Netzwerk Klosterlandschaft OWL feiert zehn Jahre Klosterfestival mit 15 Veranstaltungen in der Region
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Kreis Höxter
Kreis Höxter (red). Im Festivalkalender der Region hat es längst seinen festen Platz, und in diesem Sommer feiert das Klosterfestival seine zehnte Auflage. Zum ersten runden Geburtstag sind vom 24. Juli bis 23. August insgesamt 15 Veranstaltungen geplant, die zu inspirierenden Begegnungen mit der malerischen Landschaft der Region und ihren historischen Schätzen einladen.
Im Mittelpunkt des Festivals, das vom Netzwerk Klosterlandschaft OWL initiiert wird, stehen Musik, Literatur und der Dialog mit der Natur an klösterlichen Orten, die bis heute Ruhe und Zeitlosigkeit ausstrahlen. Diese besonderen Orte verbinden geistliche und weltliche Dimensionen und können in einer unsicher gewordenen Welt dazu beitragen, neue Perspektiven zu eröffnen.
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Vielfältiges Programm zum Jubiläum
Das Klosterfestival präsentiert sich auch zum zehnten Geburtstag abwechslungsreich. Neben geistlicher und klösterlicher Musik bereichern zahlreiche moderne und innovative Formate das Programm. Sie laden dazu ein, klösterliche Inhalte auf neue Weise zu erleben.
Den Auftakt bildet am Freitag, 24. Juli, ab 19:30 Uhr die Veranstaltung „Paintings in Reflection“ im ehemaligen Benediktinerinnenkloster Willebadessen. Für den musikalischen Einstieg sorgt das Shiki Duo, ein klassisches Percussion-Duo, das 2015 von der japanischen Virtuosin Ayami Okamura und dem US-amerikanischen Schlagzeuger und Komponisten Dan deSimone gegründet wurde. Das Ensemble ist für seine innovativen Arrangements bekannt, die Elemente aus Jazz, Electronic, Film, Video und Klassik verbinden. Internationale Auftritte in den USA, Europa und Asien unterstreichen den Ruf des Duos.
Klangvolle Arrangements und weitere Höhepunkte
Für das Klosterfestival widmen sich die beiden Musiker Werken von Maurice Ravel, Igor Stravinsky, Minoru Miki, Edvard Grieg, Claude Debussy und Sergei Rachmaninow. Mit ihren Marimba-Adaptionen verleihen sie den Kompositionen eine eigene Handschrift. Das Publikum erwartet ausdrucksstarke Arrangements, die Herz und Seele gleichermaßen berühren.
Nach einer Pause, die Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche bietet, folgt um 22 Uhr eine klingende Rauminszenierung, die in die bewegte Geschichte des ehemaligen Benediktinerinnenklosters Willebadessen entführt. Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung beträgt 15 Euro, ermäßigt zwölf Euro.
Weitere Veranstaltungen und Informationen
Zu den weiteren Höhepunkten zählen die „Bach-Nacht“ am Samstag, 25. Juli, ab 19:30 Uhr in der Abtei Marienmünster, die „Klänge im Garten der Stille“ am Samstag, 1. August, ab 18 Uhr im Institut Kupferberg in Detmold sowie die „Musikalische Vesper“ mit dem Akkordeonisten Kamil Domochowski am Sonntag, 2. August, um 17 Uhr im Christlichen Bildungswerk Die HEGGE in Willebadessen-Niesen.
Ein Großteil der weiteren Festivalveranstaltungen ist wie gewohnt kostenlos.
Gefördert wird das Klosterfestival 2026 vom Kulturland Kreis Höxter, den Kreisen Gütersloh und Paderborn, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der VerbundVolksbank OWL eG sowie der Gesellschaft der Musikfreunde der Abtei Marienmünster e. V.
Weitere Informationen zum Netzwerk, das Programmheft und Details zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.klosterlandschaft-owl.de.
Foto: Klosterlandschaft OWL
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Rat entscheidet über zwei Abberufungen: Fischer verliert Amt, Bandke bleibt Bürgermeister
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.
Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.
Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.
Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt
Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.
Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.
Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht
Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.
Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.
Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers
Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.
Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.
Fotos: awin
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