Stadtoldendorf (r). Der Sankt Petersburger Knabenchor aus Russland war mehrere Tage zu Gast im Waldpädagogikzentrum Weserbergland. Ende Juni wohnten 34 Knaben und ihre vier Betreuer eine Woche lang in der Bildungseinrichtung der Niedersächsischen Landesforsten. Der Chor wurde im Jahr 1992 von Wadim Ptscholkin, dem heutigen Dirigenten, gegründet. Bestehend aus 400 Knaben ist das Ensemble weit über die Landesgrenzen Russlands bekannt. Seit mehr als 25 Jahren besucht der Chor jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit einen Monat lang diverse europäische Städte. In 30 bis 40 Weihnachtskonzerten präsentiert er sein Können. Dirigent Ptscholkin begleiten rund 80 Knaben- und 40 Männerstimmen auf der Europatournee. Eine kleine Delegation war mit dem Dirigenten des Chors diesen Sommer zu Gast in Deutschland und unterwegs auf den Spuren deutscher Märchen. Die 14-tägige Reise ohne Konzertauftritte nutzten sie als jährlichen Sommerurlaub. Hintergrund ist es, mehr über die Länder und ihre Geschichten zu erfahren. So besuchten sie das Haus vom Baron von Münchhausen in Bodenwerder oder das Schloss von Rapunzel. Während dieser Zeit wohnte der Chor im Waldpädagogikzentrum Haus 25 Eichen. Besonders lobten sie die ruhige Lage und gute Ausstattung des Hauses. Beeindruckt waren die Gäste auch von der großartigen Landschaft des Weserberglandes und möchten auf jeden Fall noch einmal wiederkommen.

Ein Reisetagebuch ist online unter www.boyschoir.ru zu finden.

Foto: Niedersächsische Landesforsten