Ausbildungsstart mit Dämpfer: Warum im Landkreis Northeim deutlich weniger Lehrverträge abgeschlossen wurden
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Landkreis Northeim
Landkreis Northeim (red). Zum Start des Ausbildungsjahres 2026 zieht die IHK Hannover für den Landkreis Northeim eine verhaltene Bilanz. Während die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im gesamten Kammerbezirk der IHK Hannover gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 7.025 Verträge zurückging, fiel der Rückgang im Landkreis Northeim mit 7,6 Prozent noch deutlicher aus. Aktuell wurden dort 292 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen (Stand: 31. Juli 2026, vorläufig). Im Vorjahr waren es 316.
Rückgänge in mehreren Ausbildungsbereichen
Rückläufig entwickelte sich der Bereich der gewerblich-technischen Berufe. Hier sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse um 5,4 Prozent auf 106 Verträge. Besonders die Metalltechnik verzeichnete mit einem Minus von 25,4 Prozent einen deutlichen Rückgang, während die Elektrotechnik als eine der wenigen Branchen zulegte (+10,0 Prozent).
Auch die kaufmännischen Ausbildungsberufe gingen zurück. Mit 186 neu abgeschlossenen Verträgen entspricht dies einem Minus von 8,8 Prozent. Rückläufig entwickelten sich vor allem der Handel (-14,7 Prozent) sowie die sonstigen kaufmännischen Berufe (-18,2 Prozent). Einen deutlichen Zuwachs erzielte dagegen das Hotel- und Gaststättengewerbe mit einem Plus von 20,7 Prozent.
IHK sieht keinen Anlass zur Sorge
„Der Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Landkreis Northeim zum jetzigen frühen Zeitpunkt ist ernst zu nehmen und sicherlich auch das Ergebnis der schwierigen wirtschaftlichen Situation. Es ist aber kein Grund zur Sorge: Viele Betriebe melden ihre neuen Ausbildungsverträge erst in den Wochen nach dem offiziellen Start zum 1. August nach. Wir werben weiter aktiv um Nachwuchskräfte und unterstützen Unternehmen wie Jugendliche dabei, noch zusammenzufinden. Wichtig ist außerdem, dass die Schulen die Berufsorientierung verstärken. Studien zeigen, dass die Berufsausbildung nicht nur beste Aufstiegsperspektiven bietet, sondern auch vor Arbeitslosigkeit schützt“, sagt Christian Grascha, Leiter der Geschäftsstelle Göttingen der IHK Hannover.
Auch nach Beginn des Ausbildungsjahres bestehen für junge Menschen noch gute Einstiegsmöglichkeiten. Viele Unternehmen suchen weiterhin Nachwuchskräfte und besetzen ihre offenen Ausbildungsstellen.
Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt
Die vor Kurzem veröffentlichte Ausbildungsumfrage der IHK Niedersachsen hat ergeben, dass knapp die Hälfte der Unternehmen ihre freien Ausbildungsplätze nicht besetzen konnte. Von den befragten Unternehmen, die ihre Stellen nicht besetzen konnten, gaben rund zwei Drittel an, keine geeigneten Bewerbungen erhalten zu haben. Jedes vierte Unternehmen berichtete sogar davon, überhaupt keine Bewerbungen erhalten zu haben.
Die duale Ausbildung bietet hervorragende Karriere- und Entwicklungsperspektiven. Sie eröffnet vielfältige berufliche Wege bis hin zu einem Studium ohne Abitur und bleibt damit ein attraktiver und praxisnaher Einstieg ins Berufsleben.
Informationen zu freien Ausbildungsplätzen sowie zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten finden Interessierte außerdem auf der Website der IHK Hannover.
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Authentische persische Küche: RudBar eröffnet kulinarische Vielfalt in der Holzmindener Innenstadt
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Holzminden. Authentische persische Küche bereichert das gastronomische Angebot in der Holzmindener Innenstadt. In der RudBar an der „Oberen Straße“ serviert Sunny traditionelle Gerichte aus seiner Heimat und lädt Gäste dazu ein, neue Aromen und Spezialitäten kennenzulernen.
Seit mehr als 30 Jahren steht Sunny am Herd. Mit dem eigenen Restaurant hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt: persische Speisen frisch zuzubereiten und den Gästen die kulinarische Vielfalt des Landes näherzubringen.
Das Angebot richtet sich an Besucher, die zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen etwas Neues ausprobieren möchten. Die RudBar ist mittwochs und donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr geöffnet.
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Großbrand in Deensen: Am Tag danach wird das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar
Lesedauer: 6 Minuten
Eschershausen-Stadtoldendorf
Deensen (mhn). Es sind Bilder, die das ganze Ausmaß des verheerenden Großbrandes vom Samstagabend zeigen. Am Tag danach ist der Einsatzort in der Straße „Kurze Breite“ in Deensen mit Flatterband der Polizei abgesperrt. Noch immer sind Löschschaum und die Spuren des Feuerwehreinsatzes zu sehen. Besonders deutlich wird die enorme Zerstörung am ersten Wohnhaus: Der Dachstuhl ist vollständig ausgebrannt, das Gebäude wurde völlig zerstört. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der entstandene Sachschaden erheblich sein dürfte.
Wo am Samstagabend meterhohe Flammen loderten, zeigt sich am nächsten Morgen ein Bild der Verwüstung.
Großbrand entwickelt sich binnen kurzer Zeit
Es waren dramatische Szenen, die sich am Samstagabend kurz nach 20 Uhr in Deensen abspielten. Als um 20.18 Uhr die erste Alarmierung mit dem Einsatzstichwort „B2 Garage“ an die Einsatzkräfte der Feuerwehr erfolgte, konnten vermutlich nur die wenigsten erahnen, welches Ausmaß das Feuer kurze Zeit später annehmen würde.
Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand nach Angabe der Kreisfeuerwehr Holzminden ein Anbau zwischen zwei Wohnhäusern in Vollbrand. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde die Alarmstufe umgehend auf „B3“ erhöht und weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.
Bereits aus großer Entfernung war die dichte schwarze Rauchsäule zu erkennen, die über Deensen in den Himmel stieg und das Ausmaß des Großbrandes erahnen ließ. Sogar im Kreis Höxter wurde die mächtige Rauchsäule am Horizont wahrgenommen.
Flammen greifen auf zwei Wohnhäuser über
Zunächst griffen die Flammen vom benannten Anbau auf das erste Wohnhaus über. Innerhalb kurzer Zeit stand der Dachstuhl in Vollbrand. Das Gebäude konnten die Einsatzkräfte nicht mehr retten – es fiel den Flammen zum Opfer. Die Bewohner sollen sich zum Zeitpunkt des Brandes offenbar im Urlaub aufgehalten haben.
Im weiteren Verlauf breitete sich das Feuer auch auf das benachbarte Wohnhaus aus. Dort griffen die Flammen ebenfalls auf den Dachstuhl über und richteten erhebliche Schäden an. Während der Löscharbeiten war aus dem Brandbereich ein lauter Knall zu hören. Nach ersten Erkenntnissen könnte es sich dabei um die Explosion einer Gasflasche gehandelt haben.
Rund 160 Einsatzkräfte der Feuerwehren kämpften stundenlang unter hohem körperlichem Einsatz gegen das Flammenmeer, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Die Brandbekämpfung erfolgte aus mehreren Richtungen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte am Boden von den Hubrettungsfahrzeugen der Feuerwehren Stadtoldendorf und Holzminden. Die Einsatzleitung lag bei Ortsbrandmeister Matthias Sander.
Meterhohe Flammen schlagen aus dem Dachstuhl, während dichter schwarzer Qualm über Deensen aufsteigt.Im Mittelpunkt des Großeinsatzes stand die enge Koordination der Einsatzkräfte. In der Spitze waren rund 160 Einsatzkräfte am Brandort im Einsatz.Ein Bagger unterstützte die Einsatzkräfte bei den Abrissarbeiten am Brandobjekt, um verbliebene Glutnester freizulegen und die Löscharbeiten zu erleichtern.
Warnung an die Bevölkerung
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde auch die Bevölkerung gewarnt. Über Lautsprecherdurchsagen sowie die Warn-App BIWAPP wurden die Bewohnerinnen und Bewohner in Deensen und der Umgebung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen vorsorglich abzuschalten. Hintergrund waren die erhebliche Rauchentwicklung und der Rauchniederschlag.
Im weiteren Verlauf des Abends kam außerdem ein Bagger zum Einsatz, um Abrissarbeiten vorzunehmen und die Löscharbeiten zu unterstützen. Glücklicherweise wurde bei dem verheerenden Großbrand keine Person verletzt.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Fotos: red, Kreisfeuerwehr Holzminden
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