In Lüchtringen fest verankert: 26 Jahre Weserschwimmen mit Hafenfest in Lüchtringen am 29. August
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Höxter-Beverungenvon links: Andreas Mielis (Jugendwart), Uwe Beineke, Burkhard Schwiete (2. Vorsitzender), Friedel Höke (1. Vorsitzender), Rolf Brockmann (Schatzmeister), Jörg Wiechert und Klaus Linnemann
Lüchtringen (TKu). Das Weserschwimmen in Verbindung mit dem Hafenfest ist in Lüchtringen inzwischen „fest verankert“. Der Fischereiverein Lüchtringen lädt am 29. August 2026 zum 26. Mal alle Interessierten zum Weserschwimmen mit anschließendem Hafenfest am Fährhaus an der Weser ein. „Bei dem aktuell sehr niedrigen Weserpegel und weiter ausbleibendem Regen könnte es wieder ein 'Weser-Walk' werden, anstatt ein Schwimmen“, vermutet Friedel Höke, der erste Vorsitzende des Fischereivereins. Für die Sicherheit ist aber bei jedem Pegelstand gesorgt: Die DLRG und die Feuerwehr werden auf der Weser patrouillieren, um im Notfall schnell Hilfe leisten zu können. Den Auftakt der Veranstaltung macht der Kinder-Shanty-Chor um 16:30 Uhr an der Alten Fähre vor dem Fischereiheim in Lüchtringen. Für musikalische Unterhaltung sorgen neben dem Kinder-Shanty-Chor noch der Spielmannszug und die Blaskapelle Lüchtringen sowie das Sänger-Duo Onkel Bob und Tante Erna. Nach der feierlichen Eröffnung der Veranstaltung stürzen sich dann ab 17 Uhr die Schwimmerinnen und Schwimmer, erwartungsgemäß wieder über 30 Teilnehmende jeden Alters, in die Fluten der Weser. Mitmachen könne jeder, eine Voranmeldung sei laut Schwiete nicht erforderlich.
Auch an die jüngsten Gäste ist gedacht: Ein Pirat läuft umher und wird sie erheitern. Dazu gibt es Eis von Bruno aus Bevern. Zum gemütlichen Teil tragen schließlich die kulinarischen Angebote bei. Ob frisch gezapftes Bier, Bratwurst mit Pommes, Räucherforellen oder traditionelle Matjesbrötchen, für jeden Geschmack ist etwas dabei und das „zum ungewöhnlich kleinen Preis, der bereits jahrelang gleich ist. Neu beim Hafenfest ist ein großes Herz aus Edelstahl mit mehr als 100 Löchern, das die Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, ihre persönlichen Liebesschlösser anzubringen, ganz nach dem Vorbild der bekannten Liebesschlösser in Köln. Das Hafenfest und das Weserschwimmen geben den Anstoß für diese besondere Aktion, die für Liebe, Verbundenheit und gemeinsame Erinnerungen steht. Und wer das 100. Schloss anbringt und damit das letzte Loch füllt, darf sich über ein besonderes Präsent freuen, heißt es von Höke, der betont: „Es geht hier um Zusammenhalt und Gemeinschaft“. Rund 400 Gäste werden wieder beim Hafenfest erwartet. „Wir hoffen auf schönes Wetter, um gemeinsam den Sommer gebührend ausklingen zu lassen“, meint der Vorsitzende des 291-köpfigen Fischereivereins Lüchtringen.
Fotos: Thomas Kube
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Nicht sichtbare Gefahr bei Niedrigwasser: DLRG Holzminden warnt vor dem Betreten und Durchqueren der Weser
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Holzminden
Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.
Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.
Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko
„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.
„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.
Ausgespülte Bereiche werden sichtbar
Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.
Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.
„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.
Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.
Durchquerungen können schnell gefährlich werden
„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.
DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig
Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.
„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.
Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.
Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen
Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.
„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.
Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.
Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.
Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.
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