PS.Speicher lädt zum Vortrag über Ferdinand Porsche und die Geschichte des Volkswagens ein
Lesedauer: 3 Minuten
EinbeckFerdinand Porsche spielte bei der Entwicklung des Volkswagens eine zentrale Rolle. Ein historisches Foto zeigt den Konstrukteur, dessen Wirken auch Thema des Vortrags im PS.SPEICHER ist.
Einbeck (red). Vom „Wagen für das Volk“ zum Weltstar: Dieter Landenberger beleuchtet im PS.SPEICHER die wechselvolle Geschichte des VW Käfers. Ob Käfer, Beetle, Fusca oder Coccinelle – mehr als 21 Millionen Exemplare des Volkswagen Typ 1 wurden weltweit gebaut. Doch hinter dem „Weltauto“ steckt eine Geschichte, die weit über technische Innovation und automobile Erfolgsgeschichte hinausgeht.
Von den Anfängen bis zur Zeit des Nationalsozialismus
In seinem Vortrag „Ferdinand Porsche und der Volkswagen“ zeichnet der Technikhistoriker Dieter Landenberger die Entwicklung des Volkswagens nach – von den frühen Ideen für ein erschwingliches Auto über seine Vereinnahmung durch das NS-Regime bis zum weltweiten Erfolg nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ferdinand Porsche spielte dabei eine zentrale Rolle: Er verantwortete die Konstruktion des Volkswagens und den Aufbau des Volkswagenwerks. Als Geschäftsführer war er zudem für die Umstellung auf Rüstungsproduktion mitverantwortlich, die mit dem systematischen Einsatz von Zwangsarbeit verbunden war. Erst nach 1945 begann unter britischer Regie die zivile Serienproduktion des VW Käfers – und damit seine beispiellose Erfolgsgeschichte.
Dieter Landenberger zu Gast im PS.SPEICHER
Dieter Landenberger, Leiter der Abteilung Volkswagen Heritage, war zuvor Leiter des Historischen Archivs der Porsche AG und stellvertretender Leiter des Porsche-Museums. Er hat zahlreiche Beiträge zur Automobilgeschichte veröffentlicht.
Vortrag am 18. September in der PS.Halle
Der Vortrag findet am Freitag, 18. September, um 19 Uhr in der PS.Halle im PS.SPEICHER, „Tiedexer Tor 3“, in Einbeck statt. Einlass ist ab 18.20 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro, Schülerinnen und Schüler zahlen ermäßigt 5 Euro. Für FörderFreunde ist der Eintritt frei. Tickets sind im Vorverkauf online unter www.ps-speicher.de, im PS.SPEICHER sowie nach Verfügbarkeit an der Abendkasse erhältlich.
Foto: Archiv VW AG
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Internationales Typ-4-Treffen bringt seltene VW 411 und 412 Anfang September nach Holzminden
Lesedauer: 6 Minuten
Holzminden
Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.
Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.
Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.
Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen
Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.
Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg
Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.
Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.
Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern
Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.
Vom VW 411 zum VW 412
Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.
Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.
Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.
Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.
Fotos: Laurenz Blanck
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