Tippelt, Allruth und Rode besuchen drei Betriebe und sprechen über Herausforderungen im ländlichen Raum
Lesedauer: 6 Minuten
Bodenwerder-PolleBeim Besuch des Weserbergland-Campings in Heinsen erhielten die Gäste der SPD Einblicke in die Entwicklung des unmittelbar an der Weser gelegenen Campingplatzes.
Bodenwerder (red). Im Rahmen ihrer Sommerreise hat die heimische Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt gemeinsam mit dem SPD-Landratskandidaten Bjarne Allruth und Samtgemeindebürgermeisterkandidaten Sebastian Rode drei Betriebe im Bereich Bodenwerder besucht. Im Mittelpunkt standen dabei die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen, Investitionen in die Zukunft und die Herausforderungen, vor denen Betriebe im ländlichen Raum stehen.
Einblicke in die Lederproduktion
Erste Station war HELLER-LEDER in Hehlen. Bei einem Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in die verschiedenen Produktionsschritte einer vollstufigen Gerberei und in die Investitionen, die in den vergangenen Jahren am Standort vorgenommen wurden. Das Unternehmen beschäftigt in Hehlen mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und produziert Leder unter anderem für die Automobil- und Möbelindustrie. Nach eigenen Angaben ist HELLER-LEDER die letzte größere vollstufige Gerberei Deutschlands, die Leder für die Automobilindustrie produziert, und zugleich eine der letzten beiden für den Möbelbereich.
Beim Besuch von HELLER-LEDER in Hehlen erhielten die Gäste der SPD Einblicke in die Produktion und die Investitionen am Standort.
Dabei investiert das Unternehmen weiter kräftig in seinen Standort. Rund zwei Millionen Euro fließen nach Unternehmensangaben jährlich in neue Anlagen und Verbesserungen. Ein Schwerpunkt liegt unter anderem auf mehr Energieeffizienz und einem geringeren Einsatz von Chemikalien. Im Gespräch ging es zugleich um die Rahmenbedingungen für Investitionen und die Frage, wie Genehmigungsverfahren und bürokratische Anforderungen für Unternehmen praktikabler gestaltet werden können.
„HELLER-LEDER zeigt eindrucksvoll, dass Tradition und moderne Produktion kein Gegensatz sind. Hier wird seit vielen Jahren erfolgreich produziert und gleichzeitig kontinuierlich in neue Technik, Nachhaltigkeit und die Zukunft des Standortes investiert. Solche Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und den notwendigen Spielraum, um sich weiterentwickeln zu können“, betonte Tippelt.
Zweite Station in Bodenwerder-Kemnade
Weiter ging es zum Rohloff Betonsteinwerk & Gartentechnik in Bodenwerder-Kemnade. Das 1952 gegründete Unternehmen ist mit der Herstellung von Beton- und Natursteinprodukten groß geworden und beliefert bis heute Händler und regionale Baumärkte. Produziert werden unter anderem Baustoffe für den Garten- und Landschaftsbau sowie für Entwässerungs- und Kanalbaumaßnahmen.
Gleichzeitig entwickelt Geschäftsführer Marc Rohloff mit dem Bereich Gartentechnik ein zweites Standbein kontinuierlich weiter.
„Gerade die mittelständischen Betriebe sind ein Rückgrat unseres Landkreises. Bei Rohloff sieht man sehr gut, wie ein traditionelles Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt und moderne Technologien für sich nutzt. Entscheidend ist, dass wir auch künftig gute Voraussetzungen für solche Unternehmen und für attraktive Arbeitsplätze in unserer Region schaffen“, erklärte Bjarne Allruth.
Beim Besuch von Rohloff Betonsteinwerk & Gartentechnik in Bodenwerder-Kemnade informierten sich die Gäste über die verschiedenen Geschäftsfelder des Unternehmens.
Tourismus an der Weser
Den Abschluss der Tour bildete das Weserbergland-Camping in Heinsen. Sandra Zeuner und Dennis Meyer führten über den unmittelbar an der Weser gelegenen Platz, der rund 128 Stellplätze sowie eine Zeltwiese bietet. Der Campingplatz zieht Gäste aus Deutschland und zahlreichen europäischen Ländern an und wurde 2026 mit einem ACSI-Award ausgezeichnet und damit unter die besten 40 Campingplätze Deutschlands gewählt.
Im Gespräch wurde deutlich, welchen Stellenwert Camping und Tourismus inzwischen für die Region haben. Neben der Entwicklung des Platzes ging es deshalb auch um die touristische Infrastruktur rund um Heinsen und die Frage, wie die Attraktivität für Gäste dauerhaft gesichert werden kann.
Gespräche direkt vor Ort
„Unsere Sommerreise lebt davon, direkt vor Ort zuzuhören und zu sehen, was die Menschen und Unternehmen beschäftigt“, fasste Tippelt zusammen. „Ob Industrie, Handwerk oder Tourismus: Die drei Besuche haben erneut gezeigt, wie vielseitig und leistungsfähig unsere Region ist. Vielen Dank an alle Betriebe für die offenen Gespräche und die spannenden Einblicke.“
Fotos: Büro Tippelt
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Ein Team, ein Ziel: XLETIX begeistert tausende Teilnehmer im Mammutpark
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Landkreis Holzminden
Stadtoldendorf (ber). Am Samstag, 15. August, kämpften sich etwa 5.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Schlamm im Stadtoldendorfer Mammut Park. Die jährliche „XLETIX“-Challenge war zu Gast in Stadtoldendorf. Auf Strecken von bis zu 18 Kilometern mit bis zu 35 Hindernissen geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um Spaß und Teamgeist. Eine Rangliste gibt es nicht. Ganz nach dem Motto der Parcoursserie: „Ein Team, Ein Ziel“.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zwischen drei Varianten wählen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Wahl zwischen drei verschiedenen Streckenlängen. Auf der „FUN“-Route warteten sechs Kilometer und 15 Hindernisse. Für „XLETIX“-Neulinge bietet sie den perfekten Einstieg. Die „Adventure“-Strecke forderte die Athletinnen und Athleten schon deutlich mehr heraus: Zwölf Kilometer und 25 Hindernisse mussten hier bewältigt werden. Für die besonders extremen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es die passende „Extreme“-Variante: 18 Kilometer mit insgesamt 35 Hindernissen, die den Läuferinnen und Läufern alles abverlangten. Ein Team kann dabei zusammen starten und sich später im Lauf aufteilen, um die verschiedenen Distanzen zu laufen.
Mit Teamgeist durch den Parcours
Die Schlammschicht von Kopf bis Fuß gehörte ebenso zum Erlebnis wie das ununterbrochene Anfeuern innerhalb der Teams. Wer ein Hindernis auslassen wollte, konnte dies mit 15 Burpees, einer Kombination aus Liegestütz und Strecksprung, tun.
Unterwegs wurden die Athletinnen und Athleten mit Produkten der Kooperationspartner des Laufes, MaxiNutrition und VILSA, sowie frischem Obst versorgt. Nach den langen Kilometern durch den Schlamm konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer endlich auf die Zielgerade abbiegen. Lautstark wurden sie im Ziel begrüßt.
Finisherfoto und Shirt hinter der Ziellinie
Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt hinter der Ziellinie ihr persönliches Finisherfoto gemacht hatten, konnte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer, die beziehungsweise der es ins Ziel geschafft hatte, sein „Finisher2026“-Shirt abholen.
Die „XLETIX“-Challenge gilt als die führende Hindernislaufserie Europas. Mit sechs Stationen in Deutschland und einem Event in Tirol begeistert das Format Jahr für Jahr zehntausende Sportbegeisterte. Seit der Gründung im Jahr 2013 hat sich das ehemalige Start-up zu einer festen Größe in der Sport- und Eventszene entwickelt. Allein im vergangenen Jahr nahmen fast 50.000 Läuferinnen und Läufer teil.
Stadtoldendorf gehört zu den kleinsten Stationen
Stadtoldendorf ist dabei eine der kleinsten Stationen. Das größte Event findet in Berlin mit bis zu 14.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Anders als in den letzten Jahren ist der Campingplatz „XLETIX Village“ dieses Jahr auch in Stadtoldendorf ordentlich gefüllt. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum „Base-Camp“. Camperinnen und Camper können hier von Freitag bis Sonntag übernachten.
{gallery}2026/Galerie/Xletix{/gallery} Fotos: ber
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