Gelb-brauner Film auf der Weser sorgt für Feuerwehreinsatz
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Kreis Höxter
Höxter (red). Ein auffälliger gelb-brauner Film auf der Weser hat am vergangenen Dienstagabend in Höxter für Aufmerksamkeit und einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Spaziergänger hatten die ungewöhnliche Verfärbung auf der Wasseroberfläche bemerkt. Aufgrund des Verdachts auf eine mögliche Verschmutzung des Gewässers wurden die Einsatzkräfte gegen 20.23 Uhr alarmiert. Die Feuerwehr Höxter rückte mit dem Einsatzleitwagen aus. Unterstützt wurde die Erkundung durch die Polizei des Kreises Höxter. Unter der Leitung von Brandoberinspektor Christoph Tegethoff vom Löschzug der Höxteraner Kernstadt wurde die Situation vor Ort überprüft. Nach rund 20 Minuten konnte der Einsatz bereits wieder beendet werden.
Bei der Erkundung stellten die Einsatzkräfte keine erkennbare Verschmutzung des Gewässers fest. Eine konkrete Gefahr für die Weser oder die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden. Die auffälligen Ablagerungen auf der Wasseroberfläche wurden von der Feuerwehr vielmehr als vermutlich witterungsbedingtes Phänomen eingeschätzt. Weitere Maßnahmen waren daher nicht erforderlich. Aus Sicht der Feuerwehr gibt es eine plausible natürliche Erklärung für die ungewöhnliche Erscheinung. Man geht davon aus, dass es sich bei dem sichtbaren Material voraussichtlich um natürliches organisches Material pflanzlichen Ursprungs handelt.
Hintergrund sind die Wetter- und Wasserverhältnisse der vergangenen Zeit. Die Weser führte zuletzt vergleichsweise wenig Wasser, während Bereiche des Ufers teilweise trocken lagen. Dort können sich unter anderem Pflanzenreste, Samen und weiteres organisches Material ansammeln. Durch Niederschläge werden diese Ablagerungen gelöst und können anschließend in das Gewässer gelangen. Strömung und Wind können dazu führen, dass sich das Material an bestimmten Stellen auf der Wasseroberfläche sammelt.
Dadurch können helle oder gelb-braune Schlieren und größere Ansammlungen entstehen, die auf den ersten Blick durchaus wie eine Verunreinigung wirken können. Auch eine natürliche Schaumbildung kann nach Angaben des Kreises im Zusammenhang mit organischen Bestandteilen auftreten. Das Phänomen ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Vergleichbare Erscheinungen treten insbesondere im Frühjahr oder Herbst auf. Dass sich ein solcher Film allerdings Ende August auf der Weser zeigt, sei eher ungewöhnlich. Eine konkrete Gefährdung wurde bei der Kontrolle am Dienstagabend jedoch nicht festgestellt. Nach Abschluss der Erkundung waren keine weiteren Maßnahmen durch die Feuerwehr erforderlich. Der Einsatz endete um 20.45 Uhr. Für Spaziergänger und Anwohner bedeutet der auffällige Film damit keinen Grund zur Sorge. Die zunächst verdächtig wirkende Verfärbung der Weser lasse sich laut einem Feuerwehrsprecher nach derzeitiger Einschätzung durch natürliche, witterungsbedingte Vorgänge erklären.
Fotos: Freiwillige Feuerwehr Höxter
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Fertig bin ich nicht, fertig sind wir nicht – also lasst uns gemeinsam weitermachen.
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Internationales Typ-4-Treffen bringt seltene VW 411 und 412 Anfang September nach Holzminden
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Holzminden
Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.
Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.
Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.
Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen
Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.
Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg
Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.
Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.
Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern
Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.
Vom VW 411 zum VW 412
Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.
Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.
Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.
Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.
Fotos: Laurenz Blanck
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