Bevern (red). Bündnis 90/Die Grünen bewirbt sich mit drei Kandidierenden für den Samtgemeinderat Bevern bei der kommenden Kommunalwahl am 13. September. Die Liste wird angeführt von Camila Beatrix Gabriel aus Negenborn. Sie wirbt für „lebenswerte Dörfer“.
Lebenswerte Dörfer bedeuteten für sie insbesondere verlässliche Mobilität, eine gesunde Umwelt und gute Bildung vor Ort: „Mit verlässlicher Mobilität meine ich nicht nur den Erhalt und Ausbau des ÖPNV, sondern auch gepflegte Straßen sowie ausgebaute und sichere Rad- und Gehwege. Eine gesunde Umwelt nützt jedem und jeder kann einen Teil dazu beitragen.“
Gabriel setzt auf Mobilität, Umwelt und Bildung
Auf kommunaler Ebene sieht sie den Beitrag beispielsweise in dem behutsamen, gezielten Ausbau erneuerbarer Energien und der umweltfreundlichen Pflege von Grünflächen. Gute Bildung vor Ort sei für sie eine der wichtigsten kommunalen Aufgaben. Daher seien ihr der Erhalt und die Förderung der Schulen und Kitas ein besonderes Anliegen.
„Negenborn und die Region sind meine Heimat. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und zum Ende meines ersten Studienabschlusses zurückgekehrt. Denn wie viele hier liebe ich das Leben auf dem Land. Daher möchte ich mich nun für Lebensqualität für jedes Alter in unseren Dörfern einsetzen“, bekräftigt Gabriel ihre Kandidatur.
Studium und politische Motivation
„Eigentlich war ich nie ganz weg aus der Region“, ergänzt sie, denn während ihres Erststudiums in Sankt Augustin bei Bonn sei sie am Wochenende im gesamten Landkreis Holzminden als Lokal- und Sportreporterin unterwegs gewesen. Bereits parallel zum Abschluss in Technikjournalismus mit der Studienrichtung Ingenieurwissenschaften habe sie sich nach weiteren Angaben für eine dauerhafte Rückkehr nach Negenborn und ein Zweitstudium in Politikwissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Göttingen entschieden. Auch einen dritten Bachelor in Philosophie und Soziologie konnte sie derweil nach eigenen Angaben erfolgreich abschließen und kann sich mit zwei laufenden Masterstudiengängen und einem Teilzeitjob offensichtlich nicht über zu viel Freizeit beschweren.
Sie erklärt daher: „Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Politik aus einer beobachtenden und wissenschaftlichen Perspektive. In der Wissenschaft sehe ich meine berufliche Zukunft – dafür studiere und arbeite ich. Gleichzeitig rückt es auch in mein Bewusstsein, dass Demokratie kein Automatismus ist und das Vertrauen vermehrt bröckelt. Demokratie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, politische Entscheidungen legitim, also berechtigt, nachvollziehbar und für das Gemeinwohl, zu treffen. Dafür möchte ich mit meinen Kandidaturen für den Samtgemeinderat Bevern, den Gemeinderat Negenborn und den Kreistag meinen Beitrag leisten.“
Rabenhold will neue Wahlheimat mitgestalten
Für lebenswerte Dörfer möchte sich auch der Listenplatzzweite Felix Rabenhold künftig einsetzen und seine neue Wahlheimat im Samtgemeinderat und Gemeinderat Bevern aktiv mitgestalten. Gebürtig aus Nordhausen in Thüringen hat sich der Programmierer mit einem Haus in Bevern bewusst für einen dauerhaften Lebensmittelpunkt in der Region entschieden: „Ich bin hergezogen wegen der wundervollen Landschaft, der freundlichen Menschen, der starken Industrie und des Potenzials, hier ein schönes Leben gemeinsam mit meiner Frau aufzubauen.“
Besonders wichtig sei ihm, die Region zukunftssicher aufzustellen: mit Attraktivität für die Jugend und Lebensqualität für die Älteren sowie der Vorbereitung auf klimabedingte Extreme, seien es harte Winter oder trockene Sommer.
Schenk setzt auf erneuerbare Energien und Nahverkehr
Auch für den Dritten auf der Liste, Christoph Schenk, ist das Weserbergland neue Wahlheimat: „Geboren bin ich in Köln und war dort bis zur Rente in verschiedenen Behörden und als selbständiger Rechtsanwalt tätig. Meine geliebte Heimatstadt hat mich mit ihrem übermäßigen Autoverkehr und der Großstadthektik zunehmend belastet.“
In der Region schätzten er und seine Frau die liebliche Landschaft und Ruhe. Zudem hätten sie in Warbsen ihren Wunsch nach Wohnen in einem Fachwerkhaus und naturnaher Gartenarbeit erfüllen können. „Außerdem sind wir sehr glücklich über die offenherzige Aufnahme und tolle Unterstützung, die wir von unserer neuen Nachbarschaft erfahren haben“, ergänzt Schenk.
Bereits seit den 1980ern engagiere er sich bei den Grünen für eine Politik, die das soziale Miteinander ins Zentrum rücke. Wichtig seien ihm der Ausbau von erneuerbaren Energien und der öffentliche Nah- und Fernverkehr: „Mit meiner Kandidatur für den Samtgemeinderat möchte ich die Schwerpunkte grüner Politik vor Ort stärken.“
Austausch bis zur Kommunalwahl
„Gemeinsam mit dem Kreisverband stehen wir am Stand der Grünen jeden Samstagvormittag bis zur Wahl in der ‚Oberen Straße‘ in Holzminden und laden jeden herzlich zu einem freundlichen Austausch mit uns ein“, betont das Kandidatenteam für den Samtgemeinderat Bevern.
Foto: Bündnis 90/Die Grünen