Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Einbeck/Eckfeld/Balnace_Einbeck_Premium_13-11-25.gif#joomlaImage://local-images/Einbeck/Eckfeld/Balnace_Einbeck_Premium_13-11-25.gif?width=295&height=255
Anzeige
Bad Gandersheim-Kalefeld
Falsche Bankmitarbeiter haben in Bad Gandersheim eine ältere Person getäuscht – die Polizei warnt vor der Betrugsmasche.

Bad Gandersheim (red). Am Montag, 7. September, gegen 14:13 Uhr kam es in Bad Gandersheim erneut zu einem Betrug durch einen falschen Bankmitarbeiter zum Nachteil einer älteren Person. Ein bislang unbekannter Täter gab sich am Telefon als Mitarbeiter einer örtlichen Bank aus. Unter dem Vorwand, dass es technische Probleme mit der Girokarte gäbe, veranlasste der Täter die Herausgabe der PIN.

Weiterer Täter holt Girokarte bei Geschädigter ab

Im Anschluss wurde die Girokarte durch einen weiteren Täter bei der Geschädigten abgeholt. Mit der Karte wurde in der Folge ein niedriger vierstelliger Betrag vom Konto der Geschädigten abgehoben.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei ausdrücklich darauf hin, dass Bankdaten, PINs oder andere persönliche Daten niemals telefonisch an unbekannte Personen weitergegeben werden sollten. Die Herausgabe von Bargeld, Zahlungskarten oder Wertgegenständen werde keinesfalls auf diese Weise gefordert. Bei entsprechenden Anrufen sollte das Gespräch umgehend beendet werden.

Polizei bittet um Hinweise

Personen, die insbesondere an Geldautomaten oder im Bereich von Banken verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Northeim unter 05551/91480 zu melden.


Anzeige
Lesedauer: 1 Minute
Anzeige

Politische Werbung – Landkreis Holzminden.

Gegen Hass & Hetze, dafür stehen wir als Bündnis 90/Die Grünen ein! Für ein nachhaltiges, umweltbewusstes und soziales Holzminden!

https://www.gruene-holzminden.de/wir-von-hier

Politische Werbung. Auftraggeber und finanziert durch: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Alexander Titze, Vorstandsmitglied

Anzeige

Lesedauer: 8 Minuten
Höxter-Beverungen

Holzminden (awin). 15 Monate wurde gebaut, geplant, nachgebessert und immer wieder angepackt – der eigentliche Umzug war dann nach kaum eineinhalb Stunden geschafft. Seit dem 29. August leben die ersten Tiere im neuen Tierheim des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter am Allernbusch. Damit endet für den Verein eine lange Bauphase, die nicht immer nach Plan verlief.

Der Transport vom bisherigen Standort am „Ziegeleiweg“ verlief laut Tierheimleiter Julian Kusak ganz entspannt. Tierärzte begleiteten den Umzug. Inzwischen haben vier Hunde und 66 Katzen ihr neues Zuhause auf Zeit bezogen. Und sie treffen dort auf Bedingungen, die mit denen des bisherigen Tierheims kaum noch vergleichbar sind.

Mehr Platz und neue Möglichkeiten für die Tiere

Allein das Hundehaus umfasst rund 400 Quadratmeter. Insgesamt stehen 17 Zwinger zur Verfügung, vier davon als Quarantänebereiche. Die 13 regulären Zwinger verfügen über angeschlossene Ausläufe. Zudem ist am neuen Standort eine artgerechte Gruppenhaltung möglich.

Für die Katzen wurden auf rund 250 Quadratmetern unter anderem Vermittlungsräume mit Außengehegen geschaffen. Insgesamt ist der Bereich für etwa 80 bis 90 Katzen ausgelegt. Neu ist außerdem eine eigene Katzenquarantäne, die es am alten Standort nicht gab.

„Wir haben einen der höchsten Standards gebaut, die man aktuell bauen kann. Allein der Hygienestandard ist um ein Vielfaches höher im Vergleich zum alten Tierheim“, betont Jens-Uwe Müller, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter.

Erstrahlen auf dem Gelände im neuen Glanz: Das Hundehaus (l.) und das Katzenhaus (r.)
Auch technisch auf einem neuen Stand

Zum Konzept gehören unter anderem säure- und urinbeständige Oberflächen, die Reinigung und Hygiene erleichtern sollen. Zwei Wärmepumpen versorgen Hunde- und Katzenhaus, hinzu kommen eine Fußbodenheizung und eine 40-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ein Brunnen dient der Wasserversorgung, zusätzlich steht ein Frischwasserreservoir zur Absicherung bereit.

Von den Veränderungen profitieren jedoch nicht nur die Tiere. „Besonders freut es mich für unsere Mitarbeiter, dass wir ihnen einen vernünftigen Arbeitsplatz schaffen konnten“, sagt Müller. Im ehemaligen Wohnhaus stehen dem Team nun unter anderem Aufenthaltsräume, Umkleidemöglichkeiten, Bad und Küche zur Verfügung.

Der neue Aufenthaltsraum soll zugleich eine Begegnungsstätte für die mehr als 220 Vereinsmitglieder werden. Damit verbindet der Tierschutzverein auch die Hoffnung, weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Arbeit im Tierheim zu gewinnen.

Der geplante Umzug im Juni musste warten

Eigentlich sollten Tiere und Beschäftigte bereits im Juni an den Allernbusch wechseln. Weil die vorgesehenen Hundeausläufe zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt waren, wurde der Umzug in Abstimmung mit dem Veterinäramt verschoben. Der Verein entschied sich, zunächst nachzurüsten, damit die Anlage anschließend ohne Mängel abgenommen werden konnte.

Für die zusätzlichen Arbeiten an den Hundeausläufen wurden noch einmal rund 30.000 Euro benötigt. Die Förderung stellte der Deutsche Tierschutzbund e. V. bereit. Auf die Situation aufmerksam geworden war der Verband auf Initiative der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte.

1,5 Millionen Euro für den neuen Standort

Insgesamt kostete das neue Tierheim rund 1,5 Millionen Euro. Die Summe brachte der Verein unter anderem über Förderanträge und Spendensammlungen auf. Hinzu kamen Sachspenden und Arbeitsleistungen von Unternehmen und Handwerksbetrieben aus der Region. Auch die Photovoltaikanlage wurde dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Auch personell musste der Verein während der Bauphase einen unerwarteten Umbruch bewältigen. Nachdem der damalige Tierheimleiter und seine Stellvertreterin am selben Tag gekündigt hatten, wurden innerhalb kurzer Zeit Julian Kusak als neuer Leiter und Jana Pruhs als stellvertretende Tierheimleiterin gewonnen. Kusak bringt langjährige Erfahrung als Tierpfleger und Gehegeleiter mit, Pruhs Erfahrungen aus Tierarztpraxen und der Arbeit in einem Tierheim.

Julian Kusak wird als "Glücksgriff" für das Tierheim Holzminden bezeichnet
Nach 15 Monaten ist der Kraftakt geschafft

Mit dem Einzug endet für den Tierschutzverein damit eine intensive Zeit. Verzögerungen, zusätzliche Arbeiten und der Personalwechsel mussten parallel zum laufenden Tierheimbetrieb bewältigt werden. Für Jens-Uwe Müller hat sich der Aufwand aber auf allen Ebenen gelohnt – schließlich gilt es einen hohen Maßstab zu erfüllen: „Wir wollen für den Landkreis ein gutes Tierheim sein.“

Damit sich die Tiere zunächst in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen können, bleibt das Tierheim in dieser Woche noch für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Für spätere Tiervermittlungen bittet das Team grundsätzlich um eine vorherige telefonische Anmeldung. So könnten Termine besser mit dem laufenden Tagesgeschäft abgestimmt und ausreichend Zeit für die jeweiligen Tiere und Interessierten eingeplant werden. Die aktuellen Öffnungszeiten und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Tierheims Holzminden zu finden.

Die aktuell jüngsten Bewohner des neuen Tierheims: Katzen-Babys, die erst wenige Wochen alt sind.

Fotos: awin

Anzeige