45 Jahre Ackerbau & Viehzucht – Punkrock-Legenden feiern Jubiläum in der Stadthalle Steinheim
Lesedauer: 7 Minuten
Kreis Höxter
Steinheim (red). Ein besonderes Jubiläum steht der heimischen Musikszene bevor: Die Junge Kultur Steinheim e.V. lädt am 3. Oktober 2026 zu einem außergewöhnlichen Konzertabend in die Stadthalle Steinheim ein. Im Mittelpunkt steht das 45-jährige Bandjubiläum von Ackerbau & Viehzucht, einer der dienstältesten Punkrock-Bands Deutschlands. Gemeinsam mit Vulture Culture aus Paderborn sowie den Steinheimer Lokalmatadoren The Yellow from the Egg verspricht der Abend ein Fest für alle Freunde ehrlicher Gitarrenmusik zu werden.
Seit 1981 laut, kritisch und kompromisslos
Als Antonius „N-te“ Düwel im Jahr 1981 gemeinsam mit Harry Wagner und Andy Kapst die Band gründet, ist er gerade einmal 16 Jahre alt. Die Punkbewegung erreicht zu dieser Zeit auch Ostwestfalen-Lippe – und die drei Musiker aus dem lippischen Lothe lassen sich von der neuen Energie mitreißen. Im Jugendraum ihres Heimatortes entstehen die ersten Songs und damit der Grundstein für eine Bandgeschichte, die inzwischen viereinhalb Jahrzehnte umfasst.
Schon früh machen sich Ackerbau & Viehzucht mit energiegeladenen Live-Auftritten einen Namen. In den 1980er-Jahren spielen sie unter anderem als Vorband der Toten Hosen. In den folgenden Jahren wächst die Fangemeinde stetig, größere Hallen und Angebote von Plattenfirmen folgen. Den Sprung ins Musikgeschäft lehnt die Band jedoch bewusst ab.
„Das ist auch gut so, denn so konnten wir weiter kritisch und laut durch die Republik ziehen – ohne Kompromisse eingehen zu müssen“, blickt Frontmann Düwel zurück.
Kultstatus durch Haltung statt Kommerz
Seit mittlerweile 45 Jahren steht die Band für deutschsprachigen Punkrock mit Haltung. Ihre Texte greifen Alltag, Gesellschaft und Politik auf, mal kritisch, mal humorvoll, aber immer unverwechselbar. Musikalische Perfektion sei dabei nie das oberste Ziel gewesen, vielmehr gehe es um Authentizität und Kreativität.
Songs wie „Als Bauer geboren, zum Prinz auserkoren“, „Nichts dazugelernt“, „Guten Morgen, Deutschland“ oder „Kein Mann für eine Nacht“ gehören längst zum festen Repertoire und haben Kultstatus bei den Fans erreicht.
„Alle Schallplatten und CDs sind ausverkauft – und somit bleibt das, was uns immer ausgezeichnet hat: die Live-Konzerte“, sagt Düwel.
Für das Jubiläumskonzert steht die aktuelle Besetzung mit Antonius „N-te“ Düwel (Gesang), Harry Wagner (Gitarre), Andy Kapst (Gitarre), Barny Bürger (Schlagzeug) und Johannes Trupp (Bass) auf der Bühne.
„Wir spielen den Soundtrack eurer Jugend und unseres Lebens. Unsere Texte sind aktueller denn je“, sagt Düwel und freut sich auf zahlreiche Weggefährten und Fans. Ziel sei es, das Konzert zu einem großen Wiedersehen und einer ausgelassenen Rock'n'Roll-Party werden zu lassen.
Passend zum Jubiläum wird außerdem eine limitierte T-Shirt-Kollektion erhältlich sein.
Zwei weitere Punkbands komplettieren das Programm
Den Konzertabend eröffnen The Yellow from the Egg aus Steinheim. Die Band verbindet rotzigen Punkrock mit viel Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie. Seit mehr als zehn Jahren sorgt sie mit energiegeladenen Live-Auftritten und anarchischem Unterhaltungsprogramm für Aufmerksamkeit weit über die Region hinaus.
Ebenfalls auf der Bühne stehen Vulture Culture aus Paderborn. Die 1989 gegründete Band zählt zu den bekannten Vertretern der deutschen Post-Punk-Szene der 1990er-Jahre. Mit weiblichen Leadvocals, Einflüssen aus Punk, Ska, Rock und Reggae sowie zahlreichen internationalen Konzerten erspielte sich die Formation einen festen Platz in der Szene. Unter anderem standen Vulture Culture bereits gemeinsam mit Bands wie Cock Sparrer, Agnostic Front, H-Blockx und MDC auf der Bühne.
Tickets im Vorverkauf erhältlich
Das Jubiläumskonzert beginnt am Samstag, 3. Oktober, in der Stadthalle Steinheim. Karten sind für 10 Euro im Vorverkauf bei Eventim sowie in den Filialen der Vereinigten Volksbank erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter www.jungekultur.de.
Foto: The Yellow From The Egg
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Authentische persische Küche: RudBar eröffnet kulinarische Vielfalt in der Holzmindener Innenstadt
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Holzminden. Authentische persische Küche bereichert das gastronomische Angebot in der Holzmindener Innenstadt. In der RudBar an der „Oberen Straße“ serviert Sunny traditionelle Gerichte aus seiner Heimat und lädt Gäste dazu ein, neue Aromen und Spezialitäten kennenzulernen.
Seit mehr als 30 Jahren steht Sunny am Herd. Mit dem eigenen Restaurant hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt: persische Speisen frisch zuzubereiten und den Gästen die kulinarische Vielfalt des Landes näherzubringen.
Das Angebot richtet sich an Besucher, die zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen etwas Neues ausprobieren möchten. Die RudBar ist mittwochs und donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr geöffnet.
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Traditionsbrauerei Allersheim beantragt Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung und setzt auf Neuausrichtung
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Holzminden
Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.
Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.
Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.
Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck
Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.
Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.
Restrukturierung soll Zukunft sichern
Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.
Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.
Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.
Mehr als 170 Jahre Brautradition
Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.
Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.
Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.
Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft
„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.
Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.
Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.
Foto: TKu
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