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Warburg

Warburg (red). Am Wochenende 14.-16.08.2026 wird in der Warburger Altstadt Geschichte lebendig. Dafür werden zahlreiche Straßen gesperrt und Busse umgeleitet.

Alljährlich am zweiten Wochenende im August feiert die fast 1000-jährige Hansestadt Warburg von Freitag bis Sonntag das Kälkenfest. Sein Name leitet sich von den Kalkgruben der Gerber ab, die früher vor den Altstadtmauern an der Diemel angelegt waren.

Bürgerspiele in historischen Kostümen

In den Bürgerspielen wird die Geschichte von Stadt und Region Warburg lebendig. Die Gründung der Stadt, Hansezeit, Belagerung durch den Tollen Christian, mittelalterliche Gerichtsszenen und Umzüge in historischen Kostümen, gespielt und dargestellt von Warburger Bürgern, machen das Fest zu einem besonderen Erlebnis.

Das aktuelle Programm des Kälkenfestes können Sie auf der Website des ausrichtenden Heimat- und Verkehrsvereins Warburg herunterladen:

heimat-und-verkehrsverein-warburg.de/kälkenfest

Der zentrale Veranstaltungsort ist der Altstädter Marktplatz. Auf diesem werden die Bühne für die Bürgerspiele sowie verschiedene Marktstände aufgebaut. Dafür müssen der Marktplatz und die Straße Am Markt bereits ab Donnerstag, 13.08.2026, 08:00 Uhr voll gesperrt werden.

Altstadtmarkt ab Donnerstag gesperrt - umliegende Straßen ab Freitag

Die folgenden Straßen werden erst mit Beginn des Markttreibens am Freitag, den 14.08.2026, 18:00 Uhr für den motorisierten Verkehr (ausgenommen Anlieger und Taxi) gesperrt:

  • Bernhardistraße (L552) ab Einmündung Eisenhoitgasse
  • Klockenstraße (K11) ab Einmündung Delbrückstraße
  • Lange Straße (L552) ab Einmündung An der Mauer

Der Verkehr aus Richtung Calenberg und Wormeln wird von der Langen Straße (L552) kommend über die Straße An der Mauer und die Vikariegasse zur Bernhardistraße (L552) umgeleitet. Der Verkehr aus Richtung Burggraben wird von der Klockenstraße (K11) kommend über die Delbrückstraße zur Langen Straße (L552) umgeleitet.

Umleitungen, Einbahnstraßen, Fahr- & Halteverbote

Zur besseren Verkehrsabwicklung sind in dieser Zeit in folgenden Straßen Einbahnstraßenregelungen eingerichtet:

  • Dellbrückstraße
  • An der Mauer
  • Vikariegasse
  • Eisenhoitgasse
  • Büssengasse

Zur Aufrechthaltung der Rettungswege werden in den Straßen Schwerte, Angertwete und Johannistorstraße Halteverbote eingerichtet.

Die Durchfahrt der Altstadt auf den Landes- & Kreisstraßen ist für den Schwerverkehr mit Lkw während des Kälkenfestes im Bereich zwischen Johannistorstraße und Neuem Tor verboten. Entsprechende Vorhinweise für den Durchgangsverkehr werden am Abzweig vom Autobahnzubringer nach Wormeln sowie in der Kasseler Straße aufgestellt.

Mobile Radabstellanlagen in Kooperation mit Kreis Höxter

Für die zahlreichen Besucher, die das Kälkenfest mit dem Fahrrad ansteuern, werden erstmals mobile Radabstellanlagen in Kooperation mit dem Kreis Höxter vor Ort aufgebaut. Entsprechende Wegweiser leiten Radfahrerinnen und Radfahrer von Diemel- & Twisteradweg zu den Abstellanlagen direkt am Marktplatz.

In der Bernhardistraße wird gegenüber der Büssengasse ein temporärer Taxistand eingerichtet.

An- & Abreise mit dem Bus

Auch mit dem öffentlichen Personennahverkehr ist das Kälkenfest problemlos zu erreichen. Allerdings kann aufgrund der Straßensperrungen die Bushaltestelle "Warburg-Altstadt" leider nicht bedient werden. 

Festbesucher können stattdessen neben dem ZOB Warburg auch die Haltestellen Paderborner Tor, Neustadtkirche, Amtsgericht und Kasseler Straße in der Warburger Neustadt benutzen.

Busse des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) auf der Linie 120 Wolfhagen - Breuna - Warburg werden ab der Haltestelle "Calenberg-Abzweig Burg" non-Stop zum ZOB Warburg umgeleitet. Die Haltestellen Dorfstraße und Feuerlöschteich in Calenberg sowie Am Runden Berg, Calenberger Straße und Eisenhoitschule in Warburg können aufgrund des geänderten Fahrwegs leider ebenfalls nicht bedient werden. Die angepassten Abfahrtszeiten der Linie 120 sind in der Online-Auskunft des NVV hinterlegt: nvv.de

Die Stadtbusse von "Hochstift bewegt" auf der Linie W3 Volkmarsen - Warburg werden ab der Haltestelle "Warburg-Wormelner Str." ohne Zwischenhalt zum ZOB Warburg umgeleitet. Außer dem bereits aufgeführten Halt "Warburg-Altstadt" entfallen keine weiteren Stationen.

Der Bürgerbus Warburg auf der Linie 508 verkehrt am Samstag, 15.08.2026, infolge der Sperrung von Bernhardistraße und Lange Straße nur bis zur Haltestelle „Johannistorstraße“. Die Haltestellen „Altstadt“, „Calenberger Straße“ und die Haltestellen auf der Schanze können nicht bedient werden.

Parkmöglichkeiten für Pkw

Ausreichende Parkmöglichkeiten für Pkw sind auf den folgenden Festparkplätzen vorhanden:

  • Parkplatz Diemelaue
  • Parkplatz Altstadtfriedhof
  • Parkplatz Schützenplatz
  • Parkplatz Göringsgraben/Bornebrede
  • Parkplatz Post
  • Kasseler Straße

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Lesedauer: 7 Minuten
Holzminden

Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.

Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.

Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko

„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.

„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.

Ausgespülte Bereiche werden sichtbar

Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.

Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.

„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.

Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.

Durchquerungen können schnell gefährlich werden

„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.

DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig

Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.

„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.

Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.

Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen

Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.

„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.

Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.

Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.

Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.

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