Nach Drogenfund in Polle: Weitere Razzien führen zu Festnahmen und 55 Kilogramm Cannabis
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Bodenwerder-Polle
Polle (red). Im Zuge der Ermittlungen zu einer illegal betriebenen Cannabis-Indooranlage in einer ehemaligen Gaststätte in Polle hat die Polizei am Donnerstag, 2. Juli, neben dem Objekt in Polle sechs weitere Durchsuchungen in Hildesheim, Lehrte, Seelze und Hannover durchgeführt. Die Maßnahmen erfolgten auf Grundlage richterlicher Beschlüsse, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim vom Amtsgericht Hildesheim erlassen worden waren.
Weitere Festnahmen bei Durchsuchungen
In der ehemaligen Gaststätte in Polle stellten die Einsatzkräfte eine professionell eingerichtete Cannabis-Indoorplantage fest. Dort wurden rund 400 Cannabispflanzen sowie etwa 20 Kilogramm bereits geerntete Cannabisblüten sichergestellt. Drei Männer wurden vorläufig festgenommen. Einer von ihnen versuchte zunächst zu fliehen, konnte jedoch in unmittelbarer Nähe gestellt werden.
Bei den sechs weiteren Durchsuchungen nahmen die Einsatzkräfte zwei weitere Männer vorläufig fest. Zudem wurden nach derzeitigem Stand etwa 35 Kilogramm bereits geerntetes Cannabis, mindestens 40.000 Euro Bargeld sowie weitere Beweismittel sichergestellt.
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Haftbefehle gegen alle Beschuldigten
Insgesamt wurden damit fünf Männer im Alter von 18 bis 34 Jahren vorläufig festgenommen. Die Polizei korrigiert damit die in ihrer Erstmeldung genannte Altersspanne von 24 bis 54 Jahren.
Nach derzeitigem Stand stellten die Einsatzkräfte rund 400 Cannabispflanzen, etwa 55 Kilogramm bereits geerntetes Cannabis, mindestens 40.000 Euro Bargeld sowie weitere Beweismittel sicher.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurden die fünf Beschuldigten am Freitagnachmittag, 3. Juli, dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Gegen alle fünf Männer wurden Haftbefehle erlassen und in Vollzug gesetzt. Anschließend wurden sie in Justizvollzugsanstalten gebracht.
Foto: rus
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Landratswahl in Holzminden: Bjarne Allruth (SPD), Uwe Lange (CDU) und Lukas Albrecht (AfD) treffen bei Weser-Ith News aufeinander
Lesedauer: 4 Minuten
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Holzminden (mhn). Am 13. September 2026 sind Kommunalwahlen in Niedersachsen. Im Landkreis Holzminden entscheiden die Wählerinnen und Wähler, wer künftig als Landrat an der Spitze des Landkreises stehen und die Nachfolge von Michael Schünemann antreten soll.
Rund drei Wochen vor der Wahl – am Montag, 24. August – veranstaltet die Weser-Ith News eine öffentliche Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten Bjarne Allruth (SPD), Uwe Lange (CDU) und Lukas Albrecht (AfD). Die Kandidaten werden sich ab 19 Uhr im Restaurant „Marktplatz Schwager“ in Holzminden den Fragen von Moderatorin Melike Yasaroglu stellen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei – Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Der Zugang zum Kaufhaus Schwager, in dem sich das Restaurant „Marktplatz Schwager“ befindet, erfolgt über einen Nebeneingang links neben dem Haupteingang im Bereich des „Haarmannplatzes“. Eine entsprechende Beschilderung vor Ort weist den Weg.
Zukunft des Landkreises im Mittelpunkt
Die Landratskandidaten werden sich in der rund 90-minütigen Veranstaltung zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Landkreises Holzminden äußern, politische Schwerpunkte vermitteln und ihre Zielsetzungen für die Menschen im Landkreis Holzminden erklären.
Zum Ende der moderierten Diskussion können auch Zuschauerinnen und Zuschauer eigene Fragen stellen.
Begrenzte Anzahl an Zuschauerplätzen
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Podiumsdiskussion vor Ort zu verfolgen. Hierfür steht eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen im „Marktplatz Schwager“ zur Verfügung. Eine vorherige Anmeldung ist nicht möglich – die Sitzplätze werden nach dem Prinzip „First come, first served“ vergeben.
Das Catering mit Snacks und Getränken übernimmt das Team des „Marktplatz Schwager“.
Das Restaurant „Marktplatz Schwager“ in Holzminden ist Veranstaltungsort.
Weser-Ith News zeichnet Diskussion auf
Die moderierte Podiumsdiskussion wird von der Weser-Ith News in Bild und Ton aufgezeichnet. Die Aufnahmen werden anschließend auf der Webseite sowie über die Social-Media-Kanäle der Weser-Ith News veröffentlicht.
So können sich auch Bürgerinnen und Bürger, die nicht vor Ort dabei sein können, über die Positionen der Landratskandidaten informieren.
Hinweis zur Aufzeichnung der Veranstaltung
Mit dem Besuch der Veranstaltung erklären sich die Besucherinnen und Besucher damit einverstanden, dass sie gegebenenfalls auf Bild- und Tonaufnahmen der Weser-Ith News zu sehen beziehungsweise zu hören sind. Die Aufnahmen werden anschließend auf der Webseite sowie über die Social-Media-Kanäle der Weser-Ith News veröffentlicht
Foto: Marktplatz Schwager
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Rat entscheidet über zwei Abberufungen: Fischer verliert Amt, Bandke bleibt Bürgermeister
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.
Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.
Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.
Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt
Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.
Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.
Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht
Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.
Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.
Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers
Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.
Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.
Fotos: awin
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