Erd-Charta-Schule verabschiedet 136 Absolventinnen und Absolventen mit bewegender Abschlussfeier
Lesedauer: 8 Minuten
Warburg
Warburg (red). Ein besonderes Kapitel endete für 136 Schülerinnen und Schüler der Erd-Charta-Schule. Nach dem Gottesdienst in der Neustadtkirche wurden die Jugendlichen der städtischen Sekundarschule mit Teilstandort Borgentreich in einer feierlichen Zeremonie in der Stadthalle Warburg offiziell verabschiedet. Unter dem Motto „With a little help from our friends“ blickten die Absolventinnen und Absolventen, Lehrkräfte und Angehörigen gemeinsam auf eine prägende Schulzeit zurück.
Schulleiterin Frau Güthoff griff in ihrer Ansprache das diesjährige Motto auf und betonte dessen Bedeutung für den Lebensweg der jungen Menschen. „Das Motto ist weit mehr als nur ein Songtitel. Es spiegelt die Kraft der Freundschaft, den Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft und die fundamentale Erkenntnis wider, dass man gemeinsam stärker ist als allein“, so Güthoff. Sie lobte die Absolventinnen und Absolventen für ihren Einsatz und ermutigte sie, auch künftig auf die Unterstützung ihrer Mitmenschen zu vertrauen und selbst ein guter Freund für andere zu sein.
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Erfolgreiche Abschlüsse und musikalische Höhepunkte
Dabei unterstrich sie auch den Erfolg der erreichten Abschlüsse des Jahrgangs: Neben neun Schülerinnen und Schülern im Bildungsgang Lernen erreichten 40 Prozent den Erweiterten Ersten Schulabschluss (EESA), 30 Prozent den Mittleren Schulabschluss (MSA) und 22 Prozent den Mittleren Schulabschluss mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe (MSA-Q).
Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Chor des Teilstandorts Borgentreich sowie den Schülerinnen und Schülern der Klassen 10e und 10f unter der Leitung von Musiklehrerin Frau May. Sie verliehen der Veranstaltung mit ihren Beiträgen einen besonders feierlichen und emotionalen Rahmen. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war die Interpretation des Liedes „Shallow“ durch Kornelia Dabkowska und Alexander Drephal.
Auch die Schülersprecherin Carina Khudida Ido und Schülersprecher Connor Schrandt richteten im Namen des Abschlussjahrgangs Dankesworte an die Schule. Sie blickten auf die gemeinsame Zeit zurück und dankten der Lehrerschaft sowie allen Wegbegleitern, die sie in den vergangenen Jahren unterstützt, gefordert und gefördert hatten.
Glückwünsche aus Politik und Schule
Ebenfalls erwies die Kommunalpolitik den Schulabgängerinnen und Schulabgängern die Ehre. In Vertretung der Bürgermeister der Hansestadt Warburg, Tobias Scherf, und der Orgelstadt Borgentreich, Rainer Rauch Aisch, überbrachte Herr Vonde die Glückwünsche beider Kommunen. Er würdigte die Leistungen der 136 Schülerinnen und Schüler und betonte, dass nun ein neuer und spannender Lebensabschnitt beginne. Für ihren privaten und beruflichen Weg wünschte er ihnen viel Erfolg, Zuversicht und das nötige Quäntchen Glück.
Nach den offiziellen Reden und der feierlichen Übergabe der Abschlusszeugnisse stand das Miteinander im Mittelpunkt. Die Stimmung war geprägt von Stolz, ein wenig Wehmut und der Vorfreude auf das, was nun vor den Jugendlichen liegt. Mit ihren Abschlüssen blicken die Absolventinnen und Absolventen der Erd-Charta-Schule gestärkt und mit vielen wertvollen Freundschaften im Gepäck in die Zukunft.
Absolventinnen und Absolventen des Abschlussjahrgangs 2025/26
Klasse 10A: Sana Anis, Hasan Efe Araz, Saladin Batilovic, Matvej Blumenstein, Isabella Churilov, Vira Fialkovska, John-Luca Fleing, Avelyn Groß, Maurice Güthoff, Amelie Hagenloch, Nepel Hajani, Melisa Ileri, Kristina Janashia, Alexander Kirsch, Lena Klassen, Leni Laskowski, Angelina Neufeld, Pia Waschk, Maximilian Ziebe.
Klasse 10B: Yamen Alsaid, Tyler Appelmann, Bartosz Bialik, Raliza Boedecker, Jayla-Jill Bröcker, Julian Dewenter, Leana Dewenter, Joel Dierkes, Theodor Disse, Matteo Felgentreff, Jon Hasani, Madita Hoffmann, Marc-Calvin Ise, Sanaa Khatib, Jennifer Krüger, Yannik Lönnecker, Janine Kimberly Ludwig, Igbinosa Ogiemwonyi Murphy, Emilija Pulja, Moritz Vahle.
Klasse 10C: Umut Aksu, Amjad Almahmoud, Ronja Berendes, Zoe Berlage, Jonas Blumenstein, Vladyslav Denysiuk, Finn Eisenbart, Jonas Engemann, Moritz Engemann, Rita Estefan, Adrian Evers, Kimberly Fahrenholz, Angeline Faust, Rinor Hasani, Laura Charlotte Hempel, Malene Hoppe, Carina Khudida Ido, Haxhere Kryeziu, Anna Marie Laudage, Ashkan Majidi, Piet Matena, Melissa Merke, Peter Neufeld, Suri Peters, Frederick Rabbe, Aaliyah Teresa Tolges.
Klasse 10D: Jad Alhusaini, Lennart Ashauer, Burak Bingöl, Sarah Brauer, Miriam Samira Diaw, Lea Sophie Dolge, Maksymilian Galek, Lava Hasan, Mara-Leann Hellwig, Antonia-Sofie Hooge, Max Klich, Lorenz Krämer, Genesia Loi, Alexander Malleh, Ipek Özakin, Laura Özdem, Madina Rasheed, Alisa Richter, Alexander Schröder, Sude Soydas, Emil Ventnagel, Vanessa Vorwerk.
Klasse 10E: Chetneephat Aeimpanich, Marie Balzke, Stella Battaglia, Elsa Cakolli, Kornelia Dabkowska, Alexander Drephal, Jan Erhard, Cassandra Flischikowski, Michael Gert, Leonie Große, Angela Habets, Leonidas Hoppe, Marie Ischen, Tyler Ise, Sultan Jusufi, Angelina Josefine Kesper, Alissa Kohlisch, Emily Lau, Andre Rathmann, Timo Schreiber, Lilly-Marie Traskawka, Patrick Wetzel, Finja Wigge, Alia Wink.
Klasse 10F: Jan Arendes, Dinara Beiz, Noah Sheldon Berendes, Artur Boger, Nikita Brak, Finn Dierkes, Lea Ehle, Finn Feckter, Nils Feckter, Artur Fladt, Lilly Förster, Jan-Wilhelm Gründer, Vanessa Holzhauer, Dana Lunkenbein, Lauren Maegery, Nico Peine, Katharina Rathmann, Amy Reddemann, Justin Reisich, Connor Schrandt, Emily Schweiker, Melina Stahl, Jenny Tauchert, Lea Wille und Nele Wrede.
Fotos: Erd-Charta-Schule
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Nicht sichtbare Gefahr bei Niedrigwasser: DLRG Holzminden warnt vor dem Betreten und Durchqueren der Weser
Lesedauer: 7 Minuten
Holzminden
Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.
Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.
Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko
„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.
„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.
Ausgespülte Bereiche werden sichtbar
Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.
Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.
„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.
Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.
Durchquerungen können schnell gefährlich werden
„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.
DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig
Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.
„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.
Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.
Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen
Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.
„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.
Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.
Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.
Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.
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