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13.10.2014 - 08:40 Uhr

„Ein Schatz der Region“ Die Burgruine Homburg rückt wieder in den Mittelpunkt des Interesses

Eschershausen-Stadtoldendorf (rus). Archäologen, Geologen, Chemiker, Statiker und Mineralogen – alle diese Fachleute werden in naher Zukunft wohl häufiger auf der Burg anzutreffen sein, wenn es nun nach dem Fazit des Kolloquiums zur Zukunft der Homburg geht. Denn bei dem fachlichen Gedankenaustausch, die Onlinezeitung Weser-Ith News berichtete bereits darüber, wurde die Burg wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. „Es gibt hier einen Schatz, der noch gar nicht in das Bewusstsein unserer Bevölkerung gedrungen ist“, sagte Prof. Dr. Stephan von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der vieles über die einstige Herrschaftsburg weiß.

Doch neben den historischen Hintergründen weiß Stephan auch, dass die Arbeiten rund um die Burg nicht binnen von nur ein paar Monaten erledigt sind. „Dazu brauch es mehrerer Jahre“.  Auf der Burg fanden in den vergangenen Jahrhunderten Forscher und Archäologen immer wieder zahlreiche Fundstücke aus dem Mittelalter, die belegen, welche hochwertige Ausstattung die Burg damals gehabt haben muss. Hochkarätig und prunkvoll müssen ihre damaligen Bewohner gelebt haben, mit prächtigen Gebäude-fenstern und sogar Kachelöfen, die über zahlreiche aufwändig erstellte Verzierungen verfügten.

Sogar die Niedersächsische Denkmalfachbehörde spricht bei der Homburg von einem „herausragenden Denkmal“. Mit einem über einhundert Meter tiefen Brunnen scheint allein dieses schon eine geologische Sensation zu sein, besteht doch der obere Teil des Berges aus Gips. Die Tiefe des Brunnens muss sogar noch bis weit unter das Niveau des Jugendwaldheims reichen, so tief ist er gebaut. Besiedlungsspuren rund um die Burg unter-streichen, dass hier früher mehr gewesen sein muss. Erst vor wenigen Jahren fand man im Wald sogar die Überreste einer Klus, einer alten Kirche, von der sogar noch der massiv gemauerte Altar sichtbar gewesen war. Und eine Kirche gab es oft nur dort, wo auch Leben herrschte. Ein mittelalterlicher Backofen wurde freigelegt und bereits überdacht, um ihn vor der Witterung zu schützen. Er kann öffentlich besichtigt werden und befindet sich auf dem Gelände des Jugendwaldheims.

Gerüchten nach zu urteilen soll es übrigens von der Innenstadt einen unterirdischen Gang hinauf zur Burgruine gegeben haben. Einen Weg, beginnend am Marktplatz, und sogar einen Gang zum Försterbergturm als Wartturm der einstigen Stadtbefestigungsanlage werden genannt, sind allerdings allesamt nicht belegt. Fakt ist, dass die Region mit der Homburg neben ihrer ohnehin schon reichhaltigen Kulturlandschaft über einen wahren Schatz verfügt, der tatsächlich in seiner Umfänglichkeit noch gar nicht in das Bewusstsein der Bevölkerung gedrungen ist. Sollten archäologische Arbeiten tatsächlich wieder im größeren Maße aufge-nommen werden, können sich nicht nur die Einheimisch-en über eine große Portion Kulturhistorie freuen. Denn sollte es gelingen, die Burg auch touristisch effektiv zu vermarkten, kann aus der heute noch brachliegenden Ruine, vielleicht irgendwann sogar ein historisch und kulturell bedeutender Ausflugsort werden.


Fotos: rus

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