe in Gottsbüren.

Verband will Umgang mit Wasser neu betrachten

Seit seiner Gründung im Jahr 1970 kommt der Wasser- und Bodenverband seiner Aufgabe nach, für einen geordneten Wasserabfluss im Verbandsgebiet zu sorgen und seine dafür notwendige Infrastruktur zu unterhalten. Daran wird sich auch künftig nichts ändern. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre geben jedoch Anlass, den Umgang mit Wasser neu zu betrachten.

Neben dem sicheren Abfluss kann es an geeigneten Stellen ebenso sinnvoll sein, Wasser bereits in der Landschaft zu bremsen und zeitweise zurückzuhalten. Damit geht der Verband bewusst über seine klassische Unterhaltungstätigkeit hinaus. Auch wenn eine solche weitergehende Starkregenvorsorge nicht zu seinen klassischen Aufgaben gehört, möchte er vorhandene Möglichkeiten nicht ungenutzt lassen. Das Pilotprojekt soll zeigen, was mit einfachen und praktikablen Maßnahmen zusätzlich erreicht werden kann.

Verbandsgebiet nimmt Wasser aus größerem Einzugsbereich auf

„Unser Verbandsgebiet liegt oberhalb von Lauenförde und Würgassen und nimmt bei stärkeren Niederschlägen Wasser aus einem deutlich größeren Einzugsbereich auf. Dazu gehören Flächen der Niedersächsischen Landesforsten sowie Oberflächenwasser der Bundesstraße 241. Dieses Wasser wird über unsere Infrastruktur in Richtung der Ortslagen weitergeführt. Bei Starkregen können so innerhalb kurzer Zeit erhebliche Wassermengen zusammenkommen. Die Ereignisse in unserer näheren Umgebung zeigen, was daraus entstehen kann. Wir hatten bisher nur Glück – darauf sollten wir uns für die Zukunft nicht verlassen“, sagt Geschäftsführer Ralf Nattebrede.

Beim ersten, rund 400 Meter langen Vorhaben werden Rückhaltestufen aus heimischem Sandstein angelegt. Die Steinschüttungen sollen zufließendes Wasser abbremsen und in geeigneten, flacheren Grabenabschnitten zeitweise zurückstauen. Sind die Rückhaltebereiche gefüllt, kann überschüssiges Wasser kontrolliert über die Steinschüttungen weiterfließen.

Blühmischung und Sträucher sollen Bereich aufwerten

Gleichzeitig soll der Bereich mit einer mehrjährigen Blühmischung und standortgerechten Sträuchern ökologisch aufgewertet werden. Diese Rückhaltestufen sind dabei nur eine erste Idee. Je nach örtlichen Gegebenheiten sind auch andere Lösungen denkbar. Der Verband möchte praktische Erfahrungen sammeln und daraus einfache, wirtschaftlich vertretbare und auf andere Bereiche übertragbare Lösungen entwickeln.

„Besonders freuen wir uns über die Unterstützung durch die Untere Wasserbehörde und die Naturschutzabteilung des Landkreises Holzminden. Unsere Idee ist dort von Beginn an auf große Offenheit gestoßen und konnte gemeinsam ausgearbeitet werden. Dass der Landkreis den Ansatz als geeignet und sinnvoll bewertet und uns darin bestärkt, nun praktische Erfahrungen zu sammeln, freut uns sehr“, so Nattebrede.

Weitere Rückhaltemöglichkeiten auf mehreren Kilometern denkbar

Bewährt sich der Ansatz, sieht der Verband großes Potenzial für eine Weiterentwicklung. Eine erste grobe Auswertung zeigt bereits, dass im Verbandsgebiet auf mehreren Kilometern vorhandener Grabenstrukturen zusätzlicher dezentraler Wasserrückhalt möglich sein könnte. Durch angepasste Grabenprofile, Aufweitungen oder abschnittsweise Rückhaltebereiche könnte so schrittweise ein Netz dezentraler Rückhaltemöglichkeiten entstehen.

Damit ließen sich Starkregenvorsorge, Wasserrückhalt und ökologische Aufwertung miteinander verbinden – und zugleich die Vorsorge für die Bewohnerinnen und Bewohner der tiefer gelegenen Ortslagen Lauenförde und Würgassen verbessern. Eine solche Weiterentwicklung kann der Verband allerdings nicht allein aus eigenen Mitteln finanzieren. Die erste Maßnahme wird mit viel Eigenleistung umgesetzt. Für eine Ausweitung auf weitere Bereiche wäre entsprechende finanzielle Unterstützung notwendig.

Fördermittel können dafür nicht eingesetzt werden

Für Maßnahmen zum Wasserrückhalt in der Landschaft wäre es möglich gewesen, auch bereits bewilligte Mittel aus dem Förderprogramm „Klimaschutz im ländlichen Raum“ zu nutzen. Ein entsprechender Ratsantrag aus dem Jahr 2025 sah unter anderem wirksame Maßnahmen zur natürlichen Wasserrückhaltung in der Landschaft vor – und damit genau solche Ansätze, wie sie nun vom Wasser- und Bodenverband erprobt werden.

Die Ratsmehrheit in Lauenförde änderte den Antrag jedoch dahingehend ab, dass diese Maßnahmen nicht über das bewilligte Klimaschutzprogramm finanziert werden sollten. Die Fördermittel sind damit zwar vorhanden, können hierfür jedoch nicht eingesetzt werden. Der Wasser- und Bodenverband möchte dennoch nicht abwarten und setzt die erste Maßnahme nun selbst um.

„Das Machbare jetzt tun“

Einen vollständigen Schutz vor Starkregen wird es nach Einschätzung des Verbandes nicht geben. Umso wichtiger sei es aus seiner Sicht, vorhandene Möglichkeiten zu nutzen, Erfahrungen zu sammeln und daraus weitere Maßnahmen zu entwickeln. Für die Vorsitzenden Peter Schmidtmann und Malte Jantzen, den Vorstand und Geschäftsführer Ralf Nattebrede gilt deshalb: nicht abwarten, bis etwas passiert, sondern „das Machbare jetzt tun“.

Foto: Wasser- und Bodenverbandes Lauenförde


Anzeige
Lesedauer: 4 Minuten
Anzeige

Politische Werbung – Video 3 von 3 – Landkreis Holzminden

Ich bin in unserer Region aufgewachsen. Geboren in Uslar, führte mich mein Weg über Ausbildung, Beruf und Verantwortung in viele Teile Niedersachsens – doch meine Heimat ist immer das Weserbergland geblieben.

Zurück im Einsatz heißt für mich zurückzukehren, um für die Menschen im Landkreis Holzminden wieder in den Einsatz zu gehen, dieses Mal nicht als Polizeichef ausschließlich für die Sicherheit und Ordnung, sondern als Landrat ganzheitlich Verantwortung zu übernehmen.

Auf diese Herausforderung bin ich aufgrund meiner vielfältigen Führungsaufgaben im Innenministerium, der Zentralen Polizeidirektion und zurzeit als Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig mit 3.000 Beschäftigten bestens vorbereitet: neben den operativen Tätigkeiten habe ich Erfahrung in den Bereichen IT, Kommunikation und Innovation sowie Logistik und Beschaffung bis hin zu sozialen Servicedienstleistungen. Ich habe gelernt, Menschen zu führen, Krisen zu bewältigen und Veränderungen mit Augenmaß umzusetzen.

Gemeinsam mit meiner Frau Frauke habe ich mich bewusst entschieden, nach Holzminden zurückzukehren. Nicht, weil wir irgendwo anders gescheitert wären, sondern weil wir überzeugt sind: Hier gehört unsere Zukunft hin. Familie, Nachbarschaft und Heimat sind für uns keine Schlagworte, sondern gelebter Alltag.

Stark im Recht bedeutet mein Handeln richtet sich nach unseren rechtsstaatlichen Prinzipien. Ich handele nicht willkürlich, behandele alle Menschen gleich, bin als Landrat keinem Parteienzwang unterlegen und entscheide nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Mit dem Blick desjenigen, der gegangen ist und zurückkehrt, sehe ich die großen Stärken unseres Landkreises – und die Aufgaben, die vor uns liegen.

Nah am Menschen war und bin ich schon immer. Ich mag die Nähe von Menschen, ihre Ideen aufzunehmen und gemeinsam umzusetzen. Mit Herz und Verständnis und echtem Interesse an Anderen.

Ich trete als Uwe Lange an, mit eigenen Ideen und der Erfahrung, sie auch umzusetzen.

Mit vollem Engagement bin ich zurück im Einsatz.

Ihr
Uwe Lange

Politische Werbung. Auftraggeber und finanziert durch: CDU-Kreisverband Holzminden, Kirchstraße 2, 37603 Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Sabine Echzell, stellvertretende Vorsitzende

Anzeige

Lesedauer: 3 Minuten
Dassel

Sievershausen (mhn). Die Vorfreude auf das traditionsreiche Treckertreffen in Sievershausen ist groß. Der Sollingverein Sievershausen lädt am Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September, zu einer der größten Veranstaltungen dieser Art in der Harz-Weser-Region ein. Im Mittelpunkt stehen historische Trecker und Landmaschinen renommierter Hersteller. Treckerfreunde und Interessierte aus nah und fern sind eingeladen, im Sollingdorf Sievershausen die Geschichte der Landwirtschaft hautnah zu erleben.

Historische Trecker und Programm für die ganze Familie

An beiden Veranstaltungstagen präsentieren unterschiedliche Aussteller von 11 bis 17 Uhr ihr vielfältiges Angebot. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein umfangreiches Programm mit Spielen, Schminken, Basteln und Bauen. Über den Veranstaltungstag hinweg können die Gäste verschiedene Schlepper in Aktion erleben und die Zapfwellenleistung ihrer Trecker messen lassen.

Für das leibliche Wohl sorgen am Samstag und Sonntag ab 10 Uhr Bratwurst, Gyros, Getränke und Fischbrötchen. Ab 11 Uhr ergänzen Kaffee, Tee und hausgemachter Kuchen das Angebot.

Besonderes Programm am Samstag

Freunde historischer Trecker kommen insbesondere am Samstagnachmittag auf ihre Kosten. Der Sollingverein Sievershausen präsentiert dem Publikum an der Sollingscheune von 14 bis 17 Uhr verschiedene historische Trecker.

Von 18 bis 21 Uhr sorgt die Band „Different Now“ aus Dassel mit Livemusik für Unterhaltung. Einen stimmungsvollen Abschluss des ereignisreichen Samstags bildet die Scheunendisco mit DJ TS Music. Sie beginnt um 21 Uhr und soll bis tief in die Nacht zum gemeinsamen Feiern einladen. Der Eintritt zu beiden Musikveranstaltungen ist frei.

Treckerausfahrt und Unterhaltungsmusik am Sonntag

Der Sonntag beginnt bereits um 9:30 Uhr mit einer Ausfahrt der historischen Trecker auf einem Rundkurs um Sievershausen. Von 12 bis 15 Uhr sorgt der Musikzug Thüdinghausen e. V. für Unterhaltungsmusik.

Foto: Sollingverein Sievershausen