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Warburg
Oberst Alexander Rose, Spieß Rainer Schnückel, König Michael Zwirner, Kronprinz Christian Rose, 1. Vorsitzender Uwe Ahlemeyer

Calenberg (red). Tradition, Frohsinn und eine treffsichere Hand: Der Montag stand in Calenberg ganz im Zeichen des traditionellen Frühschoppens im Rahmen des diesjährigen Schützenfestes, zu dem der Schützenverein geladen hatte. In bester Stimmung feierten zahlreiche Gäste und Schützen ein gelungenes Fest, das von Ehrungen und einem packenden Wettkampf an der Schießanlage geprägt war.

​Bereits am Morgen zeigte sich die Holsterbachhalle bestens gefüllt. Der 1. Vorsitzende Uwe Ahlemeyer führte in gewohnt charmanter und humorvoller Weise durch das Programm, während die Oberwälder Musikanten aus Körbecke mit schwungvoller Blasmusik für die passende musikalische Untermalung und beste Frühschoppen-Atmosphäre sorgten.

​Ein besonderer Höhepunkt des Tages waren die Ehrungen verdienter und langjähriger Mitglieder. Oberst Alexander Rose freute sich, vor einer Kulisse aus zahlreichen Weggefährten und Gästen verdiente Schützenbrüder für ihre Treue zum Verein auszuzeichnen. Ein ganz besonderer Applaus galt dabei Willi Drescher: Er wurde für sein beeindruckendes 60-jähriges Königsjubiläum gebührend gefeiert – ein bewegender Moment, der die lange Tradition des Calenberger Schützenwesens eindrucksvoll unterstrich.

​Für pure Spannung sorgte zeitgleich das Königschießen an der Laserschießanlage des Vereins. Anwärter lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das schließlich in einem Stechen gipfelte. Am Ende bewies Christian Rose die ruhigste Hand und das beste Auge. Unter großem Jubel der Anwesenden sicherte er sich die Königswürde für das Jahr 2027. Bis zu seiner offiziellen Übernahme der Königskette fungiert er nun als stolzer Kronprinz des Vereins.

​Mit bester Laune, mitreißender Musik und der Vorfreude auf das kommende Schützenjahr klang der Calenberger Frühschoppen erst am späten Nachmittag aus.

Foto: Schützenverein Calenberg e. V.

Oberstleutnant Olaf Müller, Oberst Alexander Rose, Michael Busch (Sieger Vereinsschießen), Erich Laskowski (Sieger Vereinsschießen Altersabteilung), König Michael Zwirner, Wolfgang Laskowski (50 Jahre Vereinszugehörigkeit), Willi Drescher (König 1966), Ingo Rose (König 2001), 1. Vorsitzender Uwe Ahlemeyer


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Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu

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