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Höxter-Beverungen

Marienmünster (TKu). Bredenborn hat drei Tage lang gezeigt, welchen Stellenwert das Schützenwesen im Ort besitzt. Mehr als 100 Musikerinnen und Musiker, sämtliche Marienmünsteraner Königspaare samt Hofstaaten, Schützen- und Gastvereine sorgten bei den Festumzügen am Samstag und Sonntag für beste Schützenfeststimmung in Bredenborn. Nach dem Liborischützenfest am Samstag richtete der Altschützenverein das Stadtschützenfest der Stadt Marienmünster am Sonntag aus und erinnerte an seine 410-jährige Geschichte. Im Mittelpunkt des Festes stand Bredenborns Königspaar Dirk und Ilse Zymner zusammen mit ihrem Hofstaat Alois und Katja Hoffmeister, Georg und Birgit Onkelbach, Thomas und Anne-Kathrin Liene sowie Frank Beineke und Monika Grimm, zahlreiche Gratulationen entgegennahmen.

Nach dem Fackelzug am Samstag versammelten sich Hunderte Besucherinnen und Besucher am Ehrenmal vor der Pfarrkirche St. Joseph, wo der Große Zapfenstreich zu einem emotionalen Höhepunkt wurde. Auf Wunsch des amtierenden Schützenkönigs Dirk Zymner gestalteten der Musikverein Bredenborn, der Musikverein Sommersell und der Spielmannszug Kollerbeck mit mehr als 100 Musikerinnen und Musikern gemeinsam die musikalische Feierstunde. Dass Musik für König Dirk Zymner weit mehr als ein Hobby ist, liegt daran, dass er selbst seit 34 Jahren Flügelhorn im Musikverein Sommersell spielt. Seine Ehefrau und Königin Ilse war viele Jahre als Posaunistin aktiv, Tochter Charlotte gehört als Klarinettistin ebenfalls dem Musikverein Bredenborn an. Der Zapfenstreich spiegelte damit nicht nur musikalische Qualität wider, sondern erzählte zugleich die Geschichte einer Familie, deren Leidenschaft eng mit der Vereinsgemeinschaft verbunden ist. Im Anschluss wurde bis spät in die Nacht in der festlich geschmückten Schützenhalle mit der Partyband „Flexx“ gefeiert.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Stadtschützenfestes. Abordnungen sämtlicher Schützenvereine und Bruderschaften der Stadt Marienmünster, zahlreiche Gastvereine sowie der Heimatschutzverein Sommersell erwiesen dem Königspaar ihre Ehre. Gerade die Teilnahme der Sommerseller war für Dirk Zymner ein besonders bewegender Moment. Der gebürtige Brakeler hatte viele Jahre in Sommersell gelebt, ehe er mit seiner Ehefrau Ilse in Bredenborn eine neue Heimat fand. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Motivwagen zum 410-jährigen Bestehen des Altschützenvereins. Auf ihm nahmen zahlreiche verdiente Persönlichkeiten Platz, darunter auch der älteste noch lebende Altschützenkönig Christian Laubichler, der 1978 gemeinsam mit Gisela Rosche regierte. Der Wagen erinnerte an die lange Geschichte des Vereins. Auch Marienmünsters Bürgermeister Kai Schöttler war im großen Festumzug mit dabei. In seiner Ansprache im Ortskern von Bredenborn, wo sich hunderte Zuschauerinnen und Zuschauer versammelten, würdigte Schöttler das Schützenwesen und gratulierte zum 410-jährigen Bestehen.

Landrat und Festredner Michael Stickeln würdigt das Schützenwesen:

Beim anschließenden Festakt am Ehrenmal sprach Landrat Michael Stickeln zu den Schützen und Gästen. In seiner Festrede würdigte er insbesondere den außergewöhnlichen Zusammenhalt in den Dörfern des Kulturlandes Kreis Höxter. Am Beispiel des sogenannten „Roseto-Effekts“ verdeutlichte er, dass Gemeinschaft, Ehrenamt und gegenseitige Unterstützung wesentliche Voraussetzungen für Lebensqualität seien. Eigenschaften, die in Bredenborn seit Generationen gelebt würden. Zugleich hob Stickeln hervor, dass Schützenvereine heute nicht mehr das Dorf mit Waffen verteidigten, sondern Werte wie Heimatverbundenheit, Tradition und gesellschaftlichen Zusammenhalt bewahrten. Die mehr als 400-jährige Schützentradition in Bredenborn stehe für Heimatverbundenheit, Brauchtum und ehrenamtliches Engagement. Zugleich verwies Stickeln auf das Förderprogramm des Kreises Höxter, mit dem Vereine von Verwaltungsgebühren entlastet werden.

Thema Cannabis-Plantage mit Augenzwinkern aufgegriffen:

Auch ein Ereignis abseits der Feierlichkeiten sorgte in Bredenborn zuletzt für reichlich Gesprächsstoff: Bei einer Polizeirazzia in einem Wohnhaus entdeckten die Einsatzkräfte eine Cannabis-Plantage. Michael Stickeln griff das Thema in seiner Ansprache mit einem Augenzwinkern auf. Er scherzte, dass die Bewohner des Hauses offenbar ihre ganz eigene Vorstellung von Geselligkeit gehabt hätten. Vielleicht, so Stickeln weiter, habe jemand die einstige Immobilienanzeige, in der von „besonderen Ausbaumöglichkeiten“ die Rede gewesen sei, fälschlicherweise als Hinweis auf „Anbaumöglichkeiten“ verstanden.

Der Montag begann mit der Schützenmesse, bevor sich die Schützen zum traditionellen Schützenfrühstück trafen. In der in den vergangenen Jahren umfassend modernisierten Schützenhalle herrschte erneut eine hervorragende Stimmung. Die Kindertänze begeisterten ebenso wie die Ehrungen der Jubiläumskönigspaare. Im Rahmen der Ehrungen wurde Marlies Finke als Goldkönigin ausgezeichnet. Sie hatte 1976 gemeinsam mit Wilhelm Heine regiert, der Anfang Mai in diesem Jahr verstorben ist. Am Abend bildete erneut die Tanzband „Comeback“ den musikalischen Abschluss eines rundum gelungenen Schützenfestes. Noch lange wurde gemeinsam gefeiert, getanzt und auf drei außergewöhnliche Festtage zurückgeblickt.

Fotos/Video: Thomas Kube


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Holzminden. Authentische persische Küche bereichert das gastronomische Angebot in der Holzmindener Innenstadt. In der RudBar an der „Oberen Straße“ serviert Sunny traditionelle Gerichte aus seiner Heimat und lädt Gäste dazu ein, neue Aromen und Spezialitäten kennenzulernen.

Seit mehr als 30 Jahren steht Sunny am Herd. Mit dem eigenen Restaurant hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt: persische Speisen frisch zuzubereiten und den Gästen die kulinarische Vielfalt des Landes näherzubringen.

Das Angebot richtet sich an Besucher, die zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen etwas Neues ausprobieren möchten. Die RudBar ist mittwochs und donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr geöffnet.

 

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Delligsen

Delligsen (red). Großer Erfolg für den Aqua Sports Delligsen: Joline Sue hat bei den „Finals“ in Hannover, in deren Rahmen auch die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen ausgetragen wurden, mit starken Leistungen überzeugt und sich gleich zweimal einen Platz im Finale gesichert.

Erster Finaleinzug über 200 Meter Freistil

Bereits am ersten Wettkampftag gelang der Delligser Schwimmerin ein besonderer Meilenstein. Über die 200 Meter Freistil qualifizierte sie sich erstmals für ein Finale bei Deutschen Meisterschaften. Im Endlauf behauptete sie sich gegen die nationale Konkurrenz und belegte in 2:20,46 Minuten einen hervorragenden 7. Platz.

Am zweiten Wettkampftag standen für Joline Sue gleich zwei Starts auf dem Programm. Zunächst absolvierte sie die 100 Meter Freistil in 1:03,15 Minuten. Nur wenige Minuten später folgte bereits der Start über die 100 Meter Rücken, den sie trotz der kurzen Erholungszeit in 1:16,88 Minuten erfolgreich beendete.

Persönliche Bestzeit zum Abschluss

Ein weiterer Höhepunkt folgte am Abschlusstag über die 50 Meter Freistil. Nach einem starken Vorlauf qualifizierte sich Joline Sue erneut für das Finale. Dort steigerte sie sich nochmals und schwamm in 28,29 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestzeit. Mit dieser Leistung belegte sie erneut den 7. Platz und krönte damit ein rundum gelungenes Meisterschaftswochenende.

Mit zwei Finalteilnahmen, einer persönlichen Bestzeit und konstant starken Leistungen hat Joline Sue bei den „Finals“ eindrucksvoll gezeigt, dass sie sich auf nationaler Ebene behaupten kann. Für den Aqua Sports Delligsen ist ihr Auftritt in Hannover ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins und ein starkes sportliches Ausrufezeichen.

Fotos:  Aqua Sports Delligsen e. V.

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