Schülervertretungen und Schulentsandte entscheiden gemeinsam mit Politik und Stadtjugendpflege über Fördermittel
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Bad Gandersheim-Kalefeld
Bad Gandersheim (red). Erstmals tagte das im Frühjahr vorgestellte Gremium zur Förderung von Verbänden und Vereinen. Zur ersten Sitzung hatte Stadtjugendpfleger Andreas Hafner die entsandten Vertreterinnen und Vertreter der Grundschule, der Oberschule, des Roswitha-Gymnasiums sowie der Freien Schule Heckenbeck ins Rathaus eingeladen.
Insgesamt nahmen elf Schülerinnen und Schüler an der Sitzung teil und brachten ihre Perspektiven aktiv in die Beratungen ein. Eröffnet wurde die Sitzung von Bürgermeister Niklas Kielhorn. Dabei dankte er den Kindern und Jugendlichen für ihre Bereitschaft, sich zu engagieren und Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen. Ihr Einsatz sei ein wichtiger Beitrag für die Zukunft der Stadt und ein gelungenes Beispiel für gelebte Beteiligung junger Menschen. Seitens des Stadtrats nahm Petra Dröge (SPD-Fraktion) an der Sitzung teil. Karin Albig (CDU-Fraktion) ließ sich vorab entschuldigen.
Jugendliche gestalten Entscheidungen mit
Im Anschluss stellte Hafner die Ziele und Aufgaben des neu eingerichteten Gremiums vor. Im Mittelpunkt steht die Beteiligung junger Menschen an kommunalen Entscheidungsprozessen: Schülerinnen und Schüler beraten und entscheiden gemeinsam mit politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie der Stadtjugendpflege über die Vergabe von Fördermitteln. Im Verlauf der Beratungen regten die Jugendlichen an, Kriterien und Regelungen für die Vergabe der Fördermittel zu konkretisieren. Die Anregung wurde von den Anwesenden aufgegriffen. Ziel ist es, die Vergabekriterien zeitnah weiterzuentwickeln und damit für alle Antragstellenden noch mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei zukünftigen Förderentscheidungen zu schaffen.
Erste Fördermittel beschlossen
Gemeinsam mit den anwesenden Jugendlichen wurden im weiteren Verlauf zwei zuvor eingereichte Förderanträge beraten und beschlossen.
Der Verein „Wir für Bad Gandersheim“ erhält für ein Kunstprojekt im Rahmen des Roswitha-Jahres eine Förderung in Höhe von 212 Euro. Dem MTV Bad Gandersheim bewilligte das Gremium für eine Freizeitfahrt einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro und damit den finanziellen Eigenanteil des Vereins.
Nächste Sitzung im November
Die erste Sitzung verdeutlichte, welchen Mehrwert die Beteiligung junger Menschen für kommunale Entscheidungsprozesse bietet. Durch ihre Mitwirkung bei der Vergabe von Fördermitteln übernehmen sie Verantwortung, bringen ihre Sichtweisen ein und gestalten das gesellschaftliche Leben in Bad Gandersheim aktiv mit. Das neue Gremium schafft damit einen weiteren Baustein, um Kinder und Jugendliche frühzeitig an demokratische Prozesse heranzuführen und ihr Engagement vor Ort zu stärken.
Die nächste Sitzung des Gremiums ist für November 2026 vorgesehen. Vereine und Verbände aus Bad Gandersheim können bis zum 20. Oktober 2026 Förderanträge formlos per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. bei der Stadtjugendpflege einreichen. Die Mitglieder des Gremiums blicken bereits mit Vorfreude auf die kommende Sitzung und hoffen, erneut förderwürdige Projekte unterstützen und entsprechende Mittel vergeben zu können.
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Fertig bin ich nicht, fertig sind wir nicht – also lasst uns gemeinsam weitermachen.
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Mit großen Schritten rückt die Kommunalwahl am 13.09.2026 näher – schon jetzt habt ihr die Möglichkeit, eure Stimme per Briefwahl auf den Weg zu bringen.
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Fertig bin ich nicht, fertig sind wir nicht – also lasst uns gemeinsam weitermachen.
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Rat entscheidet über zwei Abberufungen: Fischer verliert Amt, Bandke bleibt Bürgermeister
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.
Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.
Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.
Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt
Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.
Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.
Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht
Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.
Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.
Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers
Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.
Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.
Fotos: awin
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