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Einbeck

Northeim (lpd). Im Raum Salzderhelden ist am Donnerstag, 30. Juli, bei einem Pferd die ansteckende Blutarmut der Einhufer (Equine Infektiöse Anämie – EIA) festgestellt worden. Der Landkreis Northeim hat deshalb die gesetzlich vorgeschriebenen Tierseuchenmaßnahmen eingeleitet und einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet.

Sperrbezirk mit Auflagen für Tierhalter

Im Sperrbezirk müssen sämtliche Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel eingestallt werden. Sie dürfen das Gebiet nur mit einer besonderen Genehmigung verlassen. Halterinnen und Halter sind zudem verpflichtet, dem Fachbereich Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen des Landkreises Northeim unverzüglich

  • die Anzahl der gehaltenen Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel,

  • deren Standort sowie

  • die Zahl verendeter oder erkrankter Tiere

per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. mitzuteilen.

Alle Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel innerhalb des Sperrbezirks werden anschließend vorsorglich untersucht, um eine weitere Verbreitung der Krankheit auszuschließen.

Krankheit wird durch Insekten übertragen

Bei der ansteckenden Blutarmut der Einhufer handelt es sich um eine meldepflichtige Viruserkrankung, die Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel betreffen kann. Andere Tierarten und Menschen sind nicht gefährdet. Die Ansteckung erfolgt überwiegend durch blutsaugende Insekten. In Einzelfällen kann das Virus auch indirekt, etwa über gemeinsam genutztes Pflegezubehör, übertragen werden.

Typische Krankheitsanzeichen sind hohes Fieber, wiederkehrende Fieberschübe, Apathie, Schwäche, Ataxie, blasse Schleimhäute sowie punktförmige Einblutungen in den Schleimhäuten. Auch äußerlich gesunde Tiere können das Virus in sich tragen und weiterverbreiten.

Infiziertes Pferd musste eingeschläfert werden

Das Virus ist in Deutschland nicht heimisch. In den vergangenen Jahren wurden jedoch vereinzelt Fälle festgestellt, die häufig mit aus dem Ausland eingeführten Pferden in Zusammenhang standen. Auch das betroffene Pferd im Landkreis Northeim war nach Deutschland verbracht worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass es bereits vor seiner Ankunft infiziert war.

Eine Behandlung der Erkrankung ist nicht möglich. Infizierte Tiere müssen getötet werden. Das betroffene Pferd war aufgrund seiner schweren Krankheitssymptome bereits vor der amtlichen Seuchenfeststellung eingeschläfert worden.

Die Allgemeinverfügung mit den geltenden Maßnahmen sowie eine Karte des Sperrbezirks sind auf der Internetseite des Landkreises Northeim unter landkreis-northeim.de/amtsblatt veröffentlicht.


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Politische Werbung – Einbeck. Seit 15 Jahren bin ich als Ortsbürgermeisterin von Avendshausen und Vardeilsen sowie ehrenamtlich im Rat der Stadt Einbeck tätig, seit neun Jahren zudem stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Einbeck. Das „Stellvertretende“ soll jetzt weichen!

Ich habe hier in Einbeck direkt vor Ort viel Erfahrung sammeln können und habe mein Ohr nah an den Einwohnerinnen und Einwohnern. Ich höre zu, kann ihre Sorgen empathisch nachvollziehen und bin mit gesundem Menschenverstand lösungsorientiert unterwegs. Mit all dieser Erfahrung bin ich bereit, die Verantwortung für die Kernstadt ebenso wie für alle Dörfer zu übernehmen. „Machen ist wie reden, nur krasser.“

Lasst uns gemeinsam gestalten und am 13. September die Bürgermeisterwahl zusammen entscheiden! Einfach machen!

Auftraggeber und finanziert durch CDU-Stadtverband Einbeck

V.i.S.d.P CDU Einbeck, Antje Sölter

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Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu

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