Höxter (red). Wie kann Höxter dauerhaft vom Schwerlastverkehr entlastet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Bürgerdialogs „Schwerlastverkehr raus aus Höxter? – Wie geht es weiter mit der Weserbrücke?“, zu dem der SPD-Ortsverein Höxter in den Ratssaal des Historischen Rathauses eingeladen hatte. Gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern diskutierten die Landtagsabgeordnete Julia Kahle-Hausmann, die SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin Nora Wieners, die Vorsitzende der SPD im Kreis Holzminden Janett Brandt sowie der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Höxter Dr. Olaf Peterschröder über die Zukunft der Weserquerung.
In ihrem Impulsvortrag machte Julia Kahle-Hausmann deutlich, dass der Ersatzneubau der Weserbrücke zwar notwendig sei, die eigentliche verkehrspolitische Herausforderung jedoch darüber hinausgehe. Eine neue Brücke allein löse die Verkehrsprobleme nicht. Entscheidend sei, frühzeitig eine langfristige Lösung für die Verkehrsführung zu entwickeln, damit die Höxteraner Innenstadt auch künftig vom Schwerlastverkehr entlastet bleibe.
„Die Entscheidung über die Zukunft des Schwerlastverkehrs fällt nicht erst mit dem Bau der neuen Brücke, sondern schon heute. Wenn wir jetzt nicht gemeinsam planen, droht Höxter nach Fertigstellung des Neubaus in alte Verkehrsstrukturen zurückzufallen. Das dürfen wir nicht zulassen“, betonte Nora Wieners.
Janett Brandt machte deutlich, dass die Auswirkungen der Brückensituation nicht an der Landesgrenze enden. Die wirtschaftlichen und verkehrlichen Verflechtungen zwischen Höxter und Holzminden machten deutlich, dass nur eine gemeinsame Betrachtung beider Weserseiten zu tragfähigen Lösungen führen könne.
Für den SPD-Ortsverein Höxter zog Dr. Olaf Peterschröder ein klares Fazit: „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht mehr als einen Brückenneubau. Wir brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept, das Ersatzneubau, Südumgehung und eine dauerhafte Entlastung der Innenstadt zusammen denkt. Nur so schaffen wir eine Verkehrslösung, die Höxter auch in Zukunft gerecht wird.“
Im anschließenden Austausch nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Anregungen einzubringen. Dabei wurde deutlich, dass das Thema viele Menschen bewegt und der Wunsch nach einer transparenten Planung sowie einer frühzeitigen Einbindung der Bürgerschaft groß ist.
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