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Warburg

Die Hansestadt Warburg gratuliert Dr. Heribert Schlinker herzlich zu seinem 90. Geburtstag. Bürgermeister Tobias Scherf würdigt den Jubilar als eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die das öffentliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben der Hansestadt über Jahrzehnte hinweg nachhaltig geprägt hat.

Bürgermeister und Gestalter des kommunalen Wandels

Dr. Heribert Schlinker wurde am 27. Juli 1936 geboren und übernahm 1968 in dritter Generation den elterlichen Kinobetrieb. Bereits ein Jahr später wählten ihn die Bürgerinnen und Bürger zum Bürgermeister der damaligen Stadt Warburg. Dieses Amt bekleidete er von 1969 bis 1974. Nach der kommunalen Neugliederung engagierte er sich weiterhin über viele Jahre hinweg im Rat der Stadt Warburg und war von 1984 bis 1989 stellvertretender Bürgermeister. In dieser Zeit setzte er wichtige Impulse für die Entwicklung Warburgs als Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturstandort und begleitete die Stadt in einer Phase tiefgreifender Veränderungen.

„Dr. Heribert Schlinker hat Verantwortung nie als bloßes Amt verstanden, sondern stets als Verpflichtung gegenüber den Menschen unserer Stadt. Sein Einsatz für Warburg war geprägt von Weitblick, Bürgernähe und dem festen Willen, die Zukunft unserer Heimat aktiv zu gestalten. Dafür gebührt ihm unser aufrichtiger Dank und höchste Anerkennung“, erklärt Bürgermeister Tobias Scherf.

Unternehmer mit Weitblick und Förderer der Kinokultur

Neben seinem kommunalpolitischen Wirken hat sich Dr. Heribert Schlinker als Unternehmer und Kulturförderer weit über die Grenzen Warburgs hinaus einen Namen gemacht. Die Geschichte der Kinofamilie Schlinker reicht bis ins Jahr 1914 zurück; seit 1926 ist der Name Schlinker untrennbar mit dem Kino in Warburg verbunden. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Kinobetriebe der Region. Mit dem Bau des Cineplex-Kinos am Oberen Hilgenstock im Jahr 1998 bewies Dr. Schlinker unternehmerischen Mut und strategische Weitsicht. Das moderne Multiplex-Kino sicherte den Kinostandort Warburg langfristig und wurde zu einem kulturellen Anziehungspunkt für die gesamte Region.

Besonders hervorzuheben ist sein Verständnis von Kino als Kulturort. Dr. Schlinker hat sich stets dafür eingesetzt, neben kommerziell erfolgreichen Filmen auch anspruchsvolle Filmkunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die von ihm begründete und bis heute fortgeführte Programmarbeit mit Filmkunstreihen, Sonderveranstaltungen, Schul- und Seniorenprogrammen hat das kulturelle Leben in Warburg nachhaltig bereichert. Die hohe Qualität dieses Engagements wird seit Jahrzehnten regelmäßig durch Auszeichnungen und Kinoprogrammpreise gewürdigt.

Einsatz für Gemeinwohl und wirtschaftliche Entwicklung

Während seiner 25-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit von 1969 bis 1994 prägte Dr. Heribert Schlinker die Entwicklung Warburgs maßgeblich. Als Mitbegründer der Bürger Union und Bürgermeister des damaligen Amtes Warburg-Land setzte er wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, insbesondere durch die Erschließung des Industriegebiets „Warburg-West/Lütkefeld“.

Nach der kommunalen Neugliederung gehörte Dr. Schlinker bis 1994 dem Rat der Stadt Warburg an, wo er als Fraktionsvorsitzender der Bürger Union sowie in verschiedenen Fachausschüssen seine Erfahrung und Fachkenntnis einbrachte. Von 1984 bis 1989 bekleidete er zudem das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters. Sein kommunalpolitisches Wirken war stets vom Gemeinwohlgedanken, einem konstruktiven Miteinander und der engen Verbundenheit mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger geprägt.

Initiator des Kulturpreises der Hansestadt Warburg

Ein besonderes Anliegen war Dr. Heribert Schlinker stets die Förderung des kulturellen Lebens in Warburg. Auf seine Initiative und die seiner Familie hin wurde im Jahr 2015 der Kulturpreis der Hansestadt Warburg ins Leben gerufen. Mit einer Kulturspende in Höhe von insgesamt 25.000 Euro schuf die Familie Schlinker die finanzielle Grundlage, um herausragende kulturelle Leistungen in der Hansestadt dauerhaft zu würdigen. Seitdem wurden bereits elf Warburger Kulturschaffende ausgezeichnet; erster Preisträger war im Jahr 2015 der inzwischen verstorbene Warburger Maler Bernd Heidenreich. Der jährlich ausgelobte Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich durch besondere Kreativität und ihr kulturelles Engagement in herausragender Weise verdient gemacht haben. Eine besondere Würdigung erfuhr Dr. Heribert Schlinker selbst im Jahr 2016, als ihm anlässlich seines 80. Geburtstages der Ehrenkulturpreis der Hansestadt Warburg verliehen wurde.

Bürgermeister Tobias Scherf betont: „Dr. Heribert Schlinker hat Warburg auf vielfältige Weise geprägt – als Bürgermeister, als Unternehmer und als leidenschaftlicher Kulturförderer. Er hat Generationen von Menschen unvergessliche Kinoerlebnisse ermöglicht und zugleich das kulturelle Profil unserer Stadt geschärft. Sein Lebenswerk steht für Heimatverbundenheit, Innovationskraft und bürgerschaftliches Engagement. Die Hansestadt Warburg gratuliert ihm von Herzen zum 90. Geburtstag und wünscht ihm Gesundheit, Glück und weiterhin viele schöne Momente im Kreise seiner Familie.“

Landrat Michael Stickeln schließt sich den Glückwünschen des Bürgermeisters an:
„Dr. Heribert Schlinker und seine Familie haben nicht nur Filme gezeigt. Sie haben Menschen zusammengebracht, Generationen unvergessliche Kinoerlebnisse geschenkt und gleichzeitig - vor allem auch durch das Initiieren einer Stiftung für den jährlich ausgelobten städtischen Kulturpreis - das kulturelle Leben unserer Region bereichert. Als ehrenamtlicher Bürgermeister unserer geliebten Hansestadt hat er von 1969 bis zur kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 die Weichen gestellt. Er hat Warburg in entscheidend geprägt und damit den Weg aller Bürgermeister nach sich geebnet – auch meinen. Sein Lebenswerk ist untrennbar mit Warburg verbunden.“

Die Hansestadt Warburg dankt Dr. Heribert Schlinker für sein außergewöhnliches Wirken und seine bleibenden Verdienste um die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger.

Foto: Stadtarchiv Warburg


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Holzminden. Authentische persische Küche bereichert das gastronomische Angebot in der Holzmindener Innenstadt. In der RudBar an der „Oberen Straße“ serviert Sunny traditionelle Gerichte aus seiner Heimat und lädt Gäste dazu ein, neue Aromen und Spezialitäten kennenzulernen.

Seit mehr als 30 Jahren steht Sunny am Herd. Mit dem eigenen Restaurant hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt: persische Speisen frisch zuzubereiten und den Gästen die kulinarische Vielfalt des Landes näherzubringen.

Das Angebot richtet sich an Besucher, die zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen etwas Neues ausprobieren möchten. Die RudBar ist mittwochs und donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr geöffnet.

 

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Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu

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