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Bei Tecta in Lauenförde tauschte sich Landratskandidat Uwe Lange über Bauhaus-Tradition, Standortmarketing und die Chancen des Kulturtourismus aus.

Lauenförde (red). Im Rahmen seiner aktuellen Informationstour besuchte Landratskandidat Uwe Lange den Möbelhersteller Tecta in Lauenförde. Begleitet wurde er dabei vom CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann und der stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Sabine Echzell. Geschäftsführer Christian Drescher und Prokurist Martin Gockert führten die Delegation durch das Traditionsunternehmen, das weltweit für seine enge Verbindung zur Bauhaus-Geschichte bekannt ist.

Bauhaus-Tradition und moderne Fertigung

Während des Rundgangs gab die Unternehmensleitung tiefe Einblicke in die Firmengeschichte. Tecta gilt als weltweit größte Sammlung und Produktionsstätte von originalen Bauhaus-Möbeln. Hier werden die lizenzierten Originalentwürfe von Ikonen wie Walter Gropius, Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe und Jean Prouvé gefertigt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung und Produktion des klassischen hinterbeinlosen Stuhls, des Kragstuhls. Sichtlich beeindruckt zeigte sich Uwe Lange von der hohen handwerklichen Qualität. In Lauenförde werden die Möbel nicht in anonymer Massenfertigung, sondern in präziser Handarbeit hergestellt.

Lange betont Bedeutung für den Wirtschaftsstandort

Im anschließenden Gespräch betonte der Landratskandidat die aus seiner Sicht herausragende Bedeutung von Tecta als wirtschaftlicher und kultureller Botschafter für die Region: „Unternehmen wie Tecta zeigen, dass globale Strahlkraft und ländliche Verwurzelung kein Widerspruch sind.“

Der Landkreis Holzminden habe viele verborgene Schätze, über die viel zu wenig gesprochen werde. „Als Landrat werde ich mich dafür einsetzen, dass das Standortmarketing erheblich verbessert wird“, erklärte Lange. Er lobte die Innovationskraft des Betriebs, der es schaffe, das historische Bauhaus-Erbe in die Moderne zu übersetzen und gleichzeitig Arbeitsplätze im Weserbergland zu sichern.

Kulturtourismus soll stärker in den Fokus rücken

Für einen Besuch des angeschlossenen Kragstuhlmuseums blieb nicht mehr ausreichend Zeit. „Da komme ich noch einmal mit meiner Frau vorbei“, versprach Uwe Lange.

„Der Besuch lohnt sich“, erklärte Landtagsabgeordneter Uwe Schünemann, der das Museum bereits mehrfach besucht hat. „Ich wünsche mir eine gemeinsame Vermarktung der Leuchttürme dieser Region.“

Für Uwe Lange eine Steilvorlage: „In kürzester Entfernung liegen die Porzellan-Manufaktur Fürstenberg, das Weltkulturerbe Corvey, die Erlebniswelt Sensoria und das Kragstuhlmuseum.“ Keine Region könne mit einem solchen vielfältigen und qualitativ hochwertigen kulturellen Angebot aufwarten. „Diese Chance sollten wir für den Kulturtourismus konsequent nutzen.“

Foto: Sabine Echzell


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Lesedauer: 13 Minuten
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Holzminden (haa). Drei Kandidaten, drei Parteien – und die Gelegenheit, sich den Wählerinnen und Wählern persönlich vorzustellen: Am vergangenen Montag stellten sich die Landratskandidaten Uwe Lange (CDU), Bjarne Allruth (SPD) und Lukas Albrecht (AfD) bei der Podiumsdiskussion der Weser-Ith News im „Marktplatz Restaurant Schwager“ den Fragen der Journalistin Melike Yasaroglu. Anschließend waren die Besucherinnen und Besucher an der Reihe. Von Gesundheitsversorgung und Klimaschutz bis hin zum Ehrenamt reichte die Themenpalette, zu der die drei Kandidaten ihre Positionen darlegten.

Hinweis: Wer die Podiumsdiskussion verpasst hat oder sie noch einmal im Re-Live verfolgen möchte, findet am Ende dieses Berichts das YouTube-Video mit der vollständigen Aufzeichnung.

Erwartungen der Besucherinnen und Besucher

Das Interesse an der Veranstaltung war bereits vor Beginn groß. Vor dem Eingang des Restaurants bildete sich eine lange Schlange. Viele der Besucherinnen und Besucher wollten vor allem eines: sich selbst ein Bild von den drei Kandidaten machen.

Dazu gehörte auch Dietmar Helbig. Von einem künftigen Landrat erwartet er Fachwissen und Kompetenz. Die Diskussion sollte ihm dabei helfen, einzuschätzen, welcher der Kandidaten diese Eigenschaften am ehesten mitbringt. Auch Joel Söffker aus Eschershausen wollte genauer hinschauen: „Ich habe Interesse daran, wie die Kandidaten rhetorisch aufgestellt sind.“ Eine Diskussion mit etwas mehr „Feuer“ würde er dabei begrüßen.

Bereits vor dem Einlass um 18:30 Uhr bildete sich eine lange Schlange vor dem Eingang zum „Marktplatz Restaurant Schwager“ – das Interesse an der Podiumsdiskussion war enorm.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher warteten schon vor Veranstaltungsbeginn auf den Einlass und sorgten für großen Andrang bei der Weser-Ith News-Podiumsdiskussion.
Klare Antworten statt einstudierter Floskeln

Carmen Brüning und Petra Warnecke aus Holzminden gingen ebenfalls mit dem Wunsch nach mehr Orientierung in den Abend. Beide kennen die Kandidaten bislang nicht und wollten deshalb genauer zuhören. Von einem Landrat erwarten sie klare Ansagen, Organisations- und Durchsetzungsfähigkeit, Offenheit sowie den Blick über den Tellerrand.

Ein Wunsch zog sich dabei durch viele Gespräche: Die Besucherinnen und Besucher wollten glaubwürdige und konkrete Antworten statt einstudierter Floskeln. „Durch Wahlplakate alleine kann man sich kein Bild machen, wir wollen bei der Diskussion klare und konkrete Aussagen hören“, sagt die junge Freundesgruppe um Stefanie Dorendorf, Justin und Johanna. Für sie sollte ein Landrat bürgernah, zeitgemäß und tolerant sein – und vor allem eine Frage im Blick behalten: „Was brauchen wir?“

Nahbarkeit und Führungskompetenz gefragt

Auch Ute und Norbert Rohde wollten erleben, wie sich die drei Kandidaten auf der Bühne präsentieren. Dabei ging es ihnen ebenfalls um Nahbarkeit. Besonders positiv fiel ihnen der große Andrang auf. „Es ist schön, dass so viele hier sind, wir brauchen das.“

Klare und faktenbasierte Antworten erwarteten auch Christian Püttcher und Petra Brychcy aus Holzminden. Ihr Interesse galt insbesondere den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Gesundheit. „Ein Landrat sollte souverän erscheinen, Führungskompetenz aufweisen und eine Verbundenheit zum Landkreis haben“, betonen beide. Dass sich so viele Menschen für die Veranstaltung interessierten, freute sie besonders – ebenso wie der Anteil junger Besucherinnen und Besucher.

Nicht alle waren noch unentschlossen

Für einige stand die Wahlentscheidung bereits fest. Matthias Adler etwa wusste nach eigenen Angaben schon, wem er am 13. September seine Stimme geben möchte. Trotzdem wollte er die drei Kandidaten noch einmal genauer erleben und beobachten, wie sie sich in der Diskussion schlagen.

Damit waren die Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichen Ausgangslagen in den Abend gegangen: Einige waren noch völlig offen, andere hatten ihre Entscheidung bereits getroffen. Wieder andere wussten zumindest, wem sie ihre Stimme keinesfalls geben würden. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Erwartungen an die Diskussion. Während manche davon ausgingen, dass sich ihre Meinung an diesem Abend kaum noch ändern werde, wollten andere die Gelegenheit nutzen, sich erst einmal alle Positionen anzuhören.

Die Podiumsdiskussion beginnt

Um 19 Uhr ging es schließlich los. Nach der Vorstellung der drei Kandidaten eröffnete die Frage „Wenn Sie morgen Landrat würden, welche Themen würden Sie direkt angehen?“ die Diskussion. Rund eine Stunde lang ging es um unterschiedliche Herausforderungen, vor denen der Landkreis Holzminden steht. Allruth, Lange und Albrecht konnten dabei ihre politischen Schwerpunkte und Vorstellungen erläutern. Anschließend wechselte die Perspektive: Nun hatten die Besucherinnen und Besucher das Wort und konnten die Kandidaten direkt mit ihren Fragen konfrontieren.

Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die Interessen im Publikum waren. Eine Frage drehte sich um die Verantwortung, die mit der Leitung einer großen Verwaltung einhergeht: Trauen sich die drei Kandidaten zu, Chef einer solchen Verwaltung zu sein? Alle beantworteten die Frage mit einem klaren Ja.

Moderatorin Melike Yasaroglu (von links) führt durch die Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten Lukas Albrecht (AfD), Bjarne Allruth (SPD) und Uwe Lange (CDU).
Gespannt verfolgten die Besucherinnen und Besucher die Antworten der drei Landratskandidaten und nutzten den Abend, um sich ein eigenes Bild von ihren Positionen zu machen.
Bis auf den letzten Platz gefüllt: Die große Nachfrage nach der Podiumsdiskussion sorgte dafür, dass nicht alle Interessierten einen Platz im Veranstaltungsraum bekommen konnten.
Von Handwerk und Klimaschutz bis zur multikulturellen Gemeinschaft

Auch die Förderung der multikulturellen Gemeinschaft im Landkreis wurde thematisiert. Ein Besucher sprach zudem den Rückgang von Handwerksbetrieben an und wollte wissen, wie diese künftig unterstützt werden könnten. Beim Thema Klimaschutz ging es unter anderem um die Frage, wie Regenwasser künftig stärker genutzt werden könnte.

Deutlich kontroverser wurde es bei einer Frage an AfD-Kandidat Lukas Albrecht. Ein Besucher stellte dessen Aussagen den Werten seiner Partei gegenüber und hinterfragte, wie glaubwürdig seine Positionen vor diesem Hintergrund seien. Gleichzeitig bemängelte er, bei Albrecht konkrete Vorstellungen zur Umsetzung seiner politischen Ziele vermisst zu haben.

Zuhören, vergleichen und abwägen: Im Publikum wurden die Aussagen von Uwe Lange, Bjarne Allruth und Lukas Albrecht aufmerksam verfolgt – schließlich steht am 13. September die Entscheidung über den künftigen Landrat an.
Krankenhaus sorgt für kontroverse Nachfrage

Auch Bürgermeister Christian Belke konfrontierte Albrecht mit einer konkreten Nachfrage. Belke zeigte sich angesichts des Optimismus des AfD-Kandidaten zum möglichen Wiederaufbau des Krankenhauses in Holzminden verwundert. Er selbst habe damals zahlreiche Gespräche geführt, um das Krankenhaus zu retten, und verwies auf die hohen Kosten, die allein für die Erfüllung der Brandschutzauflagen anfallen würden. Seine Frage an Albrecht: Wie solle ein solches Vorhaben gegenfinanziert werden – und was lasse ihn glauben, dass er es besser machen könne?

Das Fazit der Besucherinnen und Besucher

Nach zweieinhalb Stunden endete die Veranstaltung. Bei den Besucherinnen und Besuchern fiel das Fazit überwiegend positiv aus. Jutta Klüber-Süßle und Ruth Koßmann lobten insbesondere die Vorbereitung der Moderatorin: „Ich fand die Veranstaltung sehr gut. Die Moderatorin war super und hat richtigerweise immer wieder auf die Unterschiede zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik aufmerksam gemacht.“

Auch Michael Kroggel nahm einen positiven Eindruck mit: „Ich fand es wirklich sehr interessant. Ich fühle mich besser und klarer aufgestellt für die anstehende Wahl.“

Wer die Antworten und Positionen der drei Landratskandidaten noch einmal nachvollziehen möchte, kann sich die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion auf YouTube ansehen.

 
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Lesedauer: 3 Minuten
Landkreis Holzminden

Holzminden/Höxter (red). Am Wochenende, 29. und 30. August, bietet sich die besondere Gelegenheit, mit einer wahren Luftfahrtlegende vom Flugplatz Höxter-Holzminden das Weserbergland aus der Vogelperspektive zu erkunden. Die Dornier Do 27, Deutschlands erstes in Serie gebautes Nachkriegsflugzeug, feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag. 627 Flugzeuge wurden gebaut und waren weltweit für militärische oder zivile Zwecke im Einsatz.

Berühmte Do 27 von Bernhard Grzimek

Das berühmteste Flugzeug dieser Art war die Do 27 mit dem Kennzeichen D-ENTE von Prof. Bernhard Grzimek in Zebra-Lackierung. Er und sein Sohn nutzten das Flugzeug für ihre Forschungsarbeit zum Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“, der als erster Nachkriegsfilm mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Die Do 27 ist auf befestigten Pisten Europas genauso zu Hause wie auf unvorbereiteten Pisten in Afrika, Grönland, Südamerika oder Papua-Neuguinea. Durch immer höhere Kosten und seltener werdende Ersatzteile ist die Anzahl der weltweit fliegenden Do 27 auf unter 50 gesunken.

Zwei Do 27 und ein Düsenjäger am Flugplatz

Am letzten Augustwochenende bietet sich auf dem Flugplatz Höxter-Holzminden die Gelegenheit, mindestens zwei dieser Legenden und einen von Dornier in Lizenz gebauten Düsenjäger G91 aus nächster Nähe zu bestaunen und mehr über das Projekt Dornier Flying Legends zu erfahren.

Der Verein Do27 Gandersheim e. V. steht dabei zur Verfügung, um den Traum vom Fliegen zu erfüllen. Geflogen wird je nach Bedarf zwischen 10 und 19 Uhr. Nach Vereinsangabe ist eine Anmeldung im Vorfeld nicht möglich und erfolgt vor Ort. Pro Flug können bis zu fünf Personen teilnehmen und die Kosten pro Person belaufen sich auf 70 Euro.

Darüber hinaus verwöhnt das Café am Räuschenberg die Gäste mit selbstgemachten Torten und Waffeln.

Foto: Philipp Prinzing