Erlebnistag Archäologie zum Ferienfinale – Familienprogramm am 30. August
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Kreis HöxterIm Archäologiepark Höxter können Familien bei einem Erlebnistag am 30. August selbst an einer echten Grabung mit Fachmann Ralf Mahytka teilnehmen. Höxter ist einer der wenigen Orte bundesweit, wo so etwas möglich ist.
Höxter (red). Zum Ferienfinale lädt der Archäologiepark Höxter zu einem besonderen Erlebnistag ein. Kinder graben am Sonntag, 30. August, gemeinsam mit Archäologe Ralf Mahytka Schätze aus. Viele weitere Aktionen versüßen den Abschied von der schulfreien Zeit. Jungs und Mädchen können Mittelalterliches basteln, Bienen beobachten oder am Spielplatz durch die Tunnelrutsche sausen. Darüber hinaus sind kostenlose Parkführungen geplant. Der Eintritt für den Nachwuchs ist frei.
Das Highlight ist aber die Schatzsuche: Kleine und große Besucher klettern am letzten Ferienwochenende ganztägig spontan in die Schaugrabung. Sie schnappen sich Kniebrett und Kelle und dürfen unter Anleitung in der Erde selbst nach Überresten aus dem Mittelalter kratzen. „Wir haben hier fast eine Fundgarantie – 800 Jahre alte Nägel oder Scherben von Kochtöpfen kommen bei unseren Grabungsaktionen regelmäßig ans Licht“, sagt Fachmann Ralf Mahytka. Auch die Erwachsenen sind je nach Platzkapazität zum Mitmachen eingeladen.
Der Archäologiepark in der Nähe vom Welterbe Corvey macht die Wüstung sichtbar, die hier im Boden schlummert. Tatsächlich gab es direkt neben Höxter vor 800 Jahren noch eine andere Stadt. Sie hieß wie das Kloster „Corvey“ und war richtig groß: Schätzungsweise 1.500 bis 2.000 Menschen lebten dort. Der Park lässt einzelne Gebäude der Stadt mit Augmented Reality virtuell wieder auferstehen und in Hörspielen begegnet man Bewohnern wie dem Pfarrer, dem berühmten Chirurgen von der Weser oder dem Händler.
Geschichte lässt sich am Aktionstag auf unterschiedliche Art und Weise erleben, zum Beispiel bei kostenlosen Parkführungen durch den Park um 11, 14 und 17 Uhr (Treffpunkt: unter dem großen Baum am Eingang). Kinder können im Bunten Klassenzimmer kreativ werden und Brummkreisel basteln – ein beliebtes Spielzeug im Mittelalter. Wahlweise können sie auch eine Notiztafel aus Wachs nachbauen. So eine Tafel benutzten die Corveyer Kaufleute, um Bestellungen aufzuschreiben.
Eine kleine Ausstellung im Bogenzelt zeigt, was Archäologen in den vergangenen Jahrzehnten in der versunkenen Stadt zutage gefördert haben - zum Beispiel Vorratsgefäße, Tierknochen oder Spinnwirtel. Natürlich sind auch Spuren der Brandkatastrophe von 1265 wie verziegelter Lehm dabei. Damals wurde die Stadt bei einem großen Überfall angesteckt und komplett zerstört, aber nie wieder aufgebaut. Deswegen sind die Steinkeller der Fachwerk- und Holzhäuser noch weitgehend unversehrt in der Erde erhalten.
Wegen der klimatischen Bedingungen im Bogenzelt können keine Dinge aus Metall gezeigt werden. Bedeutende Funde wie das Schabeisen des Chirurgen von der Weser gibt es deshalb als 3-D-Nachdruck. Der berühmte Augenarzt stach damals schon den Grauen Star. An Mitmachstationen können Kinder Archäologie-Memory spielen und einen Krug zusammen puzzeln.
Auch die Imker sind am Aktionstag vor Ort, zeigen gerne ihre Bienenvölker und backen Honigwaffeln. Natürlich können die Kinder auf dem großen Abenteuerspielplatz mit Kletterturm und Archäologie-Sandkasten toben oder die Geocaching-Nachhaltigkeits-Rallye mit Nistkästen ausprobieren.
Am Aktionstag zum Ferienfinale (30. August) ist der Archäologiepark (Adresse: Am Hafen 2, Corvey) von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kostenlose Parkplätze sind vorhanden. Erwachsene zahlen 3,50 Euro Eintritt (nur EC-Zahlung). Kinder unter 18 Jahren sind frei. Wichtiger Hinweis: Proviant und Getränke können gerne mitgebracht werden.
Foto: Huxarium Gartenpark Höxter/Manuela Puls
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16 Länder, sechs Kontinente und viele Hürden: „Hurdle the World“ kommt mit bewegender Geschichte nach Einbeck
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Landkreis Northeim
Einbeck (red). Eine Weltreise ist für die meisten Menschen ein einmaliges Erlebnis. Für Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz wurde sie außerdem zu einer Geschichte über Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen. Ein Jahr lang bereisten die beiden als interabled Duo „Hurdle the World“ 16 Länder auf sechs Kontinenten. Aus ihren Erfahrungen entstanden das Buch „Die Reise unseres Lebens“, eine große Community in den sozialen Medien sowie Vorträge, mit denen sie inzwischen deutschlandweit unterwegs sind. Am Freitag, 21. August, kommen sie auf Einladung von Pro Inklusion Northeim e. V. nach Einbeck.
Weltreise als interabled Duo
Alexander und Lovis kennen sich seit vielen Jahren. Alexander lebt mit der angeborenen Muskel- und Gelenkerkrankung Arthrogryposis multiplex congenita (AMC), Lovis mit ADHS. Gemeinsam planten sie ihre Reise rund um den Globus und stellten sich dabei immer wieder neuen Situationen: nicht barrierefreie Verkehrsmittel, spontane Planänderungen und ungewohnte Wege, aber auch große Hilfsbereitschaft sowie Begegnungen mit Menschen, die ihre Reise auf ganz unterschiedliche Weise bereicherten.
Ihre Erfahrungen haben sie in ihrem Buch „Die Reise unseres Lebens“ veröffentlicht und teilen diese in Lesungen und Vorträgen. Mit ihrer sympathischen Art konnten sie unter anderem bereits auf der Leipziger Buchmesse und in der NDR-Sendung „DAS! – Das Rote Sofa“ das Publikum begeistern.
Vortrag im PS.SPEICHER
Unter dem Titel „Von der Welt lernen. Vor Ort gestalten. – Impulse für gelingende Inklusion vor Ort“ kommen Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz nun in den Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs/FREIgeist in Einbeck. Dort berichten sie von Erlebnissen, die nicht in jedem Reiseführer stehen: von Momenten, in denen Improvisation gefragt war, von Begegnungen, die in Erinnerung geblieben sind, und von einer Freundschaft, die auf Reisen immer wieder auf die Probe gestellt wurde.
Gleichzeitig geben sie Einblicke in ihren Alltag als interabled Duo und sprechen darüber, wie Barrieren Reisen beeinflussen können – und welche Rolle Offenheit, gegenseitige Unterstützung und kreative Lösungen dabei spielen.
Abschluss eines Projekts
Für Pro Inklusion Northeim e. V. ist die Veranstaltung mehr als ein Reisevortrag. Sie bildet den Abschluss des fünfjährigen Projekts „Netzwerk Inklusion und Teilhabe in Freizeit, Sport und Kultur“ und fällt in das zehnjährige Bestehen des Vereins.
„Mit Alexander und Lovis haben wir Gäste eingeladen, die auf authentische Weise zeigen, dass Inklusion nicht bei theoretischen Diskussionen beginnt, sondern im gemeinsamen Erleben“, erklärt der Verein. „Wir möchten den Abend nutzen, um Menschen zusammenzubringen und neue Perspektiven für ein inklusives Miteinander in unserer Region zu eröffnen.“
Kostenfreie Teilnahme nach Anmeldung
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 21. August 2026, um 17:30 Uhr im Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs in Einbeck. Im Anschluss an Vortrag und Lesung lädt Pro Inklusion Northeim e. V. bei Live-Musik und einem kleinen Imbiss zum Austausch ein.
Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 14. August 2026 telefonisch unter 05551 9103995, per E-Mail an info@proinklusion-northeim.de oder online unter https://eveeno.com/proinklusion möglich. Unterstützungsbedarfe können bei der Anmeldung angegeben werden. Gebärdensprachdolmetschende begleiten die Veranstaltung.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit NORTkultur und der BBS Einbeck statt. Ermöglicht wird sie durch die Förderung der Bürgerstiftung Einbeck, Aktion Mensch und der AKB Stiftung.
Foto: Hurdle The World
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